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August 2026 bringt große Änderungen bei Bahn, Schule, KI und Reparaturen

Bahnbonus, KI, Reparaturrecht – das ändert sich ab August 2026
Bahnbonus, KI, Reparaturrecht – das ändert sich ab August 2026 Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

30. Juli 2026, 13:33 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Neuer Monat, neue Regeln und Gesetze. Mit dem Start des August 2026 stehen für Verbraucher erneut einige Änderungen an, die den Alltag betreffen. TECHBOOK gibt einen Überblick.

Die anstehenden Änderungen reichen von einem neuen Bahnbonus-System über den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung bis hin zu strengeren Vorgaben für Künstliche Intelligenz und einem erweiterten Recht auf Reparatur. Auch bei Verpackungen und Solaranlagen gelten neue Bestimmungen.

Bahn stellt Bahnbonus um

Zum 1. August stellt die Deutsche Bahn ihr Bahnbonus-Programm für Verbraucher um. Künftig richtet sich die Zahl der benötigten Punkte für Freifahrten nach Strecke, Buchungszeitpunkt und Auslastung. Eine Freifahrt in der 2. Klasse ist bereits ab 750 Punkten möglich, während bisher 1000 Punkte erforderlich waren.

Von den niedrigeren Einstiegspreisen profitieren vor allem Reisende, die früh buchen oder wenig nachgefragte Verbindungen wählen. Wer dagegen flexibel reisen möchte, muss teilweise deutlich mehr Punkte einsetzen. Für die Nutzung des Programms ist die Bahnbonus-App erforderlich.

Ganztagsbetreuung für Erstklässler

Ebenfalls ab dem 1. August erhalten Erstklässler erstmals einen gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung. Vorgesehen sind bis zu acht Stunden Betreuung an fünf Tagen pro Woche. Die reguläre Unterrichtszeit wird auf diesen Anspruch angerechnet.

Grundsätzlich gilt das Angebot auch während der Schulferien. Die Bundesländer können jedoch Schließzeiten von bis zu vier Wochen pro Jahr festlegen. Bis zum Schuljahr 2029/2030 soll der Anspruch schrittweise auf alle Grundschulklassen ausgeweitet werden.

Bessere Kennzeichnung von KI-Inhalten

Ab dem 2. August greifen zudem weitere Vorgaben des europäischen AI Acts. Unternehmen, Behörden und Anbieter von KI-Anwendungen müssen in bestimmten Fällen offenlegen, wenn Inhalte durch Künstliche Intelligenz erstellt wurden.

Dazu gehören unter anderem Texte, Bilder, Videos und Audiodateien. Nutzer sollen dadurch leichter erkennen können, ob sie mit einem KI-System interagieren oder ob Inhalte künstlich erzeugt beziehungsweise verändert wurden.

Recht auf Reparatur und neue Verpackungsordnung

Mit dem erweiterten Recht auf Reparatur werden Hersteller bestimmter Elektrogeräte verpflichtet, auch nach Ablauf der gesetzlichen Gewährleistung Reparaturen zu ermöglichen und Ersatzteile bereitzustellen. Ziel ist eine längere Nutzungsdauer von Produkten und weniger Elektroschrott.

Verbraucher erhalten nach einer Reparatur zusätzlich zwölf Monate Gewährleistung. Außerdem sollen neue Informationsangebote und ein europaweites Reparaturportal die Suche nach passenden Werkstätten erleichtern.

Ab dem 12. August gilt außerdem die neue EU-Verpackungsverordnung für Verbraucher und Unternehmen. Einheitliche Kennzeichnungen sollen die Entsorgung erleichtern und Verbraucher besser über die richtige Mülltrennung informieren. Gleichzeitig werden Recyclingfähigkeit und der Einsatz wiederverwerteter Materialien stärker in den Fokus gerückt. Auch unnötig große Verpackungen mit viel Leerraum sollen künftig seltener werden.

Amazon stellt TV-Sender Prime ein

Amazon beendet überraschend sein Experiment mit linearem Fernsehen und stellt den hauseigenen TV-Sender Prime zum 1. August 2026 ein. Gestartet war der Kanal erst im April 2025. Mit ihm wollte das Unternehmen eine Brücke zwischen klassischem Fernsehen und Streaming schlagen und rund um die Uhr ein kuratiertes Programm aus Filmen, Serien, Shows sowie Live-Sportübertragungen aus dem Prime-Video-Katalog anbieten. Das Angebot sollte insbesondere Nutzer ansprechen, die sich in der On-Demand-Welt schwer orientieren und lieber einem festen Sendeplan folgen.

Obwohl Prime als „Schaufenster“ für den Streaming-Dienst gedacht war, endet das Projekt nach etwas mehr als einem Jahr. Gründe für die Einstellung nennt Amazon nicht. Da eine ursprünglich geplante Reichweitenmessung nie umgesetzt wurde, bleibt zudem unklar, wie stark der Sender tatsächlich genutzt wurde. Die Inhalte bleiben weiterhin über Prime Video verfügbar, ebenso wie zahlreiche andere Live- und FAST-Kanäle auf der Plattform.

AppleCare One startet in Deutschland

Apple erweitert sein Versicherungsangebot in Deutschland und führt ab August mit AppleCare One ein neues Abo-Modell ein, das erstmals mehrere Geräte in einem gemeinsamen Tarif bündelt. Für 20,99 Euro pro Monat lassen sich bis zu drei qualifizierte Apple-Produkte absichern, jedes weitere Gerät kostet 5,99 Euro zusätzlich. Ob sich das Angebot finanziell lohnt, hängt von der Gerätekombination ab: Während Nutzer von iPhone, iPad und Apple Watch laut Apple gegenüber einzelnen Schutzplänen deutlich sparen können, ist der Tarif bei günstigeren Geräten nicht immer die preiswerteste Wahl.

Neu ist zudem, dass der Diebstahl- und Verlustschutz künftig ohne Zusatzabo inkludiert ist. Darüber hinaus umfasst AppleCare One unbegrenzte Reparaturen bei Unfallschäden, Batterieservice und bevorzugten Support. Bemerkenswert ist, dass auch ältere Geräte bis zu vier Jahre nach dem Kauf in das Programm aufgenommen werden können, sofern sie die technischen und optischen Voraussetzungen erfüllen.

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Pixel-Event bei Google

Neue Hardware von Google erwartet Verbraucher Mitte August. Beim diesjährigen „Made by Google“-Event am 12. August dürfte Google den Fokus auf die neue Pixel-11-Serie legen. Erwartet werden das Pixel 11, Pixel 11 Pro, Pixel 11 Pro XL sowie das faltbare Pixel 11 Pro Fold. Darüber hinaus rechnen Beobachter mit der Vorstellung der Pixel Watch 5 und möglicherweise neuer Pixel Buds.

Große Designänderungen gelten als eher unwahrscheinlich, stattdessen dürfte Google vor allem neue KI-Funktionen rund um Gemini, verbesserte Kameras und den neuen Tensor-G6-Chip in den Mittelpunkt stellen. Auch die enge Verzahnung von Hardware und künstlicher Intelligenz könnte eine zentrale Rolle spielen, nachdem Google bereits auf der I/O 2026 zahlreiche neue KI-Dienste angekündigt hat.

Auch interessant: Mehr Rente, teurer tanken, neue Shopping-Gebühr – der Juli hat es in sich

Einspeisevergütung für Verbraucher sinkt ab August erneut

Für Betreiber neuer Photovoltaikanlagen sinkt ab dem 1. August 2026 die staatliche Einspeisevergütung erneut. Hintergrund ist die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegte halbjährliche Degression der Fördersätze. So erhalten Betreiber kleiner Anlagen bis 10 Kilowattpeak künftig nur noch 7,71 Cent je eingespeister Kilowattstunde bei Teileinspeisung beziehungsweise 12,23 Cent bei Volleinspeisung. Wer seine Anlage noch vor August in Betrieb nimmt, kann sich dagegen die bislang höheren Vergütungssätze für die gesamte Förderdauer von 20 Jahren sichern.

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