17. Dezember 2025, 8:12 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Apple und Google erweitern ihre Übersetzungsfunktionen – und beide setzen dabei auf Echtzeitkommunikation. Mit iOS 26.2 bringt Apple die Live-Übersetzung erstmals offiziell in die EU, während Google seine eigene Technik breiter verfügbar macht und durch KI verbessert. Damit rückt das Ziel, Gespräche ohne Sprachbarrieren zu führen, ein gutes Stück näher.
Apple hatte die Funktion bereits angekündigt, nun ist sie in Europa freigeschaltet. Live Translation übersetzt Gespräche automatisch und nahezu verzögerungsfrei. Sie befindet sich zwar noch in einer Betaversion, soll laut Apple aber alltagstauglich sein. Der Start erfolgt im Dezember 2025 – wie zuvor versprochen.
Apple setzt bei der neuen Funktion auf ein komplett freihändiges Konzept. Tragen beide Gesprächspartner AirPods, läuft das Gespräch fast wie gewohnt weiter, während die Übersetzung im Hintergrund erfolgt. Ist nur eine Person mit AirPods ausgestattet, zeigt das iPhone eine Transkription in Echtzeit an. Die technische Grundlage bildet Apple Intelligence, Apples KI-System, das gesprochene Sprache erkennt und unmittelbar übersetzt.
Verzögerter Start durch EU-Vorgaben
In anderen Regionen war die Live-Übersetzung bereits verfügbar. In der EU musste Apple jedoch nach eigenen Angaben zusätzliche Anforderungen aus dem Digital Markets Act (DMA) berücksichtigen. Welche Anpassungen konkret notwendig waren, hat das Unternehmen nicht näher bekannt gegeben.
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Google erweitert eigene Live-Übersetzung
Auch Google entwickelt seine Echtzeit-Übersetzung weiter. Ein Update für die Translate-App ermöglicht es, die Funktion nicht mehr nur mit Pixel Buds zu nutzen, sondern auch mit vielen anderen kompatiblen Kopfhörern. Der Rollout startet in mehreren Ländern und soll schrittweise ausgebaut werden.
Google integriert seine KI Gemini direkt in die Übersetzungstechnik, um Gespräche natürlicher wiederzugeben. Die App soll künftig nicht mehr nur einzelne Wörter übersetzen, sondern Zusammenhänge erkennen und umgangssprachliche Formulierungen sinngemäß übertragen. Das soll vor allem in Alltagssituationen deutlich realistischere Ergebnisse liefern.
Deutschland muss warten
Das neue Live-Übersetzungs-Feature startet zunächst auf Android-Geräten in den USA, Mexiko und Indien. Eine iOS-Version soll im Laufe des Jahres 2026 folgen, allerdings ohne konkreten Termin. Auch für Deutschland liegt derzeit noch kein Startfenster vor.
Mit den Neuerungen rücken Apple und Google das Thema Echtzeitübersetzung stärker in den Mittelpunkt – und machen damit einen Bereich alltagstauglicher, der lange nur in Science-Fiction-Szenarien denkbar schien.