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OLED-TVs

Stiftung Warentest testet Fernseher – zwei Modelle lohnen sich besonders

TV Samsung im Laden
Beim Fernseher-Kauf haben Kunden eine riesige Auswahl. Foto: Getty Images

Die schier unendliche Auswahl an Fernsehern macht es Käufern oft schwer, das richtige Modell zu finden. Die Stiftung Warentest hat sich den Markt daher näher angesehen und verschiedene Modelle mit OLED-Panel getestet. Vor allem ein Anbieter konnte dabei mit guten Modellen überzeugen.

Bei ihrem aktuellen Produkttest hat sich die Stiftung Warentest auf Fernseher von 2021 konzentriert, bei denen vor allem die OLED-Modelle mit einem guten Bild überzeugen konnten. Die Bildqualität stand beim Test dabei im Mittelpunkt und ging mit immerhin 40 Prozent in die Bewertung ein. Jeweils mit 20 Prozent bewerteten die Tester die Handhabung und den Ton, gefolgt von Vielseitigkeit bei den Anschlüssen und dem Stromverbrauch mit je 10 Prozent.

Überraschend war beim aktuellen Test, dass vor allem ein Hersteller die Nase vorn hatte – LG. Das südkoreanische Unternehmen ging mit dem LG 55SM8050PLC bereits im vergangenem Jahr als Testsieger hervor. Der LCD-Fernseher erreichte damals im Test der Stiftung Warentest die Gesamtnote von 1,9. LG ist in der Produktion von Displays besonders aktiv und bekannt, fertigt sogar für andere Unternehmen OLED-Panels. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Hersteller auch im Fernseher-Test der Stiftung Warentest vorne liegt. Gleich mehrere OLED-TVs erreichten in der Untersuchung gute Ergebnisse.

Der beste OLED-Fernseher laut Stiftung Warentest

Am besten schneidet aktuell das Modell LG OLEDG19LA sowohl in der Größe 55 Zoll als auch 65 Zoll ab. Das Modell ist wie alle anderen aktuell getesteten Geräte ein 4K-Fernseher, dessen Preis bei durchschnittlich 1800 Euro (55 Zoll) bzw. 2500 Euro (65 Zoll) liegt. Highlights sind hier das 120-Hz-Panel, das vor allem Gamer begeistern dürfte, sowie Dolby Vision IQ und Dolby Atmos 4.2, ein für die PS5 notwendiger HDMI-2.1-Anschluss und webOS 6.0. Außerdem besitzt der LG OLEDG19LA einen Sensor, der die Helligkeit des Bildschirms auf das Umgebungslicht anpasst.

Das Gesamtpaket hat die Tester überzeugt. Der TV ist ein besonders vielseitiges Modell, das in dieser Kategorie die Note 0,9 „sehr gut“ erzielen konnte. Sehr gut hat er auch bei Bild und Ton abgeschnitten, – der Fernseher erhielt hier von der Stiftung Warentest jeweils die Note 1,4. Die Handhabung bewerteten die Experten mit 2,1 „gut“. Lediglich der Stromverbrauch hat nicht überzeugt. Bei den Umwelteigenschaften bekam das Gerät daher nur eine 2,9 „befriedigend“. Insgesamt gingt er mit der Gesamtnote 1,6 „gut“ aus dem Fernseher-Test der Stiftung Warentest hervor.

LG OLED55C17LB – der Zweitplatzierte

Auf Platz 2 bei Stiftung Warentest landete der Fernseher LG OLED55C17LB. Der 55-Zoller erreichte die Gesamtnote 1,7 „gut“. Bei Bild und Ton schnitt das Gerät nur unwesentlich schlechter ab als der Testsieger. Es kam auf eine Teilnote von je 1,5. Dabei ist er aufgrund der zahlreichen Anschlussmöglichkeit ebenso vielseitig einsetzbar, bei sogar etwas besserer Handhabung. Enttäuscht hat der Fernseher hingegen bei den Umwelteigenschaften, für die die Stiftung Warentest nur eine 3,1 vergeben hat.

Der LG OLED55C17LB besitzt ebenfalls ein 120-Hz-Display, bietet aber nur Dolby Atmos 2.2 statt 4.2. Dafür ist auch hier ein HDMI-2.1-Port an Bord. Auch die gängigen Sprachassistenten werden unterstützt.

Die übrigen Plätze

Das gleiche Modell belegt im Fernseher-Test der Stiftung Warentest auch Platz 3 und 4, allerdings mit anderen Displaygrößen. Das 65-Zoll-Modell des LG OLEDC17LB kommt ebenfalls auf die gute Note 1,7, wobei der Ton und die Umwelteigenschaften etwas besser als beim 55-Zoller abschneiden konnten. Schlechter ist hier jedoch die Vielseitigkeit.

Auch beim kleineren Modell mit 48 Zoll vergab die Stiftung Warentest andere Teilnoten. Insgesamt schaffte er es auf die Note 1,8, wobei Bild und Vielseitigkeit jeweils mit 1,5 bewertet wurden. Vor allem der Ton ist aufgrund des kleineren Formats hier schlechter als beim Zweitplatzierten.

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Im Test der Stiftung Warentest wurden übrigens nicht nur Fernseher von LG untersucht. Auch Modelle von Panasonic, Sony und Philips waren dabei, die mit Noten ab 2,0 allerdings hinter denen des Südkoreaners zurückbleiben. Samsung fehlte im Test jedoch, da der Hersteller bislang keine OLED-TVs anbietet.

Tipps zum Fernseher-Kauf

Sollten Sie auf der Suche nach einem neuen Fernseher sein, sind die Ergebnisse von Produktests wie dem der Stiftung Warentest immer eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick über gute Modelle zu verschaffen. Sie können die Auswahl aber schon im Vorfeld etwas verkleinern, in dem Sie sich selbst einige Fragen beantworten.

Welche Größe sollte mein Smart-TV haben?

Bei der Wahl eines neuen Fernsehers greifen Käufer häufig zu den größeren Modellen. Doch zu groß sollte ein Smart-TV nicht sein, denn dann bekommen Sie eventuell Probleme bei der Betrachtung des Bildes. Halten Sie sich daher an folgende Richtlinie:

  • Beträgt der Abstand zwischen dem Sofa und dem Fernseher etwa zwei Meter, ist ein eher kleinerer TV mit einer Bildschirmdiagonale von bis zu 49 Zoll ideal
  • Liegt der Sitzabstand hingegen bei ca. drei Meter, können Sie getrost zur beliebten Größe von 50 bis 65 Zoll greifen.
  • In noch größeren Räumen mit höherem Abstand zum Sofa finden auch die großen Smart-TVs ab 65 Zoll Platz.

LCD oder OLED?

OLED-Fernseher sind oftmals deutlich teurer als Modelle mit LCD-Screen. Das liegt an der verwendeten Bildschirmtechnologie. LCD-TVs sind meist sehr flach gebaut und eignen sich daher ideal zum Aufhängen an der Wand. Sie gelten auch als recht langlebig. Der Nachteil: Die Hintergrundbeleuchtung ist meist am Rand angebracht und großflächig. Aus diesem Grund werden einzelne Pixel auch dann beleuchtet, wenn sie eigentlich dunkel bleiben sollten. Schwarz wirkt dadurch gern etwas grau, die Kontraste sind weniger ausgeprägt.

Anders bei OLEDs. Hier wird jedes Pixel einzeln beleuchtet. Ist es ausgeschaltet, erscheint es tiefscharf, wodurch die hohen Kontraste und satten Farben zustande kommen. Früher hatten einige Nutzer Angst, dass sich das Bild bei längerem Stand einbrennen könnte. Moderne OLED-TVs sind aber so verbessert worden, dass dies nicht mehr passiert.

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Die QLED-Technologie von Samsung ist eine Art Zwischenprodukt. Hierbei handelt es sich eigentlich um ein LCD-Panel mit großflächiger Hintergrundbeleuchtung. Allerdings verwendet Samsung eine zweite Schicht mit sogenannten Quantum Dots, die als Licht- und Farbbooster agieren. Dadurch entstehen die hohen Kontraste und satten Farben, die an OLEDs erinnern.

Muss es wirklich 4K sein?

Mittlerweile überwiegen 4K/UHD-Fernseher auf dem Markt. Sie haben eine Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln. Ihr Preis ist dabei stark gesunken, sodass es sich kaum noch lohnt, zu einem Fernseher mit Full-HD-Auflösung zu greifen. Zur langsam aufkommenden 8K-Auflösung brauchen Käufer allerdings noch nicht zu greifen. Dafür gibt es noch viel zu wenig Inhalte und derart hoch auflösende Fernseher sind schlicht zu teuer.

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Ein Smart-TV sollte auch alle notwendigen Anschlüsse haben. Prüfen Sie vor dem Kauf daher genau, welche Geräte sie anschließen möchten.

Quelle

  • Stiftung Warentest (abgerufen am 30. August 2021, vollständiger Test hinter Bezahlschranke)