Kaufberatung

Die 7 besten OLED-Fernseher

OLED-TV
TECHBOOK hat die besten OLED-TVs für Sie herausgesucht
Foto: Getty Images

Schwarz wie die Nacht, weiß wie frisch gefallener Schnee – und dazu brillante, atemberaubende Farben. So sehen die Bilder eines Fernsehers mit der momentan besten Bildschirmtechnik OLED aus.

Diese Eigenschaften machen OLED-TVs so beliebt

Das Kürzel steht für „Organic Light Emitting Diode“ und beschreibt bereits die große Stärke von OLED-Fernsehern: Weil die Bildpunkte von selbst leuchten („Light Emitting“), braucht so ein TV-Gerät im Gegensatz zu klassischen LCD-Modellen keine Hintergrundbeleuchtung. Wenn ein Pixel also Schwarz anzeigen soll, bleibt es einfach aus. Damit ist die Anzeige dann auch wirklich pechschwarz – im Gegensatz zu LCD, bei dem immer noch ein wenig die Hintergrundbeleuchtung durchschimmert. Und das ist nur eines der Geheimnisse der überragenden Bildqualität.

Die meisten Probleme von OLED-Bildschirmen sind mittlerweile gelöst. Das gefürchtete Einbrennen von Pixeln bei stehenden Bildern – zum Beispiel bei der Spielstandsanzeige von Fußballspielen – kommt kaum mehr vor, weil sich das Bild ständig minimal bewegt, ohne dass es der Zuschauer überhaupt bemerkt. Auch die Helligkeit und die Haltbarkeit der Geräte haben die Hersteller drastisch verbessert. Bleibt ein Hauptnachteil: Wegen der aufwändigeren Produktion und der geringeren Stückzahlen sind OLED-TVs immer noch teurer als „normale“ LCD-Fernseher. Aber Fans von Filmen, Serien, Sport und Videospielen wollen meist nie mehr zurück zu LCD, zur Technik von gestern.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines OLED-TVs achten

Beim Kauf eines OLED-Fernsehers sollten aber auch andere wichtige Aspekte in die Kaufentscheidung einfließen. Zum einen: die richtige Größe. In Geräten unter 40 Zoll verbauen die Anbieter keine schnellen Prozessoren der neuesten Generationen mehr. TECHBOOK-Tipp: Diagonalen ab 55 Zoll (1,40 Meter) sind besonders empfehlenswert. Der empfohlene Abstand zum 55-Zoll-Bildschirm liegt bei 1,50 Meter.

Geachtet werden sollte beim Kauf auch auf die Ausstattung: Sind Mediatheken an Bord? Gibt es einen USB-Anschluss? Lassen sich über eine Festplatte Sendungen aufnehmen? Und hat das Modell auch zwei Empfangsteile (Tuner)? Denn nur dann lässt sich eine Sendung anschauen und gleichzeitig eine andere aufnehmen, um sie später anzuschauen.

TECHBOOK stellt Ihnen ausgewählte OLED-Fernseher vor, die ihr Geld garantiert wert sind.

Panasonic TX-55HZW1004 (um 1919 Euro)

Panasonic TX-55HZW1004

LG und Samsung dominieren den Markt der besten Fernseher. In allen Tests belegen diese beiden Unternehmen die vorderen Plätze – und danach kommt erst mal nichts anderes! Der einzige ernstzunehmende Konkurrent ist Panasonic, was unter anderem an den meist sehr guten Display-Panels liegt. Der TX-55HZW954 gehört zu den aktuellsten Modellen und hat darüber hinaus in diversen Testberichten hervorragend abgeschnitten. Zu den Merkmalen des OLED-Fernsehers gehören nicht nur der moderne Bildschirmstandard HDR10+, der Smart-TV lässt sich dank Integration von Amazon Alexa und Google Assistant auch per Sprache bedienen. Ein Triple-Tuner, Miracast, Easy Mirroring und TV>IP gehören ebenfalls zur Ausstattung des Panasonic-TVs.

Vorteile:

  • große Ausstattung an Anschlüssen
  • sehr gute Bedienbarkeit
  • hervorragende Bildqualität
  • klasse Option, vom Gerät aus via WLAN das Programm auf einen Zweitfernseher zu übertragen
  • Twin Tuner: USB-Aufnahmen bei gleichzeitigem Zappen

Nachteile:

  • zu wenige Apps vorinstalliert
  • interne Lautsprecher liefern eher mäßigen Ton

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LG OLED 55C97LA (um 1399 Euro)

Foto: LG

Der bezahlbare Dauertestsieger. LGs Alleskönner hat den langjährigen Testsieger LG55C8 abgelöst, der im Handel nur noch schwer erhältlich ist. Der aktuelle 55C97LA überrascht nicht nur mit vielfältigen Anschlussmöglichkeiten und perfektem Bild, er liefert auch ohne eine zusätzlich angeschlossene Soundbar einen satten Ton – selbst bei modernen Fernsehern immer noch nicht alltäglich. Dank WebOS 4.5 haben Nutzer Zugriff auf das Internet und somit auf die diversen Streaming-Dienste und Mediatheken. Die App-Auswahl ist bei dem Betriebssystem besonders groß. Im Vergleich zum Vorgänger sind zudem der stärkere Alpha9-Prozessor und der schnellere HDMI 2.1-Anschluss dazugekommen.

Vorteile:

  • Unterstützung für wichtige Streaming-Apps wie Netflix, Amazon Prime Video oder DAZN
  • sehr intuitive gelungene Bedienung
  • gute Umwelteigenschaften
  • aktuelles Programm auch als Bild-im-Bild anzeigbar
  • gut in der Hand liegende, fast selbsterklärende Fernbedienung

Nachteile:

  • Verzicht auf analoge Videoanschlüsse
  • Umschalten von App zu App (Android-Betriebssystem) etwas schwerfällig
  • neuer Bildschirmstandard HDR10+ noch nicht an Bord (nur der Vorgänger HDR10)
  • keine gedruckte vollständige Bedienungsanleitung im Lieferumfang

Philips 55OLED854 (um 1364 Euro)

Philips 55OLED854


Foto: Philips

Der „854“ ist aktuell der beste OLED-Fernseher, den Philips auf den Markt gebracht hat. In gängigen Tests erreicht das Gerät die Durchschnittsnote 1,2 („Sehr gut“) und ist damit bei den Messwerten auf einer Linie mit dem vergleichbaren „804“. Philips setzt bei seinen TV-Geräten auf das sogenannte „Ambilight“. Die einen lieben es, die anderen mögen es nicht. „Ambilight“ ist eine von Philips entwickelte Raumbeleuchtung. Sie wirft die Farben des TV-Bilds an die Wand dahinter und zur Seite – die dann zum Beispiel bei einem Fußballspiel grün leuchten. Ein schöner Effekt, der einen förmlich ins Fernsehbild einsaugt. Aber wie gesagt: Geschmacksache und für Neu-Philips-Kunden anfangs gewöhnungsbedürftig (am besten also vorher einmal probegucken).

Vorteile:

  • lieferte im CB-Test die schärfsten Bilder aller Geräte
  • Kino-Modus sorgt für automatische und nahezu perfekte Bildjustierung und Skalierung bei TV-Programmen
  • guter Ton

Nachteile:

  • Bedienung zu kompliziert, Menü an vielen Stellen undurchsichtig oder zu weit verzweigt für einzelne Einstellungen

Sony KD-55AF9 (um 2350 Euro)


Foto: Sony

Die Traditionsmarke Sony überzeugt bei diesem Alles-drin-Modell, das seit 2018 Kunden begeistert, auch durch eine exzellente Verarbeitung bewegter Bilder. Ausgezeichnete OLED-Schwarztöne und ein fantastischer Klang, dank dem man auf den Kauf einer zusätzlichen Soundbar locker verzichten kann, sind gute Kaufargumente. Im Bereich der Einstellungen ist aber zu wenig automatisiert und vieles unlogisch bzw. kompliziert. Man muss schon ein echter Tüftler sein, um alle Einstellungen optimal abzustimmen. Wer Zeit mitbringt, wird dann aber mit einem hervorragenden Bild belohnt. Zwar ist das Gerät VESA-kompatibel, doch eine Wandhalterung befindet sich nicht im Lieferumfang.

Vorteile:

  • alle wichtigen Anschlüsse (zum Beispiel 4x HDMI/2x USB) und Features an Bord
  • begeisterndes Bild

Nachteile:

  • preislich deutlich über den Top-Modellen von LG
  • viele versteckte Einstellungen
  • die Fernbedienung ist nicht gut durchdacht und kann verwirren
  • mit 208 KWh pro Jahr im Vergleich zur Konkurrenz erhöhter Stromverbrauch
  • schwer (rund 23 Kilo)

Grundig 55 GOB 9099 (um 1139 Euro)

Grundig GOB 9099 OLED

Foto: Grundig

Grundig wurde 1930 in Nürnberg/Fürth gegründet, ist aber längst nicht mehr in der Hand der Gründerfamilie. Trotz der Zerschlagung im Jahr 2003 in einzelne Geschäftsfelder und Beteiligungsgesellschaften, baut das Unternehmen jetzt auch wieder gute Fernseher. Das Vorzeige-OLED-Modell 55 GOB 9099 liefert ein überzeugendes Bild, sehr guten Ton und punktet mit integrierter Sprachsteuerung über Amazons Assistentin Alexa. Wer bereits ein Fire TV von Amazon besitzt oder gesteuert hat, ist schon nach kurzer Zeit mit der Menüführung des Grundig-Fernsehers vertraut.

Vorteile:

  • alle wichtigen Apps sind integriert
  • Alexa erleichtert das Umschalten von Programmen
  • optisch gelungen

Nachteile:

  • Schwächen bei HDR-Bildern
  • Umschalten von einer Streaming-App zu einem TV-Sender (und umgekehrt) dauert deutlich zu lange
  • Kopfhörerausgang fehlt
  • keine Möglichkeit, per USB Aufnahmen zu starten
  • Preis im Vergleich zur Leistung etwas zu hoch

Metz blue 55DS9A62A (um 1099 Euro)

Metz blue DS9A62A

Foto: Metz

Das deutsche Traditionsunternehmen Metz will den OLED-TV-Markt über den Preis aufmischen und ist dazu eine Kooperation mit blue eingegangen. Der Plan geht mit dem 55DS9A62A auch qualitativ auf. Die gute Verarbeitung, das gelungene Design und vor allem die nahezu allumfassende Ausstattung überzeugen im Gesamtpaket. Die Bedienung ist intuitiv, die Bildqualität exzellent. Der Direktzugriff auf YouTube und Netflix wird von dem Metz-Premium-Modell gewährleistet. Die HDR-Option sorgt für sehr detailreiche Bilder. Natürlich kann der Metz blue auch an die Wand gehängt werden. Der passende OLED-TV-Wandhalter ist allerdings, wie bei quasi allen Anbietern, nicht im Preis enthalten und muss extra erworben werden, z.B. von Vogel.

Vorteile:

  • recht günstiger Preis
  • Tonqualität so gut, dass der Anschluss einer externen Soundbar nicht nötig ist
  • Bildqualität überzeugt sowohl bei Tiefenschärfe als auch bei den Farben
  • auch im SD-Modus (Standardauflösung) mit klarem Bild
  • Tuner für DVB-C, DVB-T2 und DVB-S2 integriert

Nachteile:

  • bei seitlicher oder direkter Sonneneinstrahlung auf dem Bildschirm große Spiegelungen

LG OLED88Z9PLA (um 17.545 Euro)

LG OLED88Z9PLA


Foto: LG

Für den ganz großen Geldbeutel der riesige 88-Zoll-Bildschirm mit einer Bildschirmdiagonale von 223,52 cm für Kino-Flair im Wohnzimmer. Das Mega-Modell von LG kostet so viel wie ein Kleinwagen. 8K bietet noch schärfere Bilder als 4K. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will zwar die Olympischen Sommerspiele in Tokio in 8K filmen, doch niemand weiß bisher, wo diese Inhalte gezeigt werden. Selbst Netflix & Co. verschwenden derzeit aufgrund der riesigen Datenmengen keinen Gedanken an regelmäßige 8K-Produktionen.

Vorteile:

  • die unfassbare Größe
  • Aufnahme über USB
  • Kontrast und Farben überragend
  • Bild ohne Artefakte
  • die nächste Xbox One und die nächste PlayStation sollen 8K unterstützen

Nachteile:

  • sehr teuer
  • das menschliche Auge erkennt laut Studien praktisch keinen Unterschied zwischen 4K und 8K
  • bisher kaum Inhalte in 8K