Nintendo erhöht weltweit die Preise für die Switch 2. Damit folgt der Konzern einem Trend, der den Gaming-Markt bereits seit Monaten beschäftigt. Auch Sony und Microsoft haben die Preise ihrer Konsolen zuletzt angehoben. Nintendo hatte sich lange gegen diesen Schritt entschieden, passt die unverbindliche Preisempfehlung nun aber ebenfalls an. Als Grund nennt das Unternehmen die aktuellen Marktbedingungen.
Switch 2 wird in Europa teurer
In Europa kostet die Nintendo Switch 2 derzeit offiziell 469,99 Euro. Künftig steigt der Preis auf 499,99 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 6,4 Prozent. Damit fällt der Aufschlag niedriger aus als in den USA. Dort hebt Nintendo den Preis um 11 Prozent an.
Trotzdem bleibt die Konsole in den Vereinigten Staaten nach der Anpassung aus europäischer Sicht günstiger. Vor der Preiserhöhung lag der Preis dort bei 449,99 US-Dollar, was etwa 384 Euro entspricht. Nach der Anpassung verlangt Nintendo 499,99 US-Dollar. Das entspricht ungefähr 427 Euro.
Besonders deutlich fällt die Preissteigerung im Heimatmarkt Japan aus. Dort steigt der Preis der Switch 2 von knapp 50.000 auf 60.000 Yen. Das entspricht einem Plus von 20 Prozent. Dennoch bleibt die Konsole dort weiterhin am günstigsten. Umgerechnet kostet sie im Land der aufgehenden Sonne auch nach der Anpassung nur rund 325 Euro. Zusätzlich erhöht Nintendo in Japan auch die Preise der ursprünglichen Switch-Modelle. Je nach Version liegen die Geräte künftig zwischen etwa 160 und 260 Euro. Im Durchschnitt steigen die Preise dort um rund 50 Euro.
Die neuen Kurse gelten nicht überall sofort. In Japan tritt die Änderung bereits am 25. Mai 2026 in Kraft. In Europa und anderen Regionen bleibt dagegen noch etwas Zeit. Dort greift die Preiserhöhung erst ab dem 1. September 2026. Käufer können sich die Switch 2 bis dahin noch zum bisherigen Preis sichern. Preiserhöhungen gehören im Technikmarkt aktuell fast schon zum Alltag. Hintergrund sind unter anderem steigende Produktionskosten. Der Ausbau neuer KI-Rechenzentren sorgt für Engpässe im Speichersektor. Gleichzeitig belastet die geopolitische Lage die Wirtschaft zusätzlich.
Nintendo rechnet mit Umsatzrückgang
Für Nintendo kommt die Preiserhöhung in einer schwierigen Phase. Die Switch 2 gilt bereits jetzt als vergleichsweise teuer für eine Nintendo-Konsole. Zudem fehlen aktuell größere Spiele, die den Verkauf der Hardware zusätzlich antreiben könnten. Der Konzern prognostiziert deshalb für das Finanzjahr 2027 einen Umsatzrückgang von 11,4 Prozent. Ein Finanzexperte bewertete diese Einschätzung gegenüber Reuters allerdings als zu pessimistisch. Er geht davon aus, dass die Nutzeraktivität in der zweiten Hälfte eines Konsolenzyklus normalerweise zunimmt.
Ob die höheren Preise die Nachfrage nach der Switch 2 tatsächlich bremsen, bleibt abzuwarten. Noch ist außerdem unklar, wie stark sich die Änderungen am Ende auf die Straßenpreise der Konsole auswirken werden.
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