Von 130 bis 1300 Euro

Was können Staubsauger-Roboter wirklich? Sechs Geräte im Test!

TECHBOOK hat für Sie 6 Staubsauger-Roboter von 150 bis 800 Euro unter die Lupe genommen.
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Muss ich noch saugen oder kann das ein Roboter für mich übernehmen? Und wie viel Geld sollte man investieren? TECHBOOK hat sechs Staubsauger-Roboter zwischen 130 und 1300 Euro getestet und gibt eine Kaufempfehlung.

Es ist ein sehr beruhigendes Gefühl, wenn man entspannt daheim auf dem Sofa sitzt und zuschaut, wie eine Maschine die Arbeit erledigt. Ein Saugroboter ist also nicht nur eine Entlastung der Haushaltskraft, sondern auch tolle Unterhaltung. Im großen Test der Staubsauger-Roboter hat TECHBOOK aus jedem Preissegment ein Modell getestet und verrät, wie sich die Geräte unterscheiden – und ob ein Kauf sich wirklich lohnt.

Das Testfeld von links: Samsung Powerbot 9200, Deebot R95, Medion MD16192, Dirtdevil Spider 2.0 und Vorwerk Kobold VR200.

Das Testfeld von links: Samsung Powerbot 9200, Deebot R95, Medion MD16192, Dirtdevil Spider 2.0 und Vorwerk Kobold VR200. Foto: TECHBOOK

Das 150-Euro-Modell von Medion

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Für Sparfüchse könnte das Medion-Gerät eine echte Option sein. Das Gerät finden Sie online aktuell für weniger als 150 Euro. Für den Preis bekommen Sie ein umfangreiches Paket: Neben dem Staubsauger sind Ersatzbürsten und Filter sowie eine virtuelle Barriere enthalten. Auch Basisstation und Fernbedienung sind dabei – top! Dank der flachen Bauform (8cm Höhe) kommt der kleine Putzteufel auch unter Sofas, Stühle und andere Möbel.

(Wie jeder Staubsauger-Roboter im Testfeld verfängt sich auch das Medion Gerät an heiklen Kanten und Hochflorteppichen.)

Im Praxistest lieferte das Medion-Gerät ein grundsolides Ergebnis. Die rotierenden Bürsten schaufelten Staub und Fussel zuverlässig ins Innere des Saugers. Zwar sucht man vergeblich nach einer App, auch WLAN kann der Medion nicht – doch die Fernbedienung beherrscht die wichtigsten Funktionen. Der MD16192 hat eine Zeitschaltuhr und findet von alleine an seine Basisstation zurück. Die Reinigung erfolgt nach dem Chaosprinzip – bei dem Preis absolut zu verschmerzen. Der Medion MD16192 entpuppt sich dank großem Zubehörpaket und solidem Reinigungsergebnis als unser Preis-Leistungs-Sieger.

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1.300 Euro: Samsung baut den Staubsauger mit Rollen dran

Der Powerbot VR9200 ist der größte Sauger in diesem Vergleichstest. Die Bauform erinnert eher an einen herkömmlichen Staubsauger, dem die Ingenieure ein paar Rollen verpasst haben. Der VR9200 orientierte sich mit seiner Kamera zuverlässig im Raum. Per App „Samsung Smart Home“ konnte der Reinigungsvorgang auch von unterwegs gestartet werden. Doch darüber hinaus war die Leistung der App fürs iPhone eher mau: Ab und an gab es im Test Abstürze, die Ladezeiten waren zudem ziemlich lang.

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Die Saugkraft war im Vergleichs-Test die stärkste, jedoch kommt der Staubsauger-Roboter durch seine Größe schlecht in die Ecken – auch eine rotierende Außenbürste für Kanten fehlt. Dafür überwindet der Powerbot dank der großen Rollen Teppiche und Kanten ohne Mühe. In Anbetracht des Preises von rund 1.300 Euro hätten wir von diesem Gerät aber mehr erwartet.

900 Euro: iRobot ohne Nutzung von unterwegs

Als „echte Marke“ unter den Saug-Robotern konnte sich iRobot etablieren. Der Roomba 966 ist gut verarbeitet und kommt mit einem vollständigen Paket an Zubehör. Die kostenlose App startet und stoppt das Gerät auch von unterwegs. Der 966 ist im Vergleich zu den anderen Geräten besonders leise und reinigt mit seiner Doppelbürste zuverlässig. Längere Haare waren gar kein Problem. Eine virtuelle Barriere ist im Lieferumfang enthalten und kann Räume oder Flächen abschirmen. Das funktioniert problemlos – doch die Konkurrenz kann das ganze auch per App. Der Roomba 966 liefert für seinen Preis ein solides Ergebnis. Für Unentschlossene bietet iRobot für 30 Tage eine Geld-zurück-Garantie.

700 Euro: Vorwerks alter Testsieger

Als „Testsieger“ deklariert Vorwerk sein deutsches Qualitätsprodukt Kobold VR200. Diese Auszeichnung erhielt das Gerät in den Jahren 2015 und 2017 von der Stiftung Warentest. Doch ist das Modell, welches schon einige Zeit erhältlich ist, zum faulen Rentner geworden? Keinesfalls. Das Reinigungsergebnis war das beste im Vergleich und auch die Orientierung des Roboters im Haus war die beste. Zuverlässig zieht der Vorwerk seine Bahnen und kehrt selbstsicher zu seiner Basis zurück. Möglich macht das ein Laserscanner (wie beim Deebot R95 unten) auf dem Kopf des Roboters.

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Gesteuert wird der VR200 entweder direkt am Gerät oder per App. Durch seine Größe (9cm) kommt der Kobold im Vergleich zum Medion-Gerät jedoch nicht unter jedes Möbelstück. Die Akkulaufzeit reichte für 80 Quadratmeter locker aus. Nette Spielerei: Per App können Sie den Kobold auch direkt steuern und fernbedienen – gezieltes Reinigen von dreckigen Stellen ist also problemlos möglich. Trotz des Alters hat der Vorwerk seinen hohen Preis behalten: Rund 700 Euro kostet der Kobold und zeigt sich in erwarteter Qualität. Doch für weniger Geld bieten andere Hersteller inzwischen mehr.

130 Euro: Dirtdevil ließ am meisten Dreck liegen

Für wenig Geld gibt es auch wenig Leistung? Nicht ganz. Wie der Medion MD16192 beweist, kann man Preis-Leistung auch in einen guten Einklang bringen. Dirtdevil ist das mit dem Spider 2.0 nicht gelungen. Neben dem Staubsauger sind noch ein Ladekabel sowie zwei Ersatzbürsten im Lieferumfang enthalten – aber keine Basisstation.

Vor jeder Nutzung muss das Gerät also manuell gestartet und dort aufgehoben werden, wo es den Saft verliert. Und das geschieht recht zügig: Im Praxis-Test gab der Spider bereits nach einer knappen Stunde den Geist auf. Eine Zeitschaltuhr? Fehlanzeige. Rund 130 Euro möchte der Hersteller für das Gerät haben – aufgrund des kleinen Liefer- und Funktionsumfangs empfehlen wir lieber etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen.

500 Euro: Deebot macht den Staubsauger-Roboter richtig smart

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Foto: TECHBOOK

Dieser Staubsauger-Roboter hat im Test in ganzer Linie überzeugt. So stellt man sich einen smarten Staubsauger vor! Der Deebot R95 kommt mit einem umfangreichen App-Umfang: Sie können den aktuellen Status sehen und den Ort, wo im Haus sich der Roboter aktuell befindet. Per Fingertipp können Sie verschiedene Räume zum Reinigen auswählen und Bereiche ganz ausschließen – alles auch von unterwegs.

Das Reinigungsergebnis ist gut. Als kleines Highlight kann man dem Roboter sogar noch einen Wisch-Adapter unterspannen, der im Lieferumfang enthalten ist. Dank einer Membran und einem kleinen Tank ist das Mikrofaser-Tuch immer leicht feucht. Im Test entfernte der Mikrofaser-Wischer keine Flecken, aber die letzten Staubkörnchen saugte das Tuch zuverlässig auf. Für die beste App, ein gutes Saug-Ergebnis und eine Semi-Wisch-Funktion verlangt der Hersteller Ecovacs rund 500 Euro. Damit sind iRobot und Vorwerk offiziell geschlagen.

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Staubsauger-Roboter mit wenig Anklang?

Obwohl der Trend stark in Richtung intelligenter Haushalt geht – einer Umfrage von Statista zufolge ist die Begeisterung für Geräte wie Staubsauger-Roboter noch verhalten: Gerade einmal 21 Prozent der Befragten gaben an, „automatisierte Steuerung von Haushaltsgeräten“ für sinnvoll zu halten. Mit fernsteuerbaren Heizungen oder Rollläden und Fenstern können sich hingegen fast die Hälfte der Befragten anfreunden.

Statista-Grafik zu Smart-Home-Anwendungen

Foto: Statista