2. November 2026, 9:27 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Netflix wagt sich an einen der erfolgreichsten Multiplayer-Hits der vergangenen Jahre. Aus „PUBG“ soll eine Live-Action-Serie werden. Dafür hat sich der Streaming-Dienst einen bekannten Hollywood-Star geschnappt, der bei dem Projekt gleich mehrere Aufgaben übernimmt.
Aus dem Battle-Royale-Hit wird eine Serie
„PlayerUnknown’s Battlegrounds“, kurz „PUBG“, erschien 2017 und machte das Battle-Royale-Prinzip weltweit populär. Nun soll das Spiel laut dem US-Branchenmagazin „Deadline“ als Live-Action-Serie für Netflix umgesetzt werden. Statt einer Geschichte steht im Spiel der Wettkampf im Vordergrund: Bis zu 100 Spieler landen gleichzeitig auf einer verlassenen Insel. Dort müssen sie sich Waffen, Ausrüstung und medizinische Versorgung sichern, um gegen die anderen Spieler zu bestehen. Gewonnen hat, wer am Ende noch übrig ist.
Eine klassische Kampagne mit einer vorgegebenen Geschichte gibt es dagegen nicht. Die Macher können sich für die Serie also nicht an einer bekannten Handlung orientieren, sondern müssen rund um das Spielprinzip eine eigene Story entwickeln. Wie diese aussehen wird, ist bislang unbekannt.
An Entwicklung und Produktion ist neben Netflix auch Krafton, das Unternehmen hinter „PUBG“, über seine Entertainment-Sparte LV3H beteiligt.
„PUBG“ ist einer der größten Gaming-Hits überhaupt
Die Vorlage für die Netflix-Serie kann eine beeindruckende Bilanz vorweisen. „PUBG“ wurde mit mehreren „Game of the Year“-Awards ausgezeichnet und stellte seit seinem Debüt 2017 sieben Guinness-Weltrekorde auf. Darunter sind die Bestmarken für das erste Videospiel, das zwei Millionen gleichzeitig aktive Spieler auf Steam schaffte, und für das am aktivsten gespielte Spiel auf Steam. Zuletzt schaffte „PUBG“ im Juni 2026 den offiziellen Weltrekord für das größte mobile, teambasierte E-Sport-Turnier der Welt, mit 1.224.169 registrierten Spielern.
Mehr als 75 Millionen verkaufte Exemplare machten „PUBG“ außerdem zum zweitmeistverkauften PC-Spiel und zum meistverkauften Spiel für die Xbox One. Plattformübergreifend kommt „PUBG“ laut „Reuters“ auf mehr als eine Milliarde Downloads. Damit gehört der Titel zu den größten Gaming-Hits überhaupt.
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Live-Action mit Star-Besetzung
Für die Umsetzung setzt Netflix in vielerlei Hinsicht auf Donald Glover. Der zweifache Emmy-Preisträger dürfte vielen nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Musiker bekannt sein. Unter dem Namen Childish Gambino veröffentlichte er mehrere Alben und Songs. Als Schauspieler war er unter anderem in „Community“, „Atlanta“ und „Solo: A Star Wars Story“ zu sehen.
Bei „PUBG“ übernimmt Glover gleich mehrere Aufgaben. Er soll die Hauptrolle spielen, an der Serie mitschreiben, Regie führen und als Executive Producer mitarbeiten. Unterstützung bekommt er von seinem Bruder Stephen Glover, der als Autor und Executive Producer an der „PUBG“-Serie beteiligt sein soll. Die Brüder haben bereits bei mehreren Projekten zusammengearbeitet, darunter „Atlanta“, „Swarm“ und „Mr. & Mrs. Smith“.
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Ein Genre, das funktioniert
Videospiel-Adaptionen sind für Netflix längst kein Neuland. Der Streaming-Dienst arbeitet derzeit unter anderem an einer Live-Action-Serie zu „Assassin’s Creed“ und einem Live-Action-Film zu „Gears of War“. Auch Animationsserien zu „Minecraft“, „Magic: The Gathering“ und „Clash of Clans“ sind geplant. Mit „Overcooked“ soll außerdem eine Competition-Serie entstehen.
In diese Reihe gesellt sich nun „PUBG“. Wie die Live-Action-Serie konkret aussehen wird, ist allerdings noch weitgehend offen. Einen Starttermin gibt es bislang ebenso wenig wie Informationen zu weiteren Darstellern. Auch zur Handlung und zu Donald Glovers Rolle hält sich Netflix bislang bedeckt.