24. September 2026, 16:35 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Netflix hebt aktuell die Preise für seine Abonnements an. Während die höheren Tarife bereits für Neukunden gelten, erhalten nach und nach auch Bestandskunden entsprechende Hinweise. Im Netz macht deshalb ein „Trick“ die Runde, mit dem sich die Preiserhöhung umgehen lassen soll. Tatsächlich spart er nicht dauerhaft; Nutzer können die Umstellung auf den neuen Preis lediglich für einen begrenzten Zeitraum hinauszögern. TECHBOOK erklärt, was hinter dem Trick steckt und wie Nutzer ihn anwenden.
Preiserhöhung lässt sich nur hinauszögern
Hinter dem angeblichen Spartrick steckt keine Lücke im System und auch kein Sonderangebot. Wie das Online-Magazin „Golem“ berichtet, geht es stattdessen darum, den Zeitpunkt der Umstellung auf den neuen Preis möglichst lange hinauszuschieben.
Wer von Netflix über die Preiserhöhung informiert wird, muss den neuen Konditionen zustimmen, damit das Abonnement weiterläuft. Der Streamingdienst legt dafür eine Frist fest. Wann diese endet, hängt vom individuellen Abrechnungsdatum und dem Zeitpunkt ab, zu dem Netflix über die Preisänderung informiert. Wird in diesem Zeitraum keine Entscheidung getroffen, folgt laut „Golem“ noch eine weitere Frist von etwa einem Monat. Erst danach endet das Abonnement automatisch, falls weiterhin keine Zustimmung erfolgt. Dadurch können Nutzer für einen begrenzten Zeitraum weiter den bisherigen Preis zahlen.
Der sogenannte Trick besteht letztendlich einfach darin, auf die Mitteilung zur Preiserhöhung zunächst nicht zu reagieren. Kunden erhalten zuerst eine E-Mail, in der Netflix über die bevorstehende Preisänderung informiert. Kurz darauf erscheint laut „Golem“ auch ein entsprechender Hinweis in der App. Dort hebt Netflix zunächst die Schaltfläche „Neuen Preis akzeptieren“ hervor. Wer stattdessen „Optionen anzeigen“ auswählt, gelangt zu weiteren Auswahlmöglichkeiten und kann die Entscheidung zunächst vertagen.
Erst in diesem zweiten Schritt können Nutzer die Zustimmung verschieben und ihr Abonnement vorerst weiterhin zum bisherigen Preis nutzen. Dadurch lässt sich die Umstellung angeblich um bis zu zwei Monate hinauszögern. An den höheren Kosten ändert das allerdings nichts: Nach Ablauf der Frist müssen Betroffene den neuen Preis akzeptieren oder ihr Abonnement endet automatisch. Netflix weist auf seiner Hilfeseite darauf hin, dass angekündigte Preisänderungen grundsätzlich für alle Mitglieder gelten.
Diese Preise gelten künftig
Für viele Nutzer dürfte sich das Hinauszögern trotzdem lohnen. Denn je nach Tarif steigt der monatliche Preis deutlich. Diese neuen Preise ruft Netflix künftig auf:
Standard mit Werbung: 6,99 statt 4,99 Euro pro Monat
Standard ohne Werbung: 15,99 statt 13,99 Euro pro Monat
Premium: 21,99 statt 19,99 Euro pro Monat
Zusatzmitglied mit Werbung: 4,99 statt 3,99 Euro pro Monat
Zusatzmitglied ohne Werbung: 5,99 statt 4,99 Euro pro Monat
Je nach Tarif kann das Hinauszögern der Zustimmung zwar einige Euro sparen, auf Dauer führt jedoch kein Weg an den neuen Preisen vorbei.
Dass sich die Preiserhöhung überhaupt verschieben lässt, hat auch einen rechtlichen Hintergrund. Netflix kann die Preise für laufende Abonnements nicht einfach automatisch anheben. Stattdessen benötigt der Streamingdienst die Zustimmung betroffener Kunden zu den neuen Konditionen. Dadurch entsteht überhaupt erst die Möglichkeit, die Entscheidung eine Zeit lang aufzuschieben.
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