22. September 2026, 14:33 Uhr |
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Animes sind längst kein Randphänomen mehr. Auch für Netflix entwickelt sich die Sparte zunehmend zu einem wichtigen Publikumsmagneten. Neue Auswertungen zeigen, dass die Sehzeiten für Animes in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen sind als die Nutzung der Plattform insgesamt. Gleichzeitig wächst der Anteil von Animes an allen auf Netflix angesehenen Stunden kontinuierlich.
Animes werden immer beliebter
Das geht aus dem Bericht „The Anime Economy“ der Marktforschungsfirma Media Partners Asia (MPA) hervor. Grundlage sind unter anderem die halbjährlich veröffentlichten „What We Watched“-Berichte von Netflix.
Demnach stiegen die Sehzeiten für Animes zwischen dem ersten Halbjahr 2023 und dem ersten Halbjahr 2026 von 3,33 auf 4,64 Milliarden Stunden. Das entspricht einem Plus von 39 Prozent. Im selben Zeitraum legte die gesamte Nutzung von Netflix dagegen nur um 4,5 Prozent zu. Japanische Animation wuchs damit fast zehnmal schneller als die Plattform insgesamt.
Die Entwicklung zeigt sich auch beim Anteil des Genres an den gesamten Sehstunden. So fielen im ersten Halbjahr 2023 noch 3,6 Prozent aller angesehenen Stunden auf japanische Animes. Drei Jahre später waren es bereits 4,75 Prozent.
Dass Animes für Netflix zunehmend an Bedeutung gewinnen, unterstreicht auch das Unternehmen selbst. In seinem aktuellen Bericht schreibt Netflix: „Heute hat mehr als die Hälfte unserer Mitglieder mindestens einen Anime-Titel gesehen.“
Asien treibt den Anime-Boom voran
Besonders stark sind Animes im asiatischen Streaming-Markt vertreten. Laut MPA erreichen sie dort mehr Nutzer als jedes andere der untersuchten Hauptgenres. In den acht analysierten Märkten schauen demnach in einem beliebigen Monat zwischen 31 und 47 Prozent der Nutzer bei einem kostenpflichtigen Streaming-Dienst Anime. Bei den übrigen sieben Hauptgenres liegt der Anteil laut Studie lediglich zwischen 26 und 34 Prozent.
Auch beim Angebot spielt Netflix inzwischen eine zentrale Rolle. Nach Angaben der MPA stellt der Anbieter rund die Hälfte aller verfügbaren Anime-Titel in den acht untersuchten Märkten bereit. Die Analysten erwarten deshalb weiteres Wachstum. Bis 2030 sollen die weltweiten Ausgaben für Animes jährlich um rund zehn Prozent zulegen. Als wichtigste Wachstumsmärkte nennt die Studie Asien außerhalb Japans sowie Nordamerika.
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