Netflix wagt sich an eine der bekanntesten Fantasy-Welten zurück. Mit „Narnia: The Magician’s Nephew“ verfilmt der Streamingdienst erstmals einen Teil der Buchreihe von C. S. Lewis, der bisher nicht auf der großen Leinwand zu sehen war. Nun vermittelt der erste Trailer einen Eindruck davon, wie Regisseurin Greta Gerwig die Entstehung Narnias interpretiert.
Neuer Narnia-Film erzählt die Vorgeschichte
Für den Film greift Greta Gerwig, die als Regisseurin unter anderem mit dem Kino-Hit „Barbie“ große Erfolge feierte, nicht auf die bekannten Geschichten um Susan, Peter, Edmund und Lucy zurück, die bereits 2005 ihren Weg in die Kinos fanden. Stattdessen adaptiert sie die Story von „The Magician’s Nephew“, die im Deutschen den Titel „Das Wunder von Narnia“ trägt. Das Buch erschien 1955 als sechster der insgesamt sieben Narnia-Romane, erzählt inhaltlich jedoch die Vorgeschichte von „Der König von Narnia“.
Im Mittelpunkt stehen die Kinder Digory Kirke und Polly Plummer, gespielt von David McKenna und Beatrice Campbell. Durch magische Ringe gelangen sie in andere Welten und werden schließlich Zeugen der Entstehung Narnias. Der Trailer zeigt unter anderem, wie die beiden eine fremde Welt erkunden und dabei auf Figuren treffen, die für die spätere Geschichte Narnias entscheidend sind. Dazu gehört Jadis, gespielt von Emma Mackey. Sie wird später zur Weißen Hexe. Daniel Craig übernimmt die Rolle von Digorys Onkel Andrew Ketterley.
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Auch Aslan ist bereits Teil der Vorgeschichte. Der Trailer zeigt den kosmischen Löwen bei der Erschaffung Narnias. Im englischen Original leiht Meryl Streep der Figur ihre Stimme.
Gerwig führt bei dem Film nicht nur Regie, sondern hat auch das Drehbuch geschrieben. Mit Narnia beschäftigt sie sich nach eigenen Angaben schon seit ihrer Kindheit.
Musik spielte dabei offenbar eine wichtige Rolle. Den ersten Trailer begleitet Led Zeppelins „Stairway to Heaven“. Gerwig erklärte gegenüber „Empire“, sie habe für Narnia eine Art Rockoper schaffen wollen. Die Welt werde in Lewis‘ Geschichte durch Aslans Gesang erschaffen, weshalb Rock ’n‘ Roll für sie zu dieser Idee passe. Zu einer tatsächlichen Rockoper wird der Film deshalb allerdings nicht.
Netflix bringt Narnia zuerst ins Kino
Ungewöhnlich ist auch die Veröffentlichung. Statt den Film direkt ins Streaming-Angebot aufzunehmen, bringt Netflix „Das Wunder von Narnia“ zunächst groß ins Kino. Das Unternehmen nennt den 12. Februar 2027 als weltweiten Starttermin. Bereits ab dem 10. Februar 2027 sind IMAX-Voraufführungen geplant. Auf Netflix erscheint der Film erst am 2. April 2027.
Dass Netflix große Erwartungen an den Film hat, zeigt auch das Budget. Nach Angaben der Nachrichtenagentur „AP“ kostet die Produktion 280 Millionen US-Dollar und gehört damit zu den ambitioniertesten Filmen des Unternehmens. Netflix hatte sich bereits 2018 die Rechte an den „Narnia“-Werken gesichert.
Ob Gerwig dem Fantasy-Epos gerecht wird, bleibt offen. In den Kommentaren auf YouTube kommt der erste Trailer zumindest überwiegend gut an.
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