HBO Max und Paramount+ sollen künftig zu einem gemeinsamen Streaming-Dienst werden. Grundlage dafür ist die inzwischen abgeschlossene Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount für rund 110 Milliarden US-Dollar. Unter dem neuen Konzern Skydance befinden sich damit nicht nur beide Streaming-Angebote, sondern auch die Studios hinter Filmreihen wie „Harry Potter“, „Batman“ und „Mission: Impossible“.
Aus HBO Max und Paramount+ soll ein Dienst werden
Die Pläne für eine Zusammenlegung gibt es schon länger. Konzernchef David Ellison hatte bereits im März 2026 angekündigt, beide Dienste miteinander verbinden zu wollen. Nach seinen Angaben kommen HBO Max und Paramount+ gemeinsam auf mehr als 200 Millionen Abos. Skydance will damit stärker mit großen Konkurrenten wie Netflix, Disney und Amazon konkurrieren.
Wie der „Hollywood Reporter“ berichtet, gab es zuletzt allerdings unterschiedliche Aussagen dazu, wie die Zukunft der beiden Plattformen konkret aussehen soll. HBO-Chef Casey Bloys sprach kürzlich noch davon, HBO Max und Paramount+ zunächst als eigenständige Dienste weiterzuführen und gemeinsam in einem Paket anzubieten. Als Beispiel nannte der künftige Streamingchef des Konzerns bestehende Angebote in den USA mit HBO Max, Disney+ und Hulu.
Auch Ellison will beide Dienste schon vor der eigentlichen Zusammenlegung als Paket anbieten. Details dazu nannte er bislang nicht.
Bei getrennten Streaming-Diensten soll es langfristig jedoch nicht bleiben. Ellison erklärte am 6. Oktober 2026 auf einer Pressekonferenz, dass HBO Max und Paramount+ am Ende zu einem einzigen Angebot verschmelzen sollen. Ein gemeinsames Abo-Paket wäre demnach nur eine Zwischenlösung.
Offen ist, wie genau dieser neue Streaming-Dienst aussehen soll. Ellison hatte HBO im März lediglich zugesichert, dass der Anbieter inhaltlich weiterhin unabhängig bleiben soll.
Was die Pläne für Deutschland bedeuten könnten
Für Kunden in Deutschland könnten Serien und Filme beider Plattformen künftig in einem gemeinsamen Angebot landen. Dazu zählen HBO-Titel wie „House of the Dragon“ und „The Last of Us“ sowie Paramount-Marken wie „Star Trek“, „Yellowstone“ und „Mission: Impossible“. Auch neue Kombi-Tarife sind möglich. Preise oder einen konkreten Zeitplan für Deutschland hat Skydance bislang jedoch nicht genannt.
Kurzfristig dürfte sich für Abonnenten hierzulande deshalb zunächst wenig ändern. Voraussichtlich müssen sie weder ihr bestehendes HBO-Max- noch ihr Paramount+-Abo anpassen. Bis beide Plattformen tatsächlich zusammengeführt werden können, muss Skydance zunächst auch die Technik hinter den beiden Streaming-Diensten miteinander verbinden.
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