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Netflix greift YouTube an! Kurzvideos starten in der Streaming-App

Netflix übernimmt Videos von News-Portalen, um das Angebot zu erweitern
Netflix übernimmt Videos von News-Portalen, um das Angebot zu erweitern Foto: TECHBOOK
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Rainer Schuldt

9. Juli 2026, 10:47 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Netflix erweitert sein Angebot um Kurzvideos großer Medienmarken. Damit will der Streaming-Dienst Nutzer länger in der eigenen App halten und macht YouTube zunehmend Konkurrenz.

Netflix holt bekannte Medienmarken auf die Plattform

Netflix setzt künftig nicht mehr ausschließlich auf Filme, Serien und Eigenproduktionen. Ab dem 3. August integriert der Streaming-Anbieter erstmals Kurzvideos externer Medienhäuser in seine App. Zum Start sind Inhalte von BuzzFeed, Condé Nast mit Marken wie „Vogue“, „GQ“ und „Vanity Fair“ sowie „Rolling Stone“, „Variety“ und Tastemade verfügbar.

Die Clips sind zwischen drei und 20 Minuten lang und behandeln Themen wie Unterhaltung, Mode, Reisen, Kochen und Lifestyle. Statt klassischer Streaming-Inhalte setzt Netflix damit auf ein Format, das Nutzer bereits von Plattformen wie YouTube kennen: kurze Videos, die sich zwischendurch konsumieren lassen.

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Deutschland geht zum Start leer aus

Zunächst wird das neue Angebot nur in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland freigeschaltet. Für Deutschland gibt es bislang keinen Starttermin. Netflix hat lediglich angekündigt, das Angebot in Zukunft auszubauen und weitere Medienpartner einzubinden.

Ob die Kurzvideos später auch hierzulande verfügbar sein werden, ist damit zwar wahrscheinlich, offiziell bestätigt ist ein Deutschland-Start bislang aber nicht. Deutsche Nutzer müssen sich daher vorerst gedulden.

Netflix will Nutzer nicht mehr an YouTube verlieren

Mit dem Schritt reagiert Netflix auf den anhaltenden Erfolg von YouTube und anderen Plattformen mit Kurzvideos. Statt Zuschauer nach dem Ende einer Serie oder eines Films an andere Dienste zu verlieren, sollen künftig zusätzliche Inhalte direkt in der Netflix-App zum Weiterschauen animieren.

Auch interessant: Netflix stellt die Nutzerportale um

Davon profitieren auch die beteiligten Verlage, die ihre Inhalte einem Millionenpublikum präsentieren können. Für Netflix ist die Strategie ein weiterer Schritt weg vom reinen Streaming-Dienst hin zu einer umfassenden Video-Plattform. Der Wettbewerb mit YouTube dürfte dadurch deutlich intensiver werden.

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