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Anbieter wird zum Erlebnisportal

Revolution bei Disney+! Nutzer können bald eigene Filme erstellen

Disney+ erlaubt bald eigene KI-Videos und Spielefunktionen
Disney+ erlaubt bald eigene KI-Videos und Spielefunktionen Foto: TECHBOOK / Rita Deutschbein
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

14. November 2025, 12:28 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Disney plant eine umfassende Neuausrichtung seines Streaming-Dienstes Disney+. Künftig sollen Abonnenten mithilfe Künstlicher Intelligenz eigene Kurzvideos erstellen können – unter Einbindung von Disney-Inhalten. Auch eine Spielesparte soll kommen.

Disney+ soll sich in ein vielseitiges Erlebnisportal verwandeln und sich damit deutlich vom bisherigen Modell eines klassischen Videoabos abgrenzen. In einer Telefonkonferenz zur Präsentation aktueller Quartalszahlen kündigte CEO Bob Iger laut übereinstimmenden Medienberichten die bislang größten Änderungen seit dem Start des Dienstes Ende 2019 an.

Disney+ soll interaktive Plattform mit KI werden

Ein zentraler Bestandteil der Pläne sei laut „Variety“ die Einführung von KI-basierten Tools, mit denen Abonnenten eigene Kurzvideos erstellen können. Dabei sollen Inhalte aus dem Disney-Katalog, darunter Filme und Serien, integriert werden. Ziel sei es, ein „deutlich intensiveres Erlebnis“ zu schaffen, so Iger.

Offen ist allerdings noch, unter welchen Bedingungen die erstellten Inhalte geteilt oder angesehen werden dürfen. Ebenso betont Disney, dass es Vorgaben geben wird, wie das Material genutzt werden kann, um das geistige Eigentum zu schützen.

Die technische Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit verschiedenen KI-Unternehmen. Welche Firmen konkret beteiligt sind, ist derzeit nicht bekannt. Laut Disney habe jedoch bei allen Schritten der Schutz des eigenen geistigen Eigentums oberste Priorität. So führte der Konzern bereits juristische Schritte gegen KI-Firmen wie Midjourney und MiniMax, denen Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

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Auch neue Spieleinhalte geplant

Neben den KI-Videos, die Abonnenten selbst erstellen können, plant Disney die Integration spieleähnlicher Funktionen. Grundlage ist eine Investition von 1,5 Milliarden US-Dollar in Epic Games, so der „Hollywood Reporter“. Zwar liegt der Fokus dieser Partnerschaft zunächst auf der Entwicklung neuer Spiele auf der Plattform Fortnite, doch sollen auch Spielinhalte in Disney+ Einzug halten.

Details hierzu sind noch nicht veröffentlicht. Iger sieht jedoch „enorme Möglichkeiten für Spiele“ und will die neue Technologie auch nutzen, um Nutzer stärker in das Disney-Universum einzubinden.

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Eines steht fest: Mit den geplanten Änderungen wird Disney+ deutlich interaktiver. Nutzer sollen eigene Kurzvideos mit bekannten Disney-Figuren erstellen und künftig auch auf spielerische Funktionen zugreifen können. Inwieweit das bei Kunden ankommt, bleibt abzuwarten. Konkurrent Netflix beispielsweise bietet bereits seit 2021 Spiele ohne Zusatzkosten auf seiner Plattform an – mit gemischtem Erfolg. Trotz steigender Downloadzahlen bleiben die Netflix-Spiele ein Nischenprodukt.

Diesen Vorteil hat Disney+ im Spielebereich

Im Vergleich zu Netflix kann Disney+ auf seine enorm starken Marken wie Marvel, Star Wars oder Pixar setzen. Diese könnten als Spielemarken deutlich größere Zugkraft entfalten als viele der bisherigen Netflix-Titel. Wenn Disney+ also exklusive Spiele auf Basis dieser Franchises anbietet und sie eng mit dem restlichen Streaming-Erlebnis verknüpft (etwa durch Belohnungen, Bonusinhalte oder Story-Verknüpfungen zwischen Serien und Spielen), könnte das Konzept erfolgreicher werden als bei Netflix.

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Allerdings bleibt die zentrale Herausforderung dieselbe: Streaming-Plattformen werden primär für Film- und Serienkonsum genutzt – das Publikum erwartet dort Unterhaltung zum Anschauen, nicht zum Spielen. Damit Gaming auf Plattformen wie Netflix oder Disney+ wirklich erfolgreich wird, braucht es also eine klare inhaltliche und technische Integration, etwa durch Cloud-Gaming direkt auf Fernsehern oder nahtlose Übergänge zwischen Film und Spiel. Gelingt das, könnten solche Angebote in Zukunft ein neues Kapitel interaktiver Unterhaltung einläuten – aktuell sind sie jedoch noch eher ein Experiment als ein Massenphänomen.


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