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Was Kunden wissen müssen

Schluckt dieser Großkonzern bald den Smart-Home-Pionier Shelly?

Weiße Smart-Home-Kamera mit schwarzer Objektivabdeckung auf einer hellen Holzoberfläche. Im Hintergrund sind unscharfe Vorhänge und warme Lichtquellen in einem Innenraum zu sehen.
Die Übernahme soll rund 1,2 Milliarden Euro kosten Foto: Getty Images
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TECHBOOK Redaktion

11. Oktober 2026, 8:32 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Der französische Technologiekonzern Schneider Electric will den Smart-Home-Anbieter Shelly übernehmen. Für die Aktionäre liegt ein Angebot von 70 Euro je Aktie auf dem Tisch. Damit würde Shelly insgesamt mit rund 1,2 Milliarden Euro bewertet. Noch ist der Schritt allerdings nicht abgeschlossen. Schneider hat das Angebot bislang nicht offiziell eingereicht, außerdem müssen die zuständigen Behörden zustimmen.

Damit die Übernahme zustande kommt, benötigt Schneider mindestens 95 Prozent aller Shelly-Aktien. Gelingt das, könnte der Konzern auch die verbleibenden Anteile übernehmen und das Unternehmen von der Börse nehmen. Beide Seiten rechnen derzeit mit einem Abschluss im ersten Quartal 2027.

Was hinter der geplanten Übernahme steckt

Die Übernahme würde das bestehende Geschäft von Schneider Electric erweitern. Das Unternehmen ist bereits in Bereichen wie Stromverteilung und Gebäudeautomation aktiv. Mit seiner Marke Wiser bietet der Konzern zudem bereits Produkte für vernetzte Haushalte an.

Shelly hat sich dagegen vor allem mit kompakten Smart-Home-Geräten einen Namen gemacht. Zum Sortiment gehören unter anderem Schalter, Steckdosen und Sensoren. Mit diesen lassen sich beispielsweise Lampen oder Rollläden per Smartphone steuern.

Für Shelly gibt es außerdem Zusagen für die Zeit nach dem geplanten Kauf. Firmensitz, Standorte und Belegschaft sollen mindestens drei Jahre lang erhalten bleiben.

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Das bedeutet die Ankündigung für Nutzer

Für Kunden von Shelly ändert sich zunächst nichts. In der Mitteilung werden weder Anpassungen an der App noch Änderungen an den Produkten angekündigt. Wer bereits Geräte des Herstellers nutzt, muss daher aktuell keine Maßnahmen ergreifen.

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Viele Nutzer setzen auf Shelly, weil die Geräte mit unterschiedlichen Plattformen zusammenarbeiten. Zahlreiche Modelle lassen sich mit Sprachassistenten wie Alexa sowie mit Diensten wie Google Home oder Home Assistant verbinden. Einige Produkte können sogar direkt im heimischen WLAN genutzt werden, ohne dass dafür eine Internetverbindung erforderlich ist.

Offene Fragen bei Schnittstellen und Abos

Trotz der bisherigen Zusicherungen bleiben einige Punkte offen. So ist bislang unklar, ob Schneider Electric die bestehenden Schnittstellen zu anderen Systemen nach einer Übernahme unverändert offenhalten wird.

Auch bei den Kosten gibt es bislang keine konkreten Aussagen. Shelly bietet neben kostenlosen Grundfunktionen bereits ein kostenpflichtiges Premium-Abonnement an. In der Mitteilung wird darauf verwiesen, dass Chancen bestehen, das Geschäft mit Software und Abonnements auszubauen. Konkrete Änderungen an Funktionen, Preisen oder der kostenlosen Nutzung werden derzeit jedoch nicht genannt.

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