Mit App- und Sprachsteuerung

Macht Ikea elektrische Jalousien endlich bezahlbar?

Ikeas smarte Jalousien hören auf den Namen „Fyrtur“und „Kadrilj“
Foto: Ikea / Tek.no

Ikea erweitert seine Smart-Home-Linie Tradfri um vernetzte Rollos, die 2019 in den Handel kommen sollen. Kann der der schwedische Möbelhersteller die ansonsten teure Technik in den Massenmarkt heben?

Ikeas Tradfri-Set umfasst in Deutschland bisher nur ein paar vernetzte Lampen, die mit dem Smartphone gesteuert werden können. In den Startlöchern stehen noch für dieses Jahr smarte Steckdosen, die per App an- und ausgeschaltet und getimt werden können. Als nächstes sollen dann die vernetzten Rollos folgen. Erste Gerüchte tauchen dazu bei Twitter auf dem Profil des Tech-Journalisten Dave Zatz auf:

Gegenüber dem norwegischen Portal „Tek.no“ bestätigte Ikea die Gerüchte inzwischen – die smarten Rollos sollen im Februar 2019 in zwei Ausführungen kommen, die „Fyrtur“ und „Kadrilj“ heißen.

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Elektrische Jalousien mit Sprachsteuerung

Viele Details sind noch nicht bekannt, „Tek.no“ will allerdings wissen, dass sich die smarten Rollos per Sprachsteuerung, per Smartphone oder automatisch getimt auf- und wieder zumachen lassen. Das kann besonders im Urlaub praktisch sein, um Verbrechern zu suggerieren, jemand wäre zu Hause. Dabei sollen sie sowohl Apples Smart-Home-Zentrale HomeKit unterstützen als auch Amazons Alexa und den Google Assistant. Außerdem soll das Modell „Fyrtur“ ein kleineres und leichteres Rollo sein, „Kadrilj“ ein größeres und schwereres.

Infos zum Preis gibt es bisher noch nicht, genau das könnte aber das wichtigste Verkaufsargument für Ikea werden: Aktuell gibt es elektrische Jalousien im Fachhandel in der Regel ab 300 Euro aufwärts – ein Preis, der für Ikeas Ansprüche wahrscheinlich zu hoch ist. Denkbar also, dass die Schweden den Preis deutlich unter den der Konkurrenz drücken werden.

TECHBOOK meint

„Bietet Ikea die smarten Jalousien zu günstigen Preisen an, könnte das der ganzen Branche mächtig Druck machen und nicht nur für deutliche Preisstürze sorgen, sondern auch das Thema Smart Home weiter in den Massenmarkt treiben – gut so! Das kann allerdings nur klappen, wenn die Qualität am Ende auch stimmt. Niemand will morgens mit quietschenden und knarzenden Rollos aus dem Bett geworfen werden“ – Steven Plöger, Redaktionsleiter

Umsatz mit Smart Home wächst

Mit den smarten Jalousien steigt Ikea immer weiter in den wachsenden Smart-Home-Markt ein. Einer Prognose von Statista nach wird der Umsatz mit vernetzten Produkten für Unternehmen in den nächsten Jahren deutlich steigen.


Foto: Statista

Den größten Anteil daran werden smarte Haushaltsgeräte haben, gefolgt von vernetzten Geräten wie etwa Jalousien. Auch das Thema Sicherheit im Haus nimmt zu.

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