XXL-Test

Das ist das beste Smartphone unter 250 Euro!

Unser Testfeld mit Smartphones von Honor, Sony, Samsung, Nokia und Motorola.
Foto: TECHBOOK

Bei Smartphones müssen es nicht immer die Top-Modelle sein – denn die sind häufig nicht nur wahnsinnig teuer, sondern haben der günstigeren Konkurrenz gar nicht so viel voraus! TECHBOOK hat fünf Smartphones von Samsung, Motorola, Nokia, Honor und Sony bis 250 Euro getestet und zeigt, wie viel Smartphone man wirklich für das Geld bekommt.


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TECHBOOK hat fünf Smartphones von fünf Herstellern getestet, die alle aktuell jeweils 250 Euro oder weniger kosten – auch wenn die UVPs der Hersteller bei Markteinführung höher waren.

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Motorola G5s

Man muss es Motorola lassen: Dem G5s sieht man nicht an, dass es preislich eher aus der Mittelklasse stammt: Das Gehäuse aus Metall wirkt hochwertig und liegt gut in der Hand – hier gibt’s kein Plastik. Und auch sonst fallen die Abstriche bei diesem Smartphone im Vergleich zur High-End-Konkurrenz nicht so groß aus, wie man er vielleicht erwarten würde.

Motorola G5s
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Neben der wertigen Verarbeitung überzeugt auch die flotte Arbeitsgeschwindigkeit und eine solide Kamera, der zwar bei schlechten Lichtverhältnissen ihre Grenzen aufgezeigt werden, die aber zumindest bei Tageslicht überzeugen konnte.

Besonders gefallen hat das vorinstallierte Android: Hier verzichtet Motorola darauf, das Smartphone mit unnützer Software vollzuladen und liefert ein Android nahezu ohne vorinstallierte Programme (Bloatware). So kennt man es eigentlich nur von Googles Pixel-Smartphones. Zwar wird das G5s noch mit Android 7 ausgeliefert, Motorola verspricht aber auch hier Besserung: Das Update auf Android 8 Oreo soll auch für das G5s kommen.

Motorola G5s
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Das G5s ist ein echter Allrounder, kann von allem etwas und reicht dabei zwar nicht an die Konkurrenz wie Google Pixel 2 oder Samsung Galaxy S8 heran, kostet dagegen aber auch nur einen Bruchteil des Preises mit rund 230 Euro. Gerade für Android-Puristen ist das G5s eine gute Option.

Nokia 5

Schon beeindruckend, was man für aktuell rund 190 Euro bereits bekommt: Das Nokia 5 liegt toll in der Hand, ist wertig verarbeitet und bietet ein Display mit einer Diagonalen von 5,2 Zoll. Der Ersteindruck stimmt.

Nokia 5
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Doch irgendwo musste Nokia bei diesem Preis sparen, und das offenbart sich recht schnell: Die Hauptkamera ist nur mittelmäßig, während die Frontkamera doch arg wenig Details auflöst und im Test nicht überzeugen konnte. So macht das fotografieren keinen Spaß!

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Das große Display löst zwar in HD auf, aber nur in der „kleinen“ HD-Auflösung von 720 x 1280 Pixeln – scharf ist das Display dennoch. Auch am Prozessor merkt man die Abstriche: Das Scrollen durch Facebook oder Twitter ist nicht ganz so flüssig wie man es sich wünschen würde und auch bei der Navigation durch Android merkt man, dass sich das Nokia 5 ab und zu eine kleine Denksekunde erlaubt. Dazu kommt der knapp bemessene Speicher: 16 Gigabyte (GB) hat das Nokia verbaut, allein 7 Gigabyte beansprucht das System. Dafür ist aber ein Slot für eine Micro-SD-Karte vorhanden.

Nokia 5
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Seine Stärken spielt das Nokia 5 bei der Software aus: Hier findet man ein Android nahezu frei von Bloatware und unerwünschten Anpassungen. Nokia setzt auf reines Android und hat sogar den Google Assistent an Bord – für Puristen perfekt. Außerdem gibt es eine Version mit Dual-SIM-Slot für zwei SIM-Karten.

Gerade in Sachen Optik und Haptik macht Nokia vieles richtig – kann aber nicht verbergen, dass bei der Ausstattung Abstriche gemacht werden müssen. Wer mit ein paar Rucklern leben kann und nicht viel wert auf eine gute Kamera legt, kann sich das Nokia 5 näher anschauen – gerade gegenüber dem Honor 6C Pro verliert das Nokia aber im Preis-Leistungs-Vergleich.

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Honor 6C Pro

Im Grunde ist das 6C Pro von Honor ein solides Telefon, das in seiner Preisklasse von knapp unter 200 Euro gerade auf Seiten der Hardware vielversprechend ist: Die Verarbeitung ist hochwertig und das Telefon liegt gut in der Hand. Die abgerundeten Ecken und Aussparungen für die Lautsprecher am unteren Rand erinnern sogar angenehm an ein iPhone. Dazu bekommt man ein 5,2 Zoll großes Display, 3 GB Arbeitsspeicher und 32 GB Festspeicher – tolle Ausstattung.

Honor 6C Pro
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Negativ fiel hingegen die installierte Version von Android auf. Unter der Haube werkelt beim 6C Pro Android 7.0 – doch mit einem Überzug von Honor, der sich EMUI nennt.

EMUI ändert das Design von Android, fügt aber auch eine Reihe von Funktionen und Apps hinzu, durch die sich das Smartphone schnell überladen anfühlt – weniger wäre da mehr gewesen. Zum Beispiel bietet die für Schnappschüsse bei Tageslicht taugliche Kamera neben den normalen Funktionen wie Foto, Panorama und Video noch einen „Verschönern“-Modus, der in einstellbarer Intensität einen Weichzeichner über Selfies legt. Das Ergebnis sieht allerdings in den meisten Fällen sehr künstlich aus. Wer sich für das 6C Pro entscheidet, der muss auch mit zahlreicher Bloatware auskommen – ein pures Android wäre besser gewesen.

Honor 6C Pro
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Auch schade: Die Lautsprecher des Honor 6C Pro klingen blechern und verlieren bei hoher Lautstärke stark an Klarheit und Definition – wer mit dem Smartphone YouTube oder Netflix gucken möchte, greift besser zu Kopfhörer.

Die Hauptkritikpunkte am Honor 6C Pro sind also nicht zu schwache Hardware oder schlechte Verarbeitung: Es ist der EMUI-Überzug für Android 7, durch den das ansonsten solide Telefon einen Beigeschmack bekommt. Dennoch: Mit rund 180 Euro bietet Honor ein insgesamt gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Sony Xperia XA1

Sony schafft mit dem Xperia XA1 etwas, dass den anderen Smartphones in diesem Testfeld kaum gelingt: Es sticht heraus. Nicht nur der kantige Look mit dem kreisrunden Aluminium-Knopf und der flach ins Gehäuse eingelassenen Kamera überzeugt, sondern auch der Formfaktor: Das Xperia XA1 ist ein sehr schlankes Telefon, da es links und rechts vom Display fast keine Ränder gibt – sehr schick!

Sony Xperia XA1
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Zusätzlich lockt Sony mit der Kamera: Satte 23 Megapixel löst diese auf und am Smartphone befindet sich ein zusätzlicher Knopf mit zwei Druckstufen, mit der sich die Kamera wie bei einer großen Spiegelreflex zunächst fokussieren lässt und dann mit dem zweiten Druckpunkt auslöst. Leider waren die Aufnahmen etwas unscharf – die Kamera ist durchschnittlich.

Aber nicht nur mit dem Formfaktor überrascht Sony  – sondern auch mit fehlenden Sensoren: Am Gehäuse findet sich kein Fingerabdruck-Sensor, das XA1 wird klassisch mit einem Code entsperrt. Eine merkwürdige Entscheidung, schließlich ist der Fingerabdruck-Sensor inzwischen fast Standard und auch in günstigeren Smartphones verbaut.

Sony Xperia XA1
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Das größte Problem in unserem Test: Das Testgeräte stürzte innerhalb von einem Tag gleich zweimal ab und hing sich in einer Schleife fest, die sich nur durch einen Neustart per spezieller Tastenkombination lösen lies. Beide Male passierte dies beim Verwenden der Kamera-App.

Es hätte so gut sein können: Das Sony Xperia XA1 überzeugt mit zügiger Arbeitsgeschwindigkeit und tollem Design, und auch auf den Fingerabdruck-Sensor könnte man notfalls verzichten. Durch die mehrfachen Abstürze des Gerätes können wir allerdings keine klare Empfehlung aussprechen.

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Samsung Galaxy A3 (2017)

Hält man das Samsung Galaxy A3 in der Version von 2017 in der Hand, dann könnte man meinen, Samsung hätte einfach das S7 geschrumpft – und das scheint auch tatsächlich der Gedanke hinter diesem Smartphone zu sein: Das A3 hat viele Funktionen an Bord, die man sonst eher aus dem höherpreisigen Segment erwartet.

Samsung Galaxy A3 (2017)
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Hervorzuheben sind da etwa das AMOLED-Display, das zwar mit einer Auflösung von 720 x 1280 keine Bäume ausreißt, aber dank toller Display-Technik ein sogenanntes Always-On-Display erlaubt – so kann das A3 dauerhaft Dinge wie die Uhrzeit und Hinweise auf Benachrichtigungen anzeigen, ohne zu sehr den Akku zu belasten. Außerdem toll: Das Galaxy A3 ist IP68 zertifiziert und ist somit gegen Staub und Wasser abgedichtet.

Für diese Features müssen allerdings Abstriche in anderen Bereichen gemacht werden: Zum Beispiel wird das A3 nur mit einem einbauten Festspeicher von mageren 16 GB ausgeliefert – eine Micro-SD-Karte sollte also direkt im Laden mitgenommen werden. Außerdem ist das Display kleiner als bei der Konkurrenz und misst nur eine Diagonale von 4,7 Zoll. Ob das aber ein Nachteil oder vielleicht sogar ein Vorteil ist, sollte jeder selbst entscheiden.

Samsung Galaxy A3 (2017)
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Ansonsten liefert Samsung mit dem A3 ein typisches Samsung-Paket inklusive der hauseigenen TouchWiz-Oberfläche mit einigen vorinstallieren Apps und Android 7.0 als Grundlage. Mit seinem aktuellen Preis, der je nach Händler zwischen rund 210 bis 250 Euro rangiert, bietet es unterm Strich tolle Leistung fürs Geld.

Fazit

Geht man mit einem Budget von 250 Euro auf Smartphone-Jagd, dann bekommt man bereits jede Menge Handy für das Geld – und Geräte, die für die meisten Anwender völlig ausreichend sind. Abstriche im Vergleich zu Top-Modellen müssen zwar gemacht werden, doch dafür zahlt man auch nur einen Bruchteil des Preises.


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Für welches Gerät man sich am Ende entscheidet, hängt dann auch von den persönlichen Präferenzen ab: Das Samsung punktet mit Always-On-Display und Abdichtung gegen Wasser und Staub. Sieht man von gelegentlichen Abstürzen im Test ab (die natürlich nicht bei jedem Gerät auftauchen müssen), liefert das Xperia XA1 einen aufregenden Formfaktor und das Nokia bietet pures Android ohne Schnickschnack für unter 200 Euro.

Uns hat allerdings das Motorola G5s am besten gefallen: Mit aktuell gut 230 Euro ist es zwar das teuerste Smartphone in diesem Test, dafür liefert es aber auch das rundeste Paket aus schnellem Android, Full-HD-Display und toller Verarbeitung.