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Sammelklage möglich

Mangelnde Produktqualität bei Google? Beschwerden häufen sich

Nutzer von Google-Home-Geräten weltweit berichten vermehrt von Problemen
Nutzer von Google-Home-Geräten weltweit berichten vermehrt von Problemen Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

30. Juli 2025, 16:32 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Immer mehr Nutzer von Google-Home-Geräten berichten über Funktionsstörungen. So sollen Sprachbefehle falsch ausgeführt werden und Routinen scheitern. Eine US-Kanzlei prüft offenbar bereits eine Sammelklage. Google hat sich inzwischen zu den Vorwürfen geäußert.

Damit ein smartes Zuhause funktioniert, müssen Geräte und Software nahtlos ineinandergreifen und fehlerfrei funktionieren. Doch ausgerechnet beim Smart Home von Google kommt es derzeit vermehrt zu Beschwerden, wie das US-Portal „TechRadar“ berichtet. Besonders betroffen von den aktuellen Problemen sollen demnach Lichtsteuerungen, aber auch Ventilatoren, Lautsprecher und andere Smart-Home-Geräte sein. In diversen Foren machen Nutzer weltweit ihrem Unmut Luft.

Einige von ihnen berichten beispielsweise, dass die „Movie Time“-Routine statt wie vorgesehen das Licht zu dimmen plötzlich Kinoprogramme vorliest. Ein anderer Nutzer schildert, dass sein Ventilator nicht ausgeschaltet, sondern stattdessen das gesamte Licht im Haus deaktiviert wurde. Laut einem Beitrag auf „Reddit“ funktioniert das System bei manchen nur noch in rund 25 Prozent der Fälle fehlerfrei. Google bestätigte zwar das Problem und kündigte eine Lösung an, doch auch Tage später besteht die Störung weiterhin.

Verdacht auf geplante Obsoleszenz

Aufgrund der vermehrten Fehler und der Zögerung Googles, diese zu beheben, spekulieren einige Nutzer sogar darüber, dass das Unternehmen die Leistungsfähigkeit bestehender Geräte absichtlich reduzieren könnte, um den Absatz neuer Produkte mit verbesserter KI-Funktionalität zu fördern. Die Spekulationen werden dadurch befeuert, dass die Probleme zeitgleich mit Googles Fokus auf die neue KI-Plattform Gemini auftraten.

Bestätigen lassen sich diese Annahmen jedoch nicht. In der Vergangenheit hat Google jedoch für Aufsehen gesorgt, als man bestimmte Produktkategorien plötzlich und nahezu ohne Ankündigung eingestellt hat. Davon betroffen war unter anderem der Rauchmelder Nest Protect im März. Auch neue Sicherheitskameras erschienen zuletzt 2021, was nicht dafür spricht, dass sich Google auf diesen Bereich fokussiert. Einige Geräte, wie etwa das aktuelle Nest-Thermostat, sind nur in den USA erhältlich. Andere, vor allem ältere Reihen, verlieren zunehmend ihre Funktionen und werden kaum noch supportet.

Lesen Sie auch: Google entfernt weitere Assistant-Funktionen aus Android

US-Kanzlei ermittelt wegen möglicher Vertragsverletzungen

Die zunehmenden Funktionsprobleme mit Google Home haben mittlerweile auch Rechtsexperten in den USA auf den Plan gerufen. Die Kanzlei Kaplan Gore hat dort eine Untersuchung wegen möglicher Vertragsverletzungen durch Google eingeleitet und prüft eine Sammelklage. Der Vorwurf: Google würde zugesicherte Dienste nicht erbringen und bestehende Probleme nicht nur ignorieren, sondern sogar verschärfen. Betroffene Nutzer werden daher gebeten, ihre Erfahrungen zu schildern, um mögliche rechtliche Schritte vorzubereiten.

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Google entschuldigt sich auf X

Die vermehrten Berichte zum eigenen Home-System blieben Google nicht verborgen. Vor wenigen Tagen meldete sich sogar Anish Kattukaran, Chief Product Officer für Google Home und Nest, auf X zu Wort und entschuldigte sich öffentlich bei den Nutzern. Er versprach zudem signifikante Verbesserungen im Herbst 2025. Ob dies reicht, um das Vertrauen zurückzugewinnen, bleibt jedoch fraglich.

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TECHBOOK hat bei Google angefragt und um ein Statement gebeten. Eine Antwort liegt uns aktuell jedoch nicht vor.

Probleme auch mit Smartphones

Auch abseits von Google Home hat der Konzern gerade mit weniger guter Presse zu kämpfen. So brachte das Unternehmen gerade erst ein Update für seine Pixel-A-Reihe heraus, das die Smartphones nahezu unbrauchbar macht. Auch in der Redaktion haben wir einen solchen Fall mit dem Pixel 6a erlebt. Der Konzern scheint sich des Problems bewusst zu sein und bietet Ausgleichszahlungen für den Kauf neuer Geräte an.

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