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Update-Schock

Neues Akku-Tool von Google schränkt ältere Pixel-Smartphones drastisch ein

google pixel 6a
Google zwingt Pixel-6a-Besitzern ein Update auf, das Akku-Probleme verursacht Foto: Google
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Adrian Mühlroth
Mats Pache,

21. Juli 2025, 12:49 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Google hat ein umstrittenes Update für Pixel-Geräte eingeführt, das durch die Battery Health Assistance (BHA) die Akkuleistung einschränkt. Es kann dazu führen, dass Smartphones ohne Akkutausch unbrauchbar werden.

Anfang 2025 hat Google mit einem überraschenden Update für das Pixel 4a eine Reihe eigentlich funktionstüchtiger Geräte unbrauchbar gemacht. Jetzt sind weitere Pixel-Modelle von einem per Update ausgeliefertes Akku-Tool betroffen, das vor allem älteren Geräten zusetzt.

Akku-App für Pixel-Geräte ist eine gute Idee, aber schlecht umgesetzt

Google spielt derzeit per Update eine neue Funktion auf Pixel-Smartphones auf, die dem Akku-Verschleiß gegensteuern soll. Das Tool namens „Battery Health Assistance“ (BHA) bringt massive Einschränkungen für Nutzer mit sich. Die Batterie-Verwaltung kann schlimmstenfalls dazu führen, dass die Geräte ohne Akkutausch immer schlechter funktionieren.

Die Aufgabe der BHA ist prinzipiell sinnvoll: Das Feature bewertet den Gesundheitszustand der Batterie und passt grundlegende Systemeinstellungen an, wenn es erhöhten Verschleiß entdeckt. Diese Maßnahmen sollen die Lebensdauer des Geräts verlängern und den Akku vor Schaden schützen. Die Einstellungen, die die BHA allerdings vornimmt, gehen zulasten der Nutzungsdauer. Denn sie sehen vor, das Akkuvolumen und die Ladegeschwindigkeit zu reduzieren. Mit anderen Worten: Das Handy benötigt länger, bis es wieder voll ist, und hält immer kürzer durch.

Ohne Akkutausch geht nichts mehr

Betroffene Pixel-Nutzer können sich nicht gegen diese Vorgehensweise des neuen Akku-Tools wehren – es handelt sich um ein Zwangsupdate, und die Funktion lässt sich ohne einen Akkutausch durch einen Fachmann nicht an- oder ausschalten. Das wird aus Beschreibungstext sehr deutlich: „Die Batteriezustandsüberwachung kann erst geändert werden, wenn die Batterie ersetzt wird.“

Wie eingangs erwähnt, erinnert die Vorgehensweise an das Update, das Google im Januar 2025 für das Pixel 4a auslieferte. Danach häuften sich Beschwerden über bislang tadellos laufende Smartphones, die nach der Aktualisierung zu Elektroschrott degradiert wurden. Denn das Update verkürzte die Akkulaufzeit deutlich und kappt die Ladegeschwindigkeit, um die Batteriezellen zu schonen.

Google begründet das Vorgehen damit, dass Lithium-Ionen-Akkus Verschleißteile sind, deren Performance mit der Zeit abnimmt. Der Internetgigant bot für das Pixel 4a einen kostenfreien Akkutausch an. Der Wechsel fand aber nur statt, solange der Akkuvorrat reichte – wer zu spät kam, hatte Pech und konnte sich zwischen einer Entschädigung und einem Rabatt im Google-Shop entscheiden.

Lesen Sie auch: Akku-Kalibrierung macht das Smartphone deutlich ausdauernder

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Pixel 6a und neuer erhalten ebenfalls Akku-Tool

Google bringt die BHA per Update auch auf Pixel 6a und neuer, das in bestimmten Fällen jedoch zu starken Einschränkungen bei der Nutzung führen kann. Für betroffene Pixel-6a-Nutzer bietet das Unternehmen wieder den Austausch des Akkus oder eine Entschädigung. Ab 21. Juli 2025 können sie den Akku ihres Geräts einmalig kostenlos austauschen lassen. Alternativ stellt Google einen Rabattcode in Höhe von 150 US-Dollar für den Kauf eines neuen Smartphones im hauseigenen Google Store bereit. Wer keine der beiden Optionen nutzen möchte, kann eine Entschädigung in Höhe von 100 USD erhalten.

Akku-Tool lässt sich nicht entfernen

Leider bleibt den Nutzern kaum ein Ausweg, wenn die BHA installiert ist. Denn einmal auf dem Smartphone ist das Tool kaum vom System zu verbannen. Unter normalen Umständen gibt es unter Android zwar die Möglichkeit, per Firmware-Update eine frühere Systemversion einzuspielen und somit schädliche Veränderungen rückgängig zu machen. Google hat diesen Weg jedoch schon versperrt, wie dem Online-Magazin „DroidLife“ aufgefallen ist. Frühere Firmware-Versionen sind demnach aus den offiziellen Quellen verschwunden.

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