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Batterie schnell leer?

Akku-Kalibrierung macht das Smartphone deutlich ausdauernder

Wenn der Akku schnell schlapp macht, kann es helfen, ihn zu kalibrieren
Wenn der Akku schnell schlapp macht, kann es helfen, ihn zu kalibrieren Foto: picture alliance / Frank May | Frank May
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

10. März 2026, 11:19 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Zeigt der Smartphone-Akku falsche Ladestände an oder schaltet sich plötzlich aus? Dann kann eine Kalibrierung helfen. Durch häufiges Auf- und Entladen verliert der Akku mit der Zeit an Präzision, sodass die Anzeige nicht mehr den tatsächlichen Ladestand widerspiegelt. Wir erklären, wie man den Akku richtig kalibriert – und wann man es besser lassen sollte.

Manche kennen es: Der Handyakku wurde gerade erst geladen, da ist ein Großteil des Ladestandes schon wieder verschwunden. Man kann fast dabei zusehen, wie die Prozente auf der Ladestandsanzeige immer mehr schrumpfen. In der Folge hält das Smartphone über Nacht kaum noch durch. Das muss aber nicht bedeuten, dass der Akku des Smartphones defekt ist. Vielmehr liegt es oft an einer fehlerhaften Anzeige. Den Akku zu kalibrieren, kann in diesem Fall helfen. Doch Vorsicht: Eine unnötige Kalibrierung kann die Lebensdauer des Akkus verkürzen.

Was eine Akku-Kalibrierung bringt

Der Akku ist das Herzstück eines jeden Smartphones, doch mit der Zeit kann seine Anzeige ungenau werden. Ein plötzlicher Shutdown trotz vermeintlich ausreichender Restladung oder eine inkorrekte Anzeige sind Anzeichen dafür, dass eine Kalibrierung nötig sein könnte. Denn Lithium-Ionen-Akkus nutzen sich mit der Zeit ab. Da die Software des Smartphones den Ladestand nicht direkt messen kann, sondern nur durch Ladevorgänge „lernt“, kann es passieren, dass die Anzeige nicht mehr exakt den tatsächlichen Ladezustand widerspiegelt. Dies kann dazu führen, dass sich das Smartphone unerwartet ausschaltet, obwohl die Anzeige noch eine Restladung zeigt.

Ist der Akku vollständig entladen, meldet der Chip 0 Prozent an das Betriebssystem. Wird der Akku komplett geladen, zeigt er 100 Prozent an. Auf diese Weise lernt der Chip, wie groß die maximale Akkukapazität ist. Doch durch häufige Teilaufladungen – also wenn der Akku nie ganz voll oder leer ist – kann der Chip nicht mehr exakt bestimmen, wie viel Energie noch gespeichert ist. Er verliert gewissermaßen den Überblick. Dadurch kommt es vor, dass die Anzeige beispielsweise noch 10 Prozent Akkuladung zeigt, das Smartphone sich jedoch plötzlich ausschaltet.

Durch eine Kalibrierung kann der Akku-Controller den tatsächlichen Ladezustand besser einschätzen, sodass die Anzeige wieder genaue Werte liefert.

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Akku kalibrieren: So geht’s

Die Kalibrierung des Smartphone-Akkus ist relativ einfach. Außer einem Ladeteil und dem Handy benötigt man kein weiteres Zubehör. Und so geht man vor:

  1. Akku vollständig aufladen: Damit die integrierte Smartphone-Batterieverwaltung die Akkukapazität neu lernen kann, benötigt sie den Datenpunkt einer vollen Ladung vor der Kalibrierung.
  2. Akku vollständig entladen: Nutze Dein Smartphone, bis es sich von selbst abschaltet. Falls es sich danach noch einmal einschalten lässt, wiederhole diesen Schritt, bis es gar nicht mehr startet.
  3. Smartphone ausgeschaltet aufladen: Verbinde Dein Gerät mit dem Ladegerät und lasse es vollständig aufladen, bis die Anzeige 100 Prozent erreicht. Ziehe es erst dann vom Netz.
  4. Neustart und Kontrolle: Entferne das Ladekabel und starte das Smartphone neu. Falls die Anzeige nicht 100 Prozent zeigt, stecke es erneut an und lade es komplett auf.
  5. Finaler Neustart: Trenne das Gerät wieder vom Netz und starte es ein letztes Mal neu. Danach sollte die Akkuanzeige wieder mit der tatsächlichen Kapazität übereinstimmen.

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Wann sollte man den Akku nicht kalibrieren?

Man sollte einen Akku nur kalibrieren, wenn tatsächlich eine fehlerhafte Anzeige des Ladestandes vorliegt. Ein wiederholtes, vollständiges Entladen des Akkus kann dessen Lebensdauer verringern. Wer regelmäßig den Akku bis auf null Prozent entlädt, riskiert, dass die maximale Kapazität des Akkus langfristig sinkt.

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