Besseres Netz

So stark ist der neue WLAN-Verstärker AVM FritzRepeater 3000

AVM FritzRepeater 3000
Der FritzRepeater 3000 passt sich beim Design an die neuen Fritzboxen an
Foto: AVM

Pünktlich zum Auftakt der IFA 2018 stellt Fritzbox-Hersteller AVM einen neuen WLAN-Verstärker vor: Den FritzRepeater 3000, der sich von der Arbeitsweise und der Bauart stark von seinen Vorgängern unterscheidet. TECHBOOK zeigt, was er kann.

Wer schlechtes WLAN in einigen Räumen der Wohnung hat, sollte zu einem WLAN-Repeater (auch WLAN-Verstärker genannt) greifen: Üblicherweise passen die kleinen Geräte in die Steckdose, dort nehmen sie das Signal des Routers auf und wiederholen es (engl. „repeat“). So wird das Funknetz erweitert und selbst in den hinteren Ecken des Raumes kommt das WLAN-Signal an. Das Problem: Die Datenrate wird halbiert, da sich Router und Repeater das WLAN-Netz aufteilen.

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Drei WLAN-Module für stabiles Netz

Der neue FritzRepeater 3000 soll dieses Problem umgehen: Er kommt erstmals mit drei WLAN-Funkmodulen, eines davon ist nur zuständig für die Kommunikation zwischen Router und einem oder mehreren Repeatern. Die anderen beiden Module für die Frequenzbänder 5 Gigahertz (GHz) und 2,4 GHz kümmern sich ausschließlich um die WLAN-Versorgung von Laptop, Smartphone oder PlayStation. Das soll für einen deutlich höheren Datendurchsatz als bei anderen Repeatern und damit auch für noch stabileres und schnelleres WLAN im ganzen Haus sorgen. Besonders deutlich soll sich der Effekt bei mehreren Geräten etwa in größeren Häusern zeigen: Der Router und die Repeater werden zu einem sogenannten Mesh-Netzwerk (was das genau ist, klärt dieser Artikel) zusammengefasst und arbeiten auf Basis von AVMs Betriebssystem FritzOS 7 besonders effektiv zusammen.

Keine Steckdose mehr

Ungewöhnlich ist das Design: Der FritzRepeater 3000 kommt nicht wie üblich als übergroße Steckdose, sondern als kleine Standbox, die separat ans Stromnetz angeschlossen wird. Zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse sind ebenfalls an Bord. Der WLAN-Verstärker soll laut AVM Ende des Jahres zum Preis von 129 Euro auf den Markt kommen.

TECHBOOK meint

„Drei WLAN-Module versprechen ein deutlich besseres WLAN-Netz als mit herkömmlichen Repeatern. Aber: Der FritzRepeater 3000 lohnt sich in erster Linie für große Häuser und Wohnungen mit vielen Räumen, der Mesh-Effekt entfaltet seine Power erst bei mehreren Repeatern im Verbund. Allen anderen reicht wahrscheinlich auch ein herkömmlicher Repeater – der ist deutlich günstiger. “ – Steven Plöger, Redaktionsleiter