9. März 2026, 13:05 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Apple hat vergangene Woche neue Geräte wie das iPhone 17e, neue MacBooks und ein iPad Air vorgestellt. Doch mit dem Generationswechsel verschwinden gleichzeitig 15 bisherige Produkte aus dem offiziellen Store. Darunter sind nicht nur ältere Modelle, sondern auch Hardware aus dem Jahr 2025.
Anfang März hat Apple sein Hardware-Portfolio umfassend erneuert. Neben dem iPhone 17e hat das Unternehmen auch neue MacBook-Modelle mit M5-Chip, ein neues iPad Air, ein überarbeitetes Studio Display XDR sowie das günstige MacBook Neo mit iPhone-Chip präsentiert. Einige der neuen Modelle konnten wir sogar schon näher begutachten.
Wie immer nach derartigen Neuvorstellungen räumt Apple seinen Store im Anschluss auf und trennt sich von älteren Geräten. Insgesamt 15 Produkte hat der Konzern entfernt, wobei es sich bei einigen lediglich um unterschiedliche Größenoptionen handelt.
Neue Generation kommt, altes Sortiment weicht
Nach Informationen von „MacRumors“ umfasst die Liste der gestrichenen Produkte Geräte aus unterschiedlichen Kategorien und Jahrgängen. Auffällig ist, dass mehrere Modelle aus dem Jahr 2025 bereits wieder aus dem Programm genommen werden.
Nicht mehr erhältlich sind demnach:
- iPhone 16e mit A18-Chip (2025)
- iPad Air 11 Zoll und 13 Zoll mit M3-Chip (2025)
- MacBook Air 13 Zoll und 15 Zoll mit M4-Chip (2025)
- MacBook Pro 13 Zoll mit M4 und 512 GB Speicher (2025)
- MacBook Pro 14 Zoll und 16 Zoll mit M4 Pro sowie M4 Max Chips (2024)
- Mac Studio mit M3 Ultra und 512 GB RAM (2025)
- Studio Display mit A13 Bionic (2022)
- Pro Display XDR (2019)
- Pro Stand für Pro Display XDR (2019)
- VESA Mount Adapter für Pro Display XDR (2019)
Bereits im vergangenen September hat Apple auch den Vertrieb des iPhone 16 Pro und des iPhone 16 Pro Max eingestellt.
Damit endet unter anderem die offizielle Laufbahn des Pro Display XDR, das seit 2019 angeboten wurde. Nach sieben Jahren wird der High-End-Monitor aus dem Sortiment genommen. Auch das Zubehör verschwindet. Der Pro Stand hatte bei seiner Einführung mit einem Preis von 999 US-Dollar beziehungsweise 1099 Euro in Deutschland für Diskussionen gesorgt. Nun wird er ebenso wie der magnetische VESA-Adapter nicht mehr gelistet.
Diesen älteren Geräten gegenüber stehen jedoch auch neuere Modelle, allen voran diverse MacBooks, das iPad Air sowie das iPhone 16e aus dem Vorjahr. Dass Apple hier den Rotstift ansetzt, scheint zunächst zwar etwas früh, ist aber rückblickend auf die Jahre zuvor kein Einzelfall.
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Apples Produktstrategie
Denn mit seinem Vorgehen folgt Apple einer klaren Linie. Das Unternehmen versteht sein Angebot als bewusst kuratiertes Portfolio. Zu viele parallel verfügbare Modelle würden die Auswahl für Kunden unübersichtlich machen. Durch die Streichung älterer Geräte bleibt das Sortiment schlank, und Apple kann den Fokus gezielt auf neue Technologien und Funktionen lenken.
Zudem spielt die Preisstruktur eine Rolle. Das Unternehmen arbeitet mit klar definierten Preispunkten. Wird eine neue Generation eingeführt, rückt in der Regel das direkte Vorgängermodell nach unten. Geräte, die zwei oder mehr Generationen alt sind, passen häufig nicht mehr in diese Struktur. Ein Verbleib im Store könnte größere Preisabstände innerhalb einer Produktlinie schaffen oder die Gewinnspanne verringern. Das Entfernen schützt somit Preisstabilität und Profitabilität.
Auch produktionstechnische Aspekte sind entscheidend. Bauteile werden nicht unbegrenzt gefertigt, Lieferketten angepasst und Produktionslinien umgestellt. Die Fertigung älterer Modelle in kleineren Stückzahlen gilt als wirtschaftlich wenig attraktiv. Stattdessen konzentriert sich Apple auf aktuelle Generationen mit höherer Nachfrage und effizienteren Prozessen.
Nicht zuletzt ist es eine Frage des Markenauftritts. Apple positioniert sich als Innovationsführer. Ein Store mit zahlreichen älteren Geräten würde diesem Anspruch widersprechen. Vollständig vom Markt verschwinden die Produkte jedoch nicht. Viele bleiben über Händler, Mobilfunkanbieter oder im hauseigenen Refurbished-Store erhältlich.