OpenAI überrascht mit neuem KI-Tastenpad für den Schreibtisch
Das Codex Micro besitzt mehr als eine Taste Foto: Getty Images
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Mats Pache
26. Juli 2026, 11:06 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Bislang war OpenAI vor allem für seine KI-Software bekannt. Mit ChatGPT hat das Unternehmen den Markt für generative KI maßgeblich geprägt. Jetzt wagt sich die Firma erstmals in den Hardware-Bereich. Das erste Produkt ist allerdings kein Smartphone, kein Smart Speaker und auch keine Datenbrille. Stattdessen handelt es sich um ein kompaktes Eingabegerät für den Schreibtisch.
Gemeinsam mit dem Zubehörhersteller Work Louder hat OpenAI das Codex Micro vorgestellt. Das kleine Tastenpad wurde speziell für die Nutzung von KI-Agenten entwickelt und soll häufig genutzte Befehle per Knopfdruck zugänglich machen.
KI-Befehle auf physischen Tasten
Das Codex Micro funktioniert ähnlich wie ein klassisches Makropad. Nutzer können bestimmte Funktionen auf einzelne Tasten legen und dadurch wiederkehrende Aufgaben deutlich schneller ausführen. So lassen sich etwa KI-Agenten starten, Antworten bestätigen, Änderungen verwerfen oder zwischen verschiedenen Modellen wechseln.
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Insgesamt stehen 13 mechanische Tasten zur Verfügung. Über eine zusätzliche Umschaltfunktion können mehrere Ebenen mit weiteren Kurzbefehlen genutzt werden. Damit richtet sich das Gerät vor allem an Anwender, die regelmäßig mit KI-Werkzeugen arbeiten und möglichst viele Abläufe automatisieren möchten.
Drehregler, Analog-Stick und Statusanzeigen
Neben den Tasten verfügt das Gerät über weitere Bedienelemente. Dazu gehören ein Drehregler, ein kleiner Analog-Stick und ein Touch-Sensor. Alle Eingaben lassen sich individuell belegen und an den eigenen Workflow anpassen.
Zusätzliche LED-Anzeigen informieren über den aktuellen Status. Unterschiedliche Farben zeigen beispielsweise an, ob eine Anfrage bereits abgeschlossen wurde, die KI noch arbeitet oder menschliches Eingreifen erforderlich ist. Für die Individualisierung legt der Hersteller zudem 33 austauschbare Tastenkappen bei.
Das Gehäuse besteht aus Aluminium, während die Tastenkappen aus widerstandsfähigem PBT-Kunststoff gefertigt sind. Verbunden wird das Codex Micro wahlweise per USB-C oder drahtlos über Bluetooth mit Windows-PCs und Macs.
Ganz neu ist die Technik hinter dem Gerät allerdings nicht. Das Codex Micro basiert auf dem bereits erhältlichen Creator Micro 2 von Work Louder. Auch das Design unterscheidet sich nur in Details. Die OpenAI-Version setzt vor allem auf eine weiße Farbgebung und spezielle Tastenkappen im Stil des KI-Unternehmens.
Für Interessenten dürfte vor allem der Preis spannend sein. Während das Creator Micro 2 je nach Ausstattung zwischen 145 und 175 US-Dollar kostet, verlangt OpenAI für das Codex Micro 230 US-Dollar. Damit fällt die Sonderedition deutlich teurer aus als das technisch nahezu identische Original.
Ob sich der Aufpreis lohnt, dürfte stark vom individuellen Einsatz abhängen. Wer regelmäßig mit mehreren KI-Agenten arbeitet und möglichst viele Befehle direkt über Hardware steuern möchte, könnte von dem Gerät profitieren. Für Gelegenheitsnutzer dürfte sich der Mehrwert gegenüber einer herkömmlichen Tastatur dagegen in Grenzen halten.
Mit dem Codex Micro zeigt OpenAI jedoch, dass das Unternehmen künftig nicht nur auf Software setzen möchte. Auch spezialisierte Hardware rund um KI-Anwendungen scheint zunehmend in den Fokus zu rücken.
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