Streaming-Dienste im Vergleich

So viel Datenvolumen verbrauchen Streaming-Dienste

Frau sitzt im Zug und hält ein Handy in der Hand
Wer unterwegs ein paar Lieder streamen oder ein Video schauen will, sollte dringend auf sein Datenvolumen achten. TECHBOOK verrät, welche Dienst wie viel verbraucht.
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Je nach Qualitätseinstellung verbrauchen Streaming-Dienste wie Spotify, Netflix, Amazon Video, DAZN oder Sky sehr viel Datenvolumen. TECHBOOK zeigt, wer wie viel saugt – und wie Sie die Einstellungen anpassen.

Unterwegs Musik hören oder Filme schauen gehört heute zum Alltag dazu. So praktisch Netflix, Spotify oder Amazon Prime auch sind – sie saugen das Datenvolumen am Smartphone ziemlich schnell leer. Wer am Monatsende nur noch wenig davon hat, sollte unbedingt die Streaming-Qualität in den Einstellungen anpassen.

Netflix

Netflix bietet in der Smartphone-App auf dem iPhone verschiedene Qualitätseinstellungen an. Beim mobilen Surfen haben Nutzer die Auswahl zwischen „Daten sparen“, „Maximaler Datenverbrauch“ oder eine Automatik an. Wie viel Datenvolumen dann aber genau verbraucht wird, erfährt der Nutzer nicht.

Hier lohnt ein Blick zu Android. Dort kann man zwischen „niedrig“, „mittel“, „hoch“ und „unbegrenzt“ wählen. Analog dazu gab der Streaming-Dienst sogar an, wie viel Datenvolumen bei den jeweiligen Optionen verbraucht wird. Wer die niedrigste wählt, kann rund vier Stunden lang Filme und Serien schauen und verbraucht dabei ein Gigabyte Datenvolumen. Bei mittlerer Qualität gibt es für ein Gigabyte nur noch zwei Stunden Video, bei hoher Qualität reicht das Gigabyte dann nur noch für eine Stunde. Wer also knappes Datenvolumen hat, sollte lieber daheim im WLAN-Netz streamen.

Die Qualität stellen Sie über das Einstellungs-Menü im Punkt Mobiler Datenverbrauch ein. Netflix bietet an, die Videoqualität automatisch zu regeln, alternativ können Sie sich die gewünschte Qualität auch selber aussuchen, was wir auch empfehlen würden. In Zeiten von schnellen LTE-Verbindungen ist es sonst nämlich sehr wahrscheinlich, dass Netflix automatisch die höchste Qualität auswählt.

Um Datenvolumen zu sparen, können Sie im Vorfeld natürlich auch Serien und Filme im WLAN auf dem Smartphone speichern. Dann brauchen Sie unterwegs weder gutes Internet, noch verbrauchen Sie Daten.

Dazn und Sky Go

Für alle Sportfans bieten Dazn und Sky ein umfangreiches Paket an Liveübertragungen an. Leider kann der Nutzer unterwegs die Datenqualität nicht regulieren – die Apps machen alles automatisch und orientieren sich an der verfügbaren Bandbreite. Vorteil der Sky-App: In den Einstellungen können Sie mit einem Schnelltest die verfügbare Bandbreite prüfen.

Bandbreitencheck in der Sky-Go-App

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Amazon Video

Amazons Videodienst hat auch eine App (die Sie allerdings nicht im Playstore oder bei iTunes finden, sondern nur bei Amazon selbst), die allerdings weitaus weniger Daten verbraucht: Eine Stunde Video verbraucht in „optimaler Qualität“ 0,46 Gigabyte. Vier Stunden würden also etwa 2 Gigabyte verbraten – das ist so viel, wie Netflix in mittlerer Qualität verbraucht. Filme in „besserer Qualität“ verbraten 0,33 Gigabyte Daten pro Stunde, Filme in „guter Qualität“ 0,27 Gigabyte. Im Datensparmodus (Data Saver) fallen nur 0,14 Gigabyte an, entsprechend schlecht ist die Qualität dann aber auch.

Wer die Qualität ändern will, klickt im App-Menü auf Einstellungen, dann auf Streaming und Download und dort auf Streaming-Qualität.

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Spotify

Auch der Musikdienst Spotify bietet mehrere Qualitätsstufen an: In normaler Qualität mit 96 Kilobit pro Sekunde (kbps) fallen für einen dreiminütigen Song etwa 2 Megabyte (MB) an. Eine Stunde Musik-Streaming verbraucht dann um die 40 MB. Wer die Songs in hoher Qualität (160 kbps) hört, verbraucht pro Lied rund 3,5 MB, also 70 MB pro Stunde. Zusätzlich bietet Spotify noch „Extreme Qualität“ mit 320 kbps an. Hier kommen Sie auf rund 5 MB pro Song, also 100 MB in der Stunde.

Wer die Qualität ändern will, klickt auch hier in die Einstellungen. Dort gibt es den Menüpunkt Soundqualität. 

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Apple Music

In seinen Anfangstagen wechselte Apple Music automatisch die Qualität: Wer mit einer WLAN-Verbindung Musik hörte, bekam seine Songs mit 256 kbps abgespielt. Wechselte der Nutzer auf das mobile Netz, drosselte Apple die Qualität automatisch herunter, um das Datenvolumen zu schonen. Das änderte sich mit dem Update auf iOS 9: Inzwischen können Nutzer selbst auswählen, ob Sie in hoher Qualität streamen. Das bedeutet Streaming mit 256 kbps, sodass pro Lied bereits zwischen 4 und 5 MB anfallen können – also 120 MB pro Stunde. Wie viel Datenverbrauch bei normaler Qualität anfällt, wollte Apple nicht verraten.

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Wer die Qualität im Menü umstellen möchte, muss zunächst in die Einstellungen, dann auf den Punkt Musik, dann auf Mobile Daten.