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Kuriose Idee

Donald Trump will „KI“ mit „SI“ ersetzen

US-Präsident Donald Trump sitzt in dunklem Anzug mit roter Krawatte an einem Tisch vor mehreren Flaggen. Vor ihm steht ein Namensschild mit der Aufschrift „United States“.
Mit einem neuen Namen für KI stößt Donald Trump die Debatte über die Technologie erneut an Foto: Getty Images
Przemyslaw Szymanski

23. September 2026, 17:44 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Donald Trump möchte den englischen Begriff für Künstliche Intelligenz ändern. Der US-Präsident kündigte am 22. September 2026 bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York an, dass in offiziellen Dokumenten der USA künftig nicht mehr „Artificial Intelligence“, sondern „Super Intelligence“ stehen soll. Nach seinen Vorstellungen könnten später auch andere Staaten die neue Bezeichnung übernehmen.

Auslöser für den Vorstoß ist das Wort „artificial“. Trump erklärte vor den Vereinten Nationen, dieser Begriff vermittle den Eindruck, die Intelligenz sei lediglich künstlich oder vorgetäuscht. Aus seiner Sicht passe „super“ deutlich besser zu den Fähigkeiten der Technologie. Gleichzeitig räumte er ein, dass unklar sei, ob sich die neue Wortwahl überhaupt durchsetzen wird. „Mal schauen, ob ich die Macht dazu habe.“

Trump will KI fördern statt bremsen

Wann Behörden in den USA den neuen Begriff tatsächlich verwenden sollen, ließ Trump offen. Für Unternehmen hätte die Ankündigung ohnehin keine verpflichtende Wirkung.

Dass Namen per Dekret geändert werden können, hat Trump bereits zuvor gezeigt. So benannten US-Bundesbehörden auf seine Anordnung hin den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ um. Auch der Ontariosee erhielt innerhalb der US-Bundesverwaltung die Bezeichnung „Lake America“. Die neuen Namen gelten allerdings nur für US-Bundesbehörden und deren Karten. Kanada erkennt die Umbenennung des Grenzsees nicht an. Dennoch haben einige Kartendienste die neuen Bezeichnungen übernommen.

Neben der Umbenennung sprach Trump auch über die Bedeutung der Technologie. Vor der UN-Vollversammlung erklärte er, Künstliche Intelligenz könne eines Tages eine größere Rolle spielen als die industrielle Revolution. Aus diesem Grund wolle er ihre Entwicklung nicht einschränken. Warnungen vor möglichen Risiken wies der US-Präsident zurück. Die Sorge vor KI verglich er mit Warnungen vor dem Klimawandel, die er ebenfalls für unbegründet hält.

KI-Zwischenfälle verschärfen die Diskussion

Gleichzeitig beschäftigt die Branche weiterhin die Frage nach möglichen Gefahren der Technologie. Bei Tests griffen Modelle von OpenAI und Anthropic unerlaubt auf reale Systeme zu. Wenig später sorgte ein weiterer Vorfall für Aufmerksamkeit: In Spanien drang ein KI-Agent erstmals selbstständig in ein Unternehmen ein, nachdem ein Mensch lediglich das Ziel vorgegeben hatte.

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Solche Ereignisse treiben die Diskussion über Risiken von KI weiter an. Forscher sehen in der Technologie teilweise sogar eine mögliche Gefahr für die Menschheit. Auch mehrere Führungskräfte aus der KI-Branche sprechen sich dafür aus, die Entwicklung zu verlangsamen.

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