17. März 2026, 15:18 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Nach fast sechs Jahren auf dem Markt bekommen Apples AirPods Max endlich einen echten Nachfolger. Die teuersten Kopfhörer des Tech-Giganten hinkten technisch schon lange den kleinen AirPods Pro und später sogar den normalen AirPods hinterher. Das neue Modell liefert nun die Pro-Features nach.
Äußerlich unterscheiden sich die AirPods Max 2 nicht von der ersten Generation – sogar die fünf verfügbaren Farben bleiben exakt gleich. Gewicht und Abmessungen sind unverändert, genau wie das Smart Case, das die Kopfhörer in den Schlafmodus versetzt. Wie das aufgefrischte Max-Modell von 2024 kommt auch die zweite Generation mit einem USB-C-Port, der verlustfreies Audio mit niedriger Latenz per Kabel ermöglicht.
Kaum Hardware-Neuerungen
Was ist also überhaupt neu? Laut Apple sitzt in den AirPods Max 2 ein spezieller Verstärker mit großem Dynamikbereich, der bereits aus den AirPods Pro 3 bekannt ist. Wie die kleinen Earbuds sollen auch die großen Over-Ear-Kopfhörer jetzt Mikrofone in „Studio“-Qualität haben, die etwa für Podcastaufnahmen geeignet sind. Für Anfänger und wenn nichts anderes verfügbar ist, könnte das eine Lösung sein. Für den professionellen Einsatz dürfte dediziertes Audioequipment dennoch bessere Ergebnisse liefern. Praktisch: Über die Digital Crown lassen sich die Max 2 wie andere AirPods-Modelle als Kameraauslöser für das iPhone nutzen.
Die größte Neuerung stellt jedoch zweifelsfrei der H2‑Chip dar, der das neue Max-Modell endlich auf das Niveau der AirPods Pro bringt. Denn der H2 war bereits in den AirPods Pro 2 verbaut und ist aktuell in AirPods Pro 3 und sogar den günstigeren AirPods 4 zu finden. Die stärkere Rechenleistung gegenüber dem H1, der in den originalen Max steckt, ermöglicht eine Bandbreite von computergestützten Audiofunktionen, die bislang den AirPods Pro vorbehalten waren.
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Neuer Chip bringt Pro-Funktionen
Mehr als Verbesserungen an Treibern, Verstärker oder Mikrofonen liegt der Fokus ganz klar auf dem neuen Chip. „Dank der unglaublichen Leistung des H2 bieten AirPods Max bis zu 1,5-mal effektiveres ANC für ein ultimatives Hörerlebnis den ganzen Tag über“, zitiert Apple den Director of Audio Product Marketing Eric Treski in einer Pressemitteilung. Auch den ohnehin marktführenden Transparenzmodus soll der H2 natürlicher klingen lassen.
Bislang wirkten die AirPods Max im Vergleich zu den AirPods Pro eher einfach gestrickt. Durch den neuen Chip bekommen die Max 2 endlich auch die intelligenten Funktionen, die selbst die vier Jahre alten AirPods Pro 2 bereits unterstützen. Adaptive Audio passt Geräuschunterdrückung und Transparenz automatisch an die Umgebung an. Konversationserkennung senkt die Lautstärke der Wiedergabe, sobald Gespräche erkannt werden.
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Die neue Live-Übersetzung, die Apple mit iOS 26 vorgestellt hat, ermöglicht Gespräche in verschiedenen Sprachen in Echtzeit. Zudem verbessert Stimmisolation die Sprachqualität bei Anrufen, indem die Stimme hervorgehoben und Hintergrundgeräusche reduziert werden.
Weitere Funktionen sind die Reduzierung von lauten Geräuschen, ohne die Klangsignatur der Wiedergabe zu verändern, sowie personalisierte Lautstärke, die sich an den Hörgewohnheiten der Nutzer ausrichtet. Der H2-Chip unterstützt zudem Siri-Interaktionen: Nutzer können durch Kopfbewegungen (Schütteln/Nicken) freihändig auf Anfragen reagieren.
Gleicher Preis wie Vorgänger
Obwohl die AirPods Max 2 erst jetzt in vielen Punkten mit den AirPods Pro 3 gleichziehen, bleibt der Preis unverändert bei 579 Euro. Wer statt In-Ear auf Over-Ear setzt, muss somit bei Apple deutlich mehr als das Doppelte dafür zahlen – die AirPods Pro 3 sind im Vergleich mit 249 Euro schon fast günstig.
Apple positioniert die AirPods Max 2 klar als Premium-Kopfhörer, noch über der Konkurrenz von Sony und Bose. Sie kosten fast so viel wie ein komplettes MacBook Neo mit Bildungsrabatt.
Der Zeitraum für die Vorbestellung startet am 25. März, die Auslieferung beginnt im darauffolgenden Monat – ein genaues Datum ist nicht bekannt.