Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Infos im Überblick

Samsung Galaxy S22 wird wohl kleiner und verzichtet auf eine erwartete Funktion

Samsung Galaxy S21+
Das Samsung Galaxy S21 bekommt im Frühjahr 2022 einen NachfolgerFoto: Getty Images

Samsung bringt seine neue Flaggschiff-Generation zwar erst im Frühjahr 2022 auf den Markt, doch schon jetzt häufen sich die Berichte über das kommende Galaxy S22. Wie wird es wohl aussehen und welche Neuerungen erwarten uns? TECHBOOK fasst hier alle aktuellen Infos zusammen.

Samsung gehört weltweit zu den beliebtesten Smartphone-Herstellern. Kein Wunder also, dass viele so gespannt auf neue Geräte warten. Das gilt insbesondere für die Galaxy-S-Reihe, die die Top-Smartphones von Samsung umfasst. Vorgestellt wird sie zumeist im Frühjahr. Das S22 könnte sogar schon im Januar erscheinen. In 2022 erwarten uns die neuesten Modelle rund um das Samsung Galaxy S22.

Es wird noch mehrere Monate dauern, bis Samsung das Galaxy S22 offiziell vorstellt. Genügend Zeit also, in der der Hersteller an den Modellen seiner neuesten Flaggschiff-Generation tüfteln kann. Als sehr wahrscheinlich gilt, dass uns wieder drei unterschiedliche Geräte erwarten – das normale Galaxy S22, ein Galaxy S22+ sowie ein Galaxy S22 Ultra. Wie die kommenden Smartphones konkret aussehen werden, lässt sich derzeit aber noch nicht mit Gewissheit sagen. Allerdings stechen schon jetzt ein paar Berichte aus der Masse hervor und wecken das Interesse.

Lesen Sie auch: Samsung Galaxy S21, S21+ und Ultra im Vergleich

Display und Design des Samsung Galaxy S22

In Sachen Displaydiagonale hat Samsung lange Zeit keine Experimente gemacht. Das Galaxy S20 und S21 haben ein 6,2 Zoll großes Display. Die Plus-Modelle Galaxy S20+ und S21+ messen 6,7 Zoll in der Diagonale und das Galaxy S21 Ultra und S21 Ultra kommen mit 6,9 bzw. 6,8 Zoll großem Display daher. Geht es nach dem Leaker „FrontTron“, der seine Follower schon häufig mit Informationen zu den kommenden Samsung-Smartphones versorgt hat, ist 2022 aber alles anders. Denn sowohl das Samsung Galaxy S22 als auch das S22+ sollen kleiner werden als bisher – aus gutem Grund.

Laut der FrontTron vorliegenden Informationen verkleinert Samsung das Display beim Galaxy S22 um immerhin 1,4 Zoll auf dann 6,06 Zoll. Das Display des Galaxy S22+ soll von 6,7 Zoll auf 6,55 Zoll schrumpfen. Vor allem das Einsteigermodell der Reihe hat so eine sehr krumme Zahl bei der Displaydiagonale, die wir so noch von keinem Smartphone kennen. Ist an dem Bericht also wirklich etwas dran?

Der Grund hinter der Entscheidung sei sehr einfach, so der Leaker. Samsung möchte den Fokus ganz klar auf sein High-End-Produkt – das Galaxy S22 Ultra – legen. Die Verkleinerung der beiden anderen Modelle würde das Ultra attraktiver für Käufer machen. Doch kann der Plan aufgehen, wo es doch immer noch eine breite Masse an Nutzern gibt, die sich vor allem ein kompaktes Smartphone wünschen?

Der Account von FrontTron existiert übrigends nicht mehr. Möglicherweise hat Samsung damit etwas zu tun, da das Unternehmen – ebenso wie Apple – verstärkt gegen Leaks zu kommenden Neuvorstellungen vorgeht.

Wohl wieder mehr Kunststoff beim Gehäuse

Die Modelle der Samsung-Galaxy-S22-Familie ordnen sich ganz klar in der Oberklasse ein. Dementsprechend sollte auch das Design ausfallen. Zumeist setzen die Hersteller bei den teuren Geräten auf hochwertige Materialien wie Glas und Metall. Doch beim Galaxy S22 wird das wohl etwas anders sein. Nur noch das größte und teuerste Modell der Reihe – das Galaxy S22 Ultra – soll Berichten zufolge ein Premium-Gehäuse aus Glas bekommen. Beim Galaxy S22 und S22+ setze Samsung demnach auf Polycarbonat, also Kunststoff.

Die Information ist insofern interessant, als dass Samsung bei den aktuellen S21-Modellen noch anders vorgegangen ist. Hier ist lediglich das Galaxy S21 aus Kunststoff gefertigt, das Plus und das Ultra kommen hingegen mit einer Glasrückseite und einem Rahmen aus Metall. Beide Materialien sorgen für eine hochwertigere Optik und Haptik, was bei Preisen von über 1000 Euro für viele Käufer zum gewünschten Standard gehört.

Im Vergleich dazu macht Polycarbonat weniger her. Es hat aber auch Vorteile. Kunststoff ist flexibler. Leichte Stürze steckt es besser weg. Noch dazu ist das Material leichter als Glas, was gerade bei großen Smartphones von Vorteil sein kann.

Die Gerüchte um das Kunststoff-Gehäuse bei zwei der drei neuen Smartphones würde zu einem älteren Bericht passen, nach dem das Galaxy S22 robuster werden soll als seine Vorgänger. Samsung hat sich in Europa die Marken „Armor Skin“, „Armor Layer“ und „Pro Shield“ eintragen lassen und verwendet den Begriff „Armor Aluminium“ beispielsweise schon beim Galaxy Z Flip 3 und Z Fold 3. Kratzer sollen die beiden Modelle durch die neue Oberfläche besser abwehren, sie sind sogar wasserfest. Auch das Gehäuse des Galaxy S22 könnte in einer neuartigen Bauart entstehen. Möglich wäre beispielsweise ein besonders robuster Rahmen und/oder ein kratzfestes Display.

Kamera unter dem Display oder doch eine Notch?

Bereits seit Längerem spekuliert die Smartphone-Gemeinschaft zudem darüber, ob wir bald neue Geräte mit einer unter dem Display platzierten Frontkamera sehen werden. Auch beim Samsung Galaxy S22 stand diese Neuerung lange Zeit im Raum. Abwegig ist der Gedanke nicht, immerhin gab es mit dem ZTE Axon 20 aus 2020 bereits ein Modell mit USC (Under-Screen-Camera) und auch Samsung selbst hat beim Galaxy Z Fold 3 eine zusätzliche Frontkamera unterm Display integriert. Mit 4 Megapixel löst sie allerdings sehr gering auf und bietet auch eine schlechte Bildqualität, wie TECHBOOK selbst schon im Hands-On feststellen konnte. Die ersten Rezensionen vielen dementsprechend schlecht aus.

Aus diesem Grund häufen sich derzeit Berichte, nach denen Samsung auf die Unter-Display-Kamera beim Galaxy S22 verzichtet. Bereits im Juni hatte der Leaker „Ice Universe“ berichte verneint, nach denen die neuartige Kamera im nächsten Galaxy-S-Smartphone kommen soll. Auch der Leaker FrontTron ist sich diesbezüglich sehr sicher: Eine Kamera unterm Display wird es bei S22 nicht geben.

Twitter Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Twitter
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Verzichtet Samsung auf die Kamera unterm Display, bleibt uns wohl die Notch erhalten. Ein Design ohne Notch wurde zuletzt ohnehin immer mehr in Zweifel gestellt.

Revolutionäre Kamera erwartet

Ein Highlight der neuen Galaxy-S22-Reihe von Samsung wird wohl die rückseitige Kamera sein. Über sie sind derzeit die meisten Berichte im Umlauf und lassen auf einige spannende Neuheiten hoffen. So hat LetsGoDigital beispielsweise ein Patent entdeckt, das auf eine bewegliche Kamera-Einheit hinweist. Drei Sensoren (Weitwinkel, Ultra-Weit und Tele) sind hierbei nebeneinander angeordnet, lassen sich über die Kamera-App aber nach oben bzw. unten bewegen, sodass eine dreieckige Anordnung mit der Hauptkamera an der unteren Spitze entsteht. Durch die neue Anordnung verändert sich nicht nur das Sichtfeld (Field of View). Auch die Blenden lassen sich variabel öffnen, wobei sich deren Öffnung bei zunehmender Dreiecksposition immer mehr verkleinert.

FoV-Kamera im Samsung Galaxy S22
Bewegliche Kamera-Module im Samsung Galaxy S22 sollen ein vollkommen neues Sichtfeld ermöglichenFoto: LetsGoDigital

Im Kamera-Bereich gibt es aber noch weitere spannende Gerüchte. Allen voran steht die Vermutung, dass Samsung im Galaxy S22 Ultra einen Sensor mit satten 200 Megapixel verwenden könnte – eine Auflösung, die der aktuelle Chip Exynos 2100 theoretisch immerhin schon unterstützt. Das Objektiv soll im Vergleich mit anderen Handykameras riesig sein und zudem über eine Sensor-Shift-Bildstabilisierung verfügen. Hierbei bewegt sich nicht nur das Objekt, sondern der gesamte Bildsensor, um die Aufnahmen zu stabilisieren. Auch Apple setzt im iPhone 12 Pro Max auf solch eine Lösung.

Twitter Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Twitter
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Holen Sie sich mit der kostenlosen BUZZ-App die besten Tech-Storys auf Ihr Smartphone! Hier geht es zum Download für Ihr iPhone oder Android-Handy.

Arbeitet Samsung mit Olympus zusammen?

Nachdem es viele Konkurrenten vorgemacht haben, könnte Samsung erstmals mit einem großen Kamera-Hersteller kooperieren. Was Leica bei Huawei, Zeiss bei Nokia oder Hasselblad neuerdings bei OnePlus ist, soll Olympus bei Samsung sein. Allerdings ist derzeit unklar, was an den Gerüchten wirklich dran ist. Samsung selbst testet laut eigener Aussage derzeit ganz unterschiedliche Ansätze, um die Kamera in kommenden Smartphones künftig noch zu verbessern. Und so geht es derzeit hin und her – einmal gibt es die Aussage, dass Samsung die Megapixel-Zahl etwas zurückschrauben wird, dann kommen wieder Gerüchte über den bereits erwähnten 200-Megapixel-Sensor auf.

Leaker FrontTron, ein Experte für Samsung-Geräte, warnt diesbezüglich zur Vorsicht. Seiner Meinung nach wird der Hersteller keinesfalls eine Kamera mit 200 Megapixel im Galaxy S22 einbauen. Stattdessen setzt Samsung wohl auf einen Sensor mit 108 Megapixel, wie es ihn in früheren Modellen bereits gegeben hat. Im S22 Ultra soll er jedoch mit einigen Verbesserungen kommen. Die regulären Modelle hingegen sind ihm zufolge mit einer 50-Megapixel-Kamera ausgestattet.

Abseits dieser Details wissen wir bislang noch wenig über Samsungs kommende Flaggschiff-Generation. Ob der Hersteller die Displaygröße bei den Modellen ändern wird oder ob sich beim Akku etwas tut, bleibt also abzuwarten. Ebenso fehlen bislang noch Details zur Leistung, die wir erwarten können.

Quellen