15. April 2026, 17:17 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Schon Anfang des Jahres haben Hersteller gewarnt, dass die Preise für neue Smartphones 2026 steigen werden. Lieferengpässe und gestiegene Kosten für wichtige Speicherchips betreffen die gesamte Branche. Samsung passt deshalb sogar die Preise für Smartphones und Tablets an, die bereits länger auf dem Markt sind.
Anstieg um bis zu 35 Prozent
Wie „9To5Mac“ berichtet, sind in den USA die Preise für mehrere Smartphones und Tablets im Online-Shop von Samsung deutlich gestiegen. Galaxy S25 Edge, Z Fold7 und Z Flip7 sind nun bis zu 80 US-Dollar teurer. Das Flaggschiff-Tablet Tab S11 Ultra mit einem Terabyte Speicher ist sogar ganze 280 USD im Preis gestiegen.
Auch in Deutschland gibt Samsung die höheren Kosten für Speicherchips, unter denen die gesamte Branche leidet, an die Verbraucher weiter. Hier sind ebenfalls die aktuellen Falt-Smartphones Z Fold7 und Z Flip7 sowie das Galaxy S25 Edge betroffen. Während die meisten Ausführungen aktuell zwischen 70 und 80 Euro teurer als noch im März sind, sticht vor allem die 512-GB-Variante des Z Flip7 hervor, die ganze 200 Euro mehr kostet.
| Modell | Alter Preis | Neuer Preis |
|---|---|---|
| Galaxy S25 128 GB | 599 Euro (Januar) | 809 Euro (April) |
| Galaxy S25 FE 128 GB | 609 Euro (Januar) | 769 Euro (April) |
| Galaxy S25 Edge 512 GB | 1239 Euro (März) | 1309 Euro (April) |
| Galaxy Z Fold7 512 GB | 1999 Euro (März) | 2069 Euro (April) |
| Galaxy Z Flip7 265 GB | 999 Euro (März) | 1079 Euro (April) |
| Galaxy Z Flip7 512 GB | 1059 Euro (März) | 1259 Euro (April) |
Noch dramatischer ist der Preisanstieg bei den älteren Modellen Galaxy S25 und S25 FE. Samsung hatte die beiden Modelle erst kürzlich günstiger gemacht, weshalb die neuen Preise besonders stark auffallen. Im Januar 2026 bot Samsung das S25 noch für 599 Euro an. Aktuell ist das Smartphone mit 809 Euro ganze 35 Prozent teurer – und kostet fast wieder so viel wie zum Start im Februar 2025.
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Ursachen für steigende Preise
Zwar äußert sich Samsung nicht zu den Preisanpassungen, der Grund dafür ist jedoch hinreichend bekannt. Seit Ende 2026 steigen die Kosten für Hersteller in der Elektronikbranche immer weiter an.
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Produktionsengpässe führen dazu, dass die Fertiger von Speicherchips die Preise ständig nach oben korrigieren. Der steigende Bedarf für die Chips ist vor allem auf den Ausbau der Server-Infrastruktur für KI-Anwendungen zurückzuführen.
Höhere Kosten, weniger Nachfrage
Einige aktuelle Spitzenmodelle wie das Galaxy S26 und das Galaxy S26 Ultra sind bislang nicht von Preiserhöhungen betroffen. Sollte sich die Speicherpreise jedoch nicht erholen, ist eine Anpassung auch hier nicht unwahrscheinlich. Zudem dürften zukünftige Modelle wie Z Flip8 und Z Fold8 dem Industrietrend folgen und bereits mit höheren Preisen als ihre Vorgänger starten.
Die Marktforscher der International Data Corporation (IDC) gehen davon aus, dass die steigenden Preise auch die Nachfrage beeinflussen könnten. Wenn Kunden aufgrund zu teurer Smartphones nicht mehr kaufen, könnte das im schlimmsten Fall zu einem marktweiten Absatzrückgang von mehr als fünf Prozent im laufenden Jahr führen.