12. Mai 2026, 13:48 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Apple hat nach wochenlanger Testphase endlich iOS 26.5 veröffentlicht. Der Umfang des Updates ist zwar nicht riesig, doch eine wichtige Neuerung für die sichere Kommunikation zwischen iPhones und Android-Smartphones ist enthalten. Weniger erfreulich ist der Ausbau von Werbeanzeigen auf dem iPhone, den Apple in der Karten-App vorantreibt.
iOS 26.5 bringt endlich RCS-Verschlüsselung
Mit iOS 26.5 bringt Apple endlich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) für RCS-Nachrichten auf das iPhone. Diese sorgt dafür, dass Inhalte beim Versand zwischen iOS- und Android-Geräten geschützt sind und nicht von Dritten abgefangen und mitgelesen werden können. Apple hatte verschlüsselte RCS-Nachrichten bereits in der Beta-Phase von iOS 26.4 getestet, das Feature in der finalen Version aber gestrichen.
Die Option lässt sich in den Einstellungen unter „Apps“ > „Nachrichten“ > „RCS-Nachrichten“ > „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (Beta)“ aktivieren. Obwohl die Funktion noch offiziell in der Beta-Phase ist, steht sie für alle Nutzer zur Verfügung, die iOS 26.5 installieren.
Werbung in Apple Maps
Ein zentraler Bestandteil von iOS 26.5 ist die Vorbereitung von Werbung in der Karten-App. Apple hatte bereits angekündigt, dass Unternehmen in den USA und Kanada Anzeigen in Suchergebnissen platzieren können. Ein ähnliches Geschäftsmodell nutzt Google seit Jahren.
Neu ist der Bereich „Suggested Places“, der Orte anhand von Trends, Suchanfragen und Nutzung vorschlägt. Hier sollen künftig auch bezahlte Inhalte erscheinen. Apple erklärt: „Anzeigen in Maps erscheinen, wenn Nutzer in Maps suchen, und können basierend auf Relevanz sowohl oben in den Suchergebnissen eines Nutzers als auch oben in einer neuen ‚Suggested Places‘-Ansicht in Maps angezeigt werden.“
Die Anzeigen werden klar als Werbung gekennzeichnet. Zudem betont Apple, Standortdaten und Interaktionen nicht mit dem Apple Account in Verbindung zu bringen. Nutzungsdaten sollen weder gespeichert noch an Dritte weitergegeben werden.
Neuerungen für Nutzer in der EU
Um in der EU besondere Vorgaben zur Interoperabilität von iOS zu erfüllen, öffnet Apple eine Reihe von Funktionen, die bislang exklusiv für Apple Watch und AirPods verfügbar waren, auch für Geräte von Drittanbietern:
- Vereinfachte Bluetooth-Kopplung per Annähern: Die Einrichtung über die Bluetooth-Einstellungen ist nicht mehr nötig. Unterstützte Kopfhörer können sich lediglich durch Annähern mit dem iPhone verbinden.
- Mitteilungsweiterleitung an andere Geräte als die Apple Watch: Bislang konnten Smartwatches und Fitnessbänder nur Benachrichtigungen mit Leseberechtigung anzeigen. Ab sofort ist es möglich, auch hier auf interaktive Benachrichtigungen mit Antworten zu reagieren. Nutzer müssen wählen, ob sie Benachrichtigungen auf der Apple Watch oder einem anderen Gerät empfangen möchten.
- Live-Aktivitäten für Wearables wie Kopfhörer und Smartwatches.
Neue Inhalte und kleinere Ergänzungen
Neben funktionalen Änderungen bringt iOS 26.5 auch neue Inhalte. Dazu gehört ein Hintergrundbild im Rahmen der Pride Collection: „Die passenden iPhone- und iPad-Hintergrundbilder zeichnen sich durch ein komplementäres, fröhliches und dynamisches Design mit gleichen, anpassbaren Farben aus.“
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Zahlreiche Sicherheitspatches
Apple schließt mit iOS 26.5 und iPadOS 26.5 mehr als 50 Sicherheitslücken. Zumindest sind laut der Support-Seite keine Fälle bekannt, in denen Hacker die Schwachstellen aktiv ausgenutzt haben. Ein Großteil der Sicherheitsverbesserungen steht in Form von iOS 18.7.9 und iPadOS 18.7.9 auch für ältere iPhones und iPads zur Verfügung.
iOS 26.4.2 hatte erst kürzlich ein Problem bei der Verarbeitung von Benachrichtigungen beseitigt. Zuvor war bekannt geworden, dass das FBI diese Lücke verwendete, um gelöscht geglaubte Nachrichten des Messengers Signal auf dem Smartphone eines Verdächtigen zu finden.
Sollte man das Update gleich installieren?
Da Apple mit iOS 26.5 endlich verschlüsselte RCS-Nachrichten zwischen Android-Smartphones und iPhones ermöglicht, ist das Update Pflicht. Abgesehen davon bringt es zahlreiche Verbesserungen, vor allem für Nutzer in der EU, die nun Zubehör von Drittanbietern ohne künstliche Einschränkungen mit dem iPhone nutzen können.
Auch aufgrund der zahlreichen Sicherheitsverbesserungen raten wir dazu, das Update nicht auf die lange Bank zu schieben. Es steht für iPhone 11 und neuer sowie iPhone SE 2. Generation und neuer zur Verfügung. In Form von iPadOS 26.5 kommen die Änderungen auch zu iPad Pro 12.9 Zoll 3. Generation und neuer, iPad Pro 11 Zoll 1. Generation und neuer, iPad Air 3. Generation und neuer, iPad 8. Generation und neuer sowie iPad mini 5. Generation und neuer.