23. Dezember 2025, 18:23 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Während sich Kopfhörer mit Android-Smartphones per NFC schnell und einfach koppeln lassen, ist das auf dem iPhone bislang nicht möglich. Stattdessen setzt Apple hier auf sogenanntes Proximity Pairing, bei dem AirPods automatisch erkannt werden, sobald sie in der Nähe sind. Mit der aktuellen Beta von iOS 26.3 öffnet Apple diese Funktion auch für Dritthersteller.
EU-Vorgaben zwingen Apple zur Öffnung seiner Systeme
Durch Öffnen des Deckels stehen AirPods automatisch zur Kopplung mit dem iPhone bereit. Für Kopfhörer anderer Hersteller ist der Umweg über die Bluetooth-Einstellungen notwendig. Die Europäische Kommission sieht darin einen Wettbewerbsnachteil für Apples Konkurrenz. Deshalb hat sie strenge Vorgaben zur Interoperabilität formuliert, die Apple in den kommenden Jahren umsetzen muss.
Die Vorgaben sind Teil des Digital Markets Act (DMA) und verpflichten das Unternehmen dazu, Drittanbietern gleichberechtigten Zugang zu zentralen Systemfunktionen zu ermöglichen. Mit iOS 26.3 öffnet Apple erstmals wichtige Schnittstellen für Zubehörhersteller. Laut Kommission können Hersteller von Wearables und anderen vernetzten Geräten die neuen Funktionen bereits testen, wie „The Wall Street Journal“ berichtet.
Neue Möglichkeiten beim Koppeln von Geräten
Apple nutzt die Vorabversion von iOS 26.3, um eine Reihe von EU-Vorgaben umzusetzen. Darunter fallen der vereinfachte Wechsel von iPhone zu Android und die Mitteilungsweiterleitung an andere Geräte als die Apple Watch. Laut „MacRumors“ kommt nun auch Proximity Pairing dazu. Wird ein Gerät in die Nähe eines iPhone oder iPad gebracht, startet automatisch ein vereinfachter Kopplungsvorgang mit nur einer Bestätigung.
Die Europäische Kommission hatte Apple bis Ende 2025 Zeit gegeben, diese Funktion in einer iOS-Beta für Dritte zu öffnen. Bisher waren für das Verbinden von Drittanbieter-Geräten oft mehrere Schritte in den Einstellungen notwendig. Mit iOS 26.3 entfällt dieser umständliche Prozess. Die Funktion muss dem von der Kommission gesetzten Zeitplan zufolge bis 1. Juni 2026 für Endnutzer bereitstehen.
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Die Kommission hat die neuen Interoperabilitätsfunktionen von Apple in iOS 26.3 ausdrücklich gelobt. Es sei ein weiterer Beleg für die Wirkung des Digital Markets Act (DMA), der mehr Wettbewerb und bessere Nutzungsmöglichkeiten im europäischen Digitalmarkt schaffen soll. Nach Angaben der Kommission profitieren sowohl Entwickler als auch Nutzer in der EU von den neuen Regelungen.