16. September 2026, 8:37 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wer während einer Autofahrt auf das Smartphone schaut, kennt das Problem: Schon wenige Minuten können für ein unangenehmes Gefühl im Magen sorgen. Ursache dafür sind unterschiedliche Signale aus Augen und Gleichgewichtssinn. Während auf dem Display oft kaum Bewegung wahrnehmbar ist, registriert der Körper jede Kurve und jede Veränderung der Fahrtrichtung. Google will dieses Problem mit einer neuen Android-Funktion angehen. Sie soll die Nutzung des Smartphones während der Fahrt angenehmer machen.
Motion Assist kommt für alle Smartphones mit Android 17
Wie Google-Mitarbeiter Mishaal Rahman in einem Beitrag auf X berichtet, kann die Funktion nun auf allen Smartphones mit Android 17 genutzt werden, sofern die Google-Play-Dienste auf dem aktuellen Stand sind. Bisher war die Funktion nur auf wenigen Geräten wie dem Pixel 11 Pro XL verfügbar.
Außerdem nennt Google erstmals einen konkreten Einrichtungsweg innerhalb der Systemeinstellungen. Motion Assist lässt sich in den Einstellungen über das eigene Profil und den Bereich „Alle Dienste“ aktivieren. Dort findet sich die Funktion unter den Optionen für die persönliche Geräte- und Sicherheitseinrichtung. Voraussetzung bleibt Android 17, da die Bewegungshinweise nur dort systemweit über sämtliche Oberflächen hinweg dargestellt werden können.
Wie Motion Assist gegen Reiseübelkeit wirkt
Ziel ist es, die Wahrnehmung von Bewegungen auf dem Smartphone besser an die tatsächliche Fahrzeugbewegung anzupassen. Ist die Funktion aktiv, erscheinen kleine Punkte an den Rändern des Bildschirms. Diese reagieren auf die Bewegungen des Fahrzeugs.
Dadurch sollen die Augen zusätzliche Informationen darüber erhalten, was während der Fahrt passiert. Die Anzeige soll helfen, widersprüchliche Signale zwischen Augen und Gleichgewichtssinn zu verringern und dadurch das flaue Gefühl beim Blick auf das Smartphone zu reduzieren.
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So bedient man Motion Assist
Nutzer können verschiedene Elemente von Motion Assist anpassen. Dazu gehören unter anderem Farbe, Form und Transparenz der angezeigten Hinweise. Alternativ kann Android die Darstellung automatisch einstellen.
Außerdem lässt sich die Funktion so konfigurieren, dass sie selbstständig startet. Voraussetzung ist, dass das Smartphone erkennt, dass sich das Gerät in einem fahrenden Fahrzeug befindet. Wer das nicht möchte, kann Motion Assist jederzeit über die Schnelleinstellungen aktivieren oder deaktivieren.
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Google entwickelt die Funktion bereits seit längerer Zeit. Ende 2024 war sie noch unter dem Namen „Motion Cues“ bekannt. Inzwischen hat Google die Technik tiefer in Android integriert. Dadurch bleiben die bewegten Hinweise auch sichtbar, wenn andere Menüs oder Bildschirmelemente geöffnet werden.
Apple setzt auf ein ähnliches Konzept
Der Ansatz ist nicht neu: Apple bietet auf dem iPhone bereits eine vergleichbare Lösung mit den sogenannten Fahrzeug-Bewegungshinweisen an. Auch dort werden Punkte am Rand des Displays eingeblendet, die sich passend zu den Bewegungen während der Fahrt verändern.
Wie bei Googles Lösung kann die Funktion automatisch aktiviert werden. Alternativ lässt sie sich manuell über das Kontrollzentrum einschalten. Beide Systeme verfolgen damit dasselbe Ziel: Die Nutzung des Smartphones unterwegs soll angenehmer werden.
Wann Motion Assist auf allen Geräten mit Android 17 verfügbar sein wird, hat Google bislang nicht bekannt gegeben. Die Freigabe erfolgt offenbar schrittweise. Nach Angaben von „Android Authority“ war die Funktion bereits auf einem Pixel 11 Pro XL verfügbar. Auf einem Pixel 10 Pro XL mit Android 17 fehlte sie dagegen noch.