Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
Apple iOS iPhone News Alle Themen
Start in USA und Kanada

Apple führt Werbung in Maps ein

Frauen schauen auf iPhone mit Karten-App
Wie angekündigt können Werbetreibende nun Anzeigen bei Apple Maps schalten Foto: Getty Images
Artikel teilen
Adrian Mühlroth
Redakteur

27. August 2026, 7:50 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Apple führt Werbung in seiner Karten-App ein. Die Anzeigen erscheinen zunächst in den USA und Kanada. In den kommenden Wochen soll die Werbung schrittweise für alle Nutzer in beiden Ländern sichtbar werden. Apple hält damit an dem im März angekündigten Zeitplan für den Sommer fest.

Einführung wird schrittweise ausgeweitet

Apple hatte die Werbung für seine Karten-App bereits im März 2026 angekündigt. Damals stellte das Unternehmen einen Start in den USA und Kanada im Laufe des Sommers in Aussicht. Am 25. August 2026 hat der Konzern den Schalter umgelegt und bis September sollen die Anzeigen den Großteil der Nutzer in den beiden Ländern erreichen.

Zum Start von Anzeigen in Maps hat Apple zwei Positionen festgelegt, an denen sie erscheinen können:

  1. Vor der Suche: Anzeigen erscheinen bereits vor der Eingabe eines Suchbegriffs als „Vorgeschlagene Orte“.
  2. Nach der Suche: Sobald Nutzer einen Begriff eingeben, kann Maps passende Anzeigen in den Suchergebnissen einblenden.

Damit Nutzer nicht unbedacht auf Werbung klicken, kennzeichnet Apple sie gesondert von anderen Elementen in der App-Oberfläche: „Alle Anzeigen in der App ‚Apple Karten‘ sind mit dem Wort ‚Anzeige‘ gekennzeichnet und mit einem besonderen Ort-Symbol versehen, sodass Kund:innen sie sofort als bezahlte Platzierungen erkennen.“ Nutzer erhalten mehr Informationen, wenn sie auf das Symbol klicken. Der Kartendienst zeigt dann an, welche Kontextdaten zur Auswahl der Anzeige geführt haben.

Wie steht es um den Datenschutz?

Apples eigenen Angaben zufolge gibt es in Apple Maps keine personalisierte Werbung. Damit unterscheiden sich die neuen Anzeigen von Diensten wie App Store und Apple News, die basierend auf Nutzerdaten und -verhalten exakte Profile für Werbetreibende bieten. In Karten sollen „nur Anzeigen eingeblendet werden, die zu den Kontextdaten der jeweiligen Sitzung passen“. Dazu zählen die Suchbegriffe, der aktuelle Kartenausschnitt und der ungefähre Standort.

Apple versichert, dass Anzeigen nicht in Verbindung mit dem Apple Account gebracht werden. Die Ads-Plattform soll nicht auf personenbezogene Daten zugreifen können. Generell greift Apple Maps auch nicht auf das Alter oder das Geschlecht der Nutzer zu. Einzige Ausnahme sind Apple Accounts, die auf Kinder unter 13 Jahren registriert sind. In diesem Fall blendet der Kartendienst automatisch keine Anzeigen ein. Gleiches gilt für Konten, die für Bildungszwecke eingerichtet sind.

Auch interessant: Tim Cook: »Das war mein erster richtig großer Fehler

Damit aus dem Anschauen und Interagieren mit Werbeanzeigen kein Nutzerprofil abzuleiten ist, haben die Informationen eine zufällig generierte Kennung, die sich mehrmals pro Stunde ändert. Weitere Details wie Nutzungsdaten, die Apple für die Auswertung der Werbekampagnen benötigt, stehen nicht in Verbindung mit dem eigenen Apple Account.


Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.