30. Januar 2026, 17:38 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Google hat eine schwerwiegende Sicherheitslücke bei einigen Pixel-Smartphones bestätigt. Der Konzern informierte darüber auf seinen offiziellen Support-Seiten. Demnach können Anrufer unter bestimmten Umständen Nutzer über das Mikrofon hören, obwohl der Anruf gar nicht angenommen wurde.
Pixel-Handys gehören neben dem iPhone von Apple und den Galaxy-Modellen von Samsung zu den beliebtesten Smartphones auf dem Markt. Umso größer ist die Aufmerksamkeit für die aktuelle Meldung. Laut Google sorgt ein Software-Fehler dafür, dass das Mikrofon eines Pixel-Smartphones aktiviert wird, obwohl kein Gespräch geführt wird. Der Anrufer kann den Nutzer dadurch hören, ohne dass dieser davon etwas merkt oder aktiv zustimmt.
Fehler in den Funktionen „Call Screening“ und „Take a Message“
Besonders problematisch ist, dass die Schwachstelle zwei eigentlich hilfreiche Funktionen betrifft. „Call Screening“ ist ein Anruffilter, der vor unerwünschten Spam-Anrufen schützen soll. Dabei nimmt der Google Assistant den Anruf zunächst an und fragt nach dem Anliegen. Die Antwort wird als Text auf dem Display angezeigt, damit der Nutzer entscheiden kann, ob er den Anruf annehmen möchte. Durch den Fehler wird jedoch offenbar das Mikrofon des Smartphones eingeschaltet, sodass der Anrufende den Nutzer hören kann.
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Ähnlich verhält es sich mit „Take a Message“. Diese Funktion erstellt eine Textversion von Mailbox-Nachrichten, wenn ein Anruf verpasst wird. Laut Google wurde dabei ebenfalls der Audioeingang des Smartphones freigeschaltet, während der Anrufende eine Nachricht hinterlässt. Auch hier konnte der Nutzer ungewollt abgehört werden, ohne aktiv am Gespräch beteiligt zu sein.
Nur wenige Modelle und Nutzer betroffen
Laut Google tritt das Problem nur selten auf und nur unter sehr speziellen Bedingungen. Betroffen sind ausschließlich die älteren Modelle Pixel 4 und Pixel 5. Dennoch hat der Konzern reagiert und die Funktionen „Call Screening“ und „Take a Message“ auf diesen Geräten vorsorglich deaktiviert. Damit soll verhindert werden, dass die Sicherheitslücke weiter ausgenutzt werden kann.