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Reset sorgt für Schock

Fremdfirma übernimmt plötzlich Kontrolle über Samsung-Smartphones

Samsung Galaxy S22 Ultra mit S-Pen
Das Galaxy S22 Ultra hat nun einen Einschub für den S-Pen und beerbt somit die Note-Reihe Foto: TECHBOOK
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Manuel Bauer

29. April 2026, 8:07 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen soll eigentlich alle Daten vom Smartphone löschen und dieses neu starten lassen. Bei einigen Samsung-Modellen sorgt genau dieser Schritt aber für eine Meldung, die Nutzer alarmiert.

Mehrere Besitzer eines Galaxy S22 Ultra berichten von einem ungewöhnlichen Vorgang. Beim Zurücksetzen soll es dazu kommen, dass private Handys irrtümlich als Firmeneigentum angezeigt werden. Beschrieben wird der Fall unter anderem auf Reddit und im Samsung-Support-Forum.

Admin-Rechte liegen offenbar bei Numero LLC

Brisant ist vor allem, welche Rechte mit dieser Meldung verbunden sein sollen. Beim Neustart erfahren Betroffene laut Bericht, dass Numero LLC das Gerät verwalten kann, obwohl es sich um ein privates Smartphone handelt. Damit wäre die Firma in der Lage, Aktivitäten auf dem Smartphone zu überwachen und per Fernzugriff Einfluss zu nehmen. Genannt werden der Zugriff auf gespeicherte Inhalte sowie mögliche Einschränkungen bei Apps und Funktionen. Für Nutzer wäre das besonders kritisch, weil ein frisch zurückgesetztes Handy dadurch nicht mehr wie ein selbst kontrolliertes Privatgerät wirkt.

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Support schiebt Nutzer hin und her

Android Authority“ hat Numero LLC als Unternehmen aus Südkorea identifiziert. Eine Verbindung zwischen der Firma und den betroffenen Smartphone-Besitzern ist dem Bericht zufolge aber nicht erkennbar. Trotzdem soll Numero LLC in Samsungs Knox-Datenbank als Eigentümer der Geräte auftauchen. Die Zuordnung soll über die IMEI-Nummern erfolgt sein. Offen bleibt, wann diese Registrierung vorgenommen wurde, auf welchem Weg sie zustande kam und weshalb genau diese Galaxy-Modelle betroffen sind.

Eine klare Lösung gibt es nach den bisherigen Berichten nicht. Samsung soll betroffene Nutzer an den Knox-Support verweisen. Von dort sollen sie wiederum zurück zu Samsung geschickt werden. Praktisch bleibt damit nur eine riskante Entscheidung: das Smartphone nicht mehr einsetzen oder weiter nutzen, obwohl ein fremder Admin-Zugriff angezeigt wird. Ob dahinter ein Angriff oder ein technischer Fehler steckt, ist weiterhin offen.

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Samsung-Admin wirft neue Fragen auf

Die Verwaltung soll über eine App mit dem Namen Samsung Admin laufen, die laut Bericht aber nicht von Samsung selbst stammt. Auffällig ist außerdem der Hinweis „FRP Unlock“ im Logo der App. Das Problem scheint zudem nicht erst jetzt aufgetaucht zu sein. Bereits Anfang und Mitte 2025 sollen Nutzer im Samsung-Forum und auf Reddit ähnliche Fälle beschrieben haben. Dass es laut Artikel bis heute keine bekannte Lösung gibt, macht den Vorgang für Betroffene umso ärgerlicher.

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