13. Juli 2026, 7:38 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Meta baut seine KI-Angebote weiter aus und integriert mit Muse Image einen neuen Bildgenerator in seine Anwendungen. Die Technik soll nicht nur neue Motive erzeugen, sondern auch bestehende Fotos verändern.
Neues Bildmodell aus eigener KI-Sparte
Hinter Muse Image steckt ein neues Modell aus den „Meta Superintelligence Labs“. Dabei handelt es sich laut der Nachrichtenagentur Reuters um eine Ende Juni 2025 gegründete KI-Abteilung des Unternehmens. Nach Angaben von Meta ist Muse Image das erste Bildmodell aus diesem Bereich.
Das System soll sowohl neue Bilder generieren als auch vorhandene Aufnahmen bearbeiten können. Meta will damit kreative Funktionen stärker in seine eigenen Plattformen integrieren. Bilder sollen sich direkt in Chats, Storys oder Feeds erstellen und weiterverwenden lassen, ohne zusätzliche Programme nutzen zu müssen.
Bilderstellung über natürliche Sprache
Die Bedienung erfolgt über Meta AI. Nutzer können über die Meta-AI-App oder die Plattform meta.ai beschreiben, welches Bild sie erstellen möchten oder welche Änderung an einer vorhandenen Aufnahme vorgenommen werden soll.
Auch komplexere Eingaben soll Muse Image verarbeiten können. Nach Angaben des Unternehmens kann das Modell mehrere Arbeitsschritte vorbereiten, zusätzliche Webinformationen als Kontext nutzen und verschiedene Bildreferenzen kombinieren. So lassen sich beispielsweise ein Selfie und ein Urlaubsfoto zu einer individuellen Postkarte zusammenführen.
Zu den weiteren von Meta genannten Anwendungsfällen gehören Haustiere im Stil eines Gemäldes oder die Verbesserung einer Produktaufnahme auf Basis eines vorhandenen Fotos.
Änderungen direkt im Gespräch mit der KI
Nicht nur die Erstellung, sondern auch die Bearbeitung soll direkt innerhalb eines KI-Chats möglich sein. Nutzer können dazu Bildbereiche markieren, einkreisen oder mit kurzen Hinweisen versehen.
Meta AI soll anschließend gezielt nur den ausgewählten Teil verändern. Das übrige Motiv bleibt dabei erhalten. Weitere Anpassungen können direkt im gleichen Gespräch erfolgen. So lassen sich etwa Stile ändern, einzelne Elemente ergänzen oder Hintergründe austauschen.
Laut Meta ähnelt die Bearbeitung dadurch eher einer Unterhaltung mit der KI als der Arbeit in einer klassischen Bildbearbeitungssoftware.
Presets sollen die Nutzung erleichtern
Zusätzlich stellt Meta sogenannte Presets bereit. Dabei handelt es sich um vorbereitete Vorlagen, die mit wenigen Schritten genutzt werden können. Zu den genannten Möglichkeiten gehören das Auffrischen alter Fotos, das Ausprobieren unterschiedlicher Frisuren oder die Umwandlung von Porträts in eine Knetanimations- oder 16-Bit-Optik.
Außerdem soll Muse Image Schrift in KI-generierten Bildern zuverlässig darstellen können. Nutzer könnten damit Einladungen, Poster oder Infografiken erstellen, ohne Texte nachträglich korrigieren zu müssen.
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Enge Anbindung an Instagram und WhatsApp
Muse Image wird eng mit bestehenden Meta-Diensten verknüpft. Auf Instagram nutzt das Unternehmen das Modell bereits für mehr als 30 neue KI-Effekte in Storys.
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Auch WhatsApp soll die Technik erhalten. Dort soll die Bildgenerierung direkt innerhalb von Gesprächen mit Meta AI verfügbar sein. Darüber hinaus können öffentliche Instagram-Profile in der Meta-AI-App per @-Erwähnung in Bildideen eingebunden werden. Auf diese Weise lassen sich laut Meta gemeinsame Motive, Einladungen oder trendbezogene Grafiken erstellen.
Gleichzeitig verweist das Unternehmen darauf, dass Nutzer festlegen können sollen, ob ihre Inhalte für solche KI-Kreationen markiert werden dürfen.
Verfügbarkeit noch nicht vollständig bekannt
Wann Muse Image weltweit verfügbar sein wird, lässt Meta bislang offen. Der Konzern spricht lediglich von ausgewählten Ländern, in denen der Start zunächst erfolgen soll. Welche Regionen dazugehören, wurde nicht genannt.
Später soll die Technik auch auf Facebook, im Messenger sowie in weiteren Bereichen von Instagram und WhatsApp eingesetzt werden. Außerdem plant Meta, Muse Image über Advantage+ Creative auch für Werbetreibende bereitzustellen.