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Gefälschte Anwalts-Briefe

Achtung! Diese Masche kann Verbraucher 3533 Euro kosten

Person sitzt auf einem Sofa und hält ein Blatt Papier in der Hand. Eine Hand liegt am Kopf. Im Hintergrund ist eine helle Wand zu sehen. Das Dokument wird aufmerksam betrachtet.
Hohe Forderungen und kurze Fristen sollen Empfänger unter Druck setzen Foto: picture alliance / PantherMedia
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Sandra Bültermann

30. August 2026, 16:42 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Ein Schreiben von einer Anwaltskanzlei kann schnell für Unruhe sorgen. Das gilt besonders dann, wenn darin mehrere Tausend Euro gefordert werden. Genau solche Briefe erhalten derzeit Verbraucher. Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor Schreiben, die angeblich von einem Rechtsanwalt aus Düsseldorf stammen. Hinter den Forderungen steckt nach Einschätzung der Verbraucherschützer jedoch keine echte Zahlungsaufforderung, sondern eine Betrugsmasche.

In den Briefen werden Tausende Euro verlangt

Die Schreiben tragen die Überschrift „Letzte außergerichtliche Geltendmachung“. Darin verlangen die Absender 3533,20 Euro für ein angeblich telefonisch abgeschlossenes Gewinnspiel-Abo bei „Lottoagents24.com“. Nach Angaben im Brief soll der Vertrag bereits im Januar 2023 zustande gekommen sein.

Zusätzlich setzen die Absender eine Frist von zehn Tagen. Außerdem drohen sie mit einer Klage und einem gerichtlichen Mahnverfahren. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen verwenden die Betrüger dabei den Namen und die Kontaktdaten einer real existierenden Kanzlei.

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Erkennbare Zweifel an der Echtheit

Die Verbraucherzentrale Sachsen hat die Schreiben geprüft und nennt mehrere Auffälligkeiten. Demnach bestehen erhebliche Zweifel daran, dass die Briefe echt sind. Der betroffene Rechtsanwalt hat die zuständige Kammer bereits über den Missbrauch seiner Daten informiert.

Auch die im Schreiben genannte Internetseite fällt auf. Nach Angaben der Verbraucherzentrale wurde sie erst im Juli 2026 registriert. Das passt nicht zu der Behauptung, dass das angebliche Gewinnspiel-Abo bereits im Januar 2023 abgeschlossen worden sein soll.

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Bemerkenswert ist laut der Verbraucherzentrale Sachsen auch, dass in einigen Fällen die letzten vier Ziffern der IBAN mit den tatsächlichen Kontodaten der angeschriebenen Personen übereinstimmen. Die Verbraucherschützer sehen darin einen möglichen Hinweis auf Datendiebstahl. Die korrekten Angaben könnten dem Schreiben einen glaubwürdigen Eindruck verleihen und Betroffene dazu bewegen, die Forderung ernst zu nehmen.

So sollten Betroffene reagieren

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät dazu, sich nicht von kurzen Fristen oder angedrohten Kosten unter Druck setzen zu lassen. Verdächtige Forderungen sollten nicht ungeprüft bezahlt werden.

Außerdem sollten Verbraucher keine vertraulichen Bankdaten am Telefon oder per E-Mail weitergeben. Besteht der Verdacht auf Datendiebstahl, empfiehlt die Verbraucherzentrale eine Anzeige bei der Polizei. Bei Fragen zu unberechtigten Forderungen oder fragwürdigen Inkasso-Schreiben können sich Betroffene an die Verbraucherzentrale Sachsen wenden.

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