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Umgeht direkt den Sperrbildschirm

WhatsApp-Lücke öffnet private Fotos für Fremde

Smartphone mit WhatsApp-Logo vor IT-Code
Auf einigen Android-Smartphones kann eine WhatsApp-Lücke den Zugriff auf die Fotogalerie trotz Sperrbildschirm ermöglichen Foto: SOPA Images/LightRocket via Getty Images
Volontär

3. September 2026, 16:55 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Eine Sicherheitslücke in WhatsApp kann auf bestimmten Android-Smartphones den Schutz des Sperrbildschirms aushebeln. Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich sogar die Fotogalerie öffnen, ohne dass eine Entsperrung erforderlich ist.

Eigentlich soll ein gesperrtes Smartphone verhindern, dass Fremde auf persönliche Inhalte zugreifen können. Eine von der „Futurezone.at“ beschriebene Schwachstelle in WhatsApp zeigt jedoch, dass dieser Schutz auf manchen Android-Geräten offenbar umgangen werden kann. Betroffen ist dabei die Fotogalerie des Smartphones, in der häufig private Bilder, Dokumente oder Screenshots gespeichert sind.

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Besonders brisant ist, dass laut den Berichten weder spezielle Software noch umfangreiche technische Kenntnisse nötig sind. Die Sicherheitslücke soll ausschließlich über Funktionen innerhalb von WhatsApp ausnutzbar sein. Das Problem wurde inzwischen sowohl an Meta als auch an Google gemeldet.

So funktioniert die Sicherheitslücke

Ausgangspunkt ist ein Videoanruf über WhatsApp auf einem gesperrten Android-Smartphone. Wird der Anruf angenommen, kann über die Effekte-Funktion ein Menü mit Filtern und Hintergründen geöffnet werden. Dort führt der Punkt „Create with Meta AI“ zu weiteren Optionen innerhalb der App.

Wird anschließend „Edit photo“ ausgewählt, kann sich die Fotobibliothek des Smartphones öffnen. In den dokumentierten Fällen fragte das System weder den Gerätecode noch einen Fingerabdruck ab. Dadurch umgeht die Schwachstelle den eigentlichen Schutz des Sperrbildschirms.

Nicht jedes Android-Smartphone betroffen

Die Schwachstelle scheint jedoch nicht auf allen Geräten aufzutreten. Die „Futurezone“ konnte den Vorgang nach eigenen Angaben auf einem Sony Xperia 5 mit Android 15 nachvollziehen. Das Samsung Galaxy Z Fold 8 verlangte vor dem Zugriff eine zusätzliche Authentifizierung.

Auch auf einem Pixel 11 Pro XL mit Android 17 ließ sich der Videoanruf im Test dem Bericht zufolge nicht annehmen, solange das Gerät gesperrt war. iPhones von Apple sollen von dem Problem nicht betroffen sein. Bis ein entsprechendes Update erscheint, kann der Zugriff von WhatsApp auf Fotos und Videos in den Android-Einstellungen deaktiviert werden. Dadurch lassen sich allerdings auch keine Bilder oder Videos mehr direkt über den Messenger versenden.

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