17. April 2026, 10:33 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Die in WhatsApp integrierte Meta-KI sorgt bei vielen Nutzern für Unsicherheit. Obwohl sie nicht automatisch aktiv ist, bleibt ihre Präsenz in allen Chats bestehen. Ein neuer, wenig bekannter Datenschutz-Schalter ermöglicht nun, die KI zumindest innerhalb einzelner Konversationen zu deaktivieren – doch der Schutz hat klare Grenzen.
Seit der Integration von Metas KI-Modell ist der Chatbot grundsätzlich in jedem Einzel- und Gruppenchat vorhanden. Aktiv wird er jedoch nur, wenn Nutzer ihn gezielt mit „@Meta AI“ ansprechen. In diesem Fall wird die entsprechende Nachricht an die KI übermittelt und wird von ihr verarbeitet. Der übrige Chat bleibt dabei jedoch Ende-zu-Ende verschlüsselt und ist nur für die Teilnehmer sichtbar.
KI in WhatsApp lässt sich lediglich einschränken
Ein vollständiges Abschalten der KI in der gesamten App ist bislang nicht möglich. Der sichtbare Zugang über den blauen Kreis auf dem Startbildschirm bleibt bestehen. Innerhalb einzelner Chats lässt sich die Funktion jedoch einschränken: Meta hat dafür im April den „Erweiterten Chat-Datenschutz“ eingeführt.
Ist dieser Modus aktiviert, kann kein Teilnehmer mehr die KI per „@“ aufrufen. Damit wird verhindert, dass Nachrichteninhalte an die KI übermittelt werden. Die Einstellung gilt sowohl für private Gespräche als auch für Gruppenchats. In Gruppen kann jedes Mitglied den Schalter aktivieren oder deaktivieren, unabhängig von Administratorrechten. Ein Hinweis informiert alle Teilnehmer über die aktivierte Schutzfunktion.
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So geht man vor
Der erweiterte Chat-Datenschutz lässt sich direkt in den Einstellungen eines Chats einschalten. Dazu müssen Nutzer den Chat öffnen und auf dessen Titel tippen. Es öffnet sich ein Menü, in dem man recht weit unten den Eintrag „Erweiterter Chat-Datenschutz“ findet. Standardmäßig ist die Funktion deaktiviert und muss manuell eingeschaltet werden.
Beachten sollte man dabei jedoch, dass das Ausstellen der KI Einschränkungen mit sich bringt. Medien wie Fotos und Videos werden nicht mehr automatisch auf dem Gerät gespeichert, und der Export des Chatverlaufs wird blockiert.
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Datenschutz bleibt eingeschränkt
Trotz der neuen Funktion bleibt der Schutz begrenzt. Screenshots und das Weiterleiten von Nachrichten sind weiterhin möglich, wodurch sich Inhalte außerhalb des Chats verbreiten lassen. Auch ohne aktive KI speichert Meta weiterhin verschiedene Nutzerdaten wie IP-Adresse, Online-Status oder Zeitstempel. Daher raten wir, die Linkvorschau in WhatsApp ebenfalls auszuschalten.
Zwar verhindert der erweiterte Chat-Datenschutz die direkte Interaktion mit der KI, eine vollständige Sicherheit bietet er jedoch nicht. Nutzer sollten daher weiterhin vorsichtig mit sensiblen Informationen umgehen, insbesondere in größeren Gruppen.