4. März 2026, 8:03 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Apple hat den App Store in mehreren Ländern sicherer gemacht. Seit dem 24. Februar 2026 gilt: Bestimmte Inhalte dürfen nur noch von volljährigen Nutzern geladen werden. Betroffen sind Apps mit einer „18+“-Freigabe in Australien, Brasilien und Singapur. Wer seine Volljährigkeit nicht bestätigt, kann diese Apps nicht herunterladen.
In Brasilien betrifft die Altersprüfung nicht nur klassische Inhalte für Erwachsene. Auch Spiele mit Mechaniken, die Glücksspiel ähneln, fallen in die höchste Alterskategorie. Dazu gehören laut „Apple“ Systeme, bei denen zufallsbasierte Belohnungen oder ähnliche Elemente zentral für das Spiel sind. Diese Titel gelten automatisch als nicht jugendfrei. Die Installation ist daher erst nach bestätigter Volljährigkeit möglich. So sorgt Apple dafür, dass Kinder und Jugendliche keinen ungeeigneten Inhalten ausgesetzt werden.
Umsetzung in den USA nach Bundesstaaten
Die Altersprüfung in den USA wird je nach Bundesstaat unterschiedlich umgesetzt. Für Apple-Konten, die ab dem 7. Mai 2026 in Utah neu angelegt werden, gilt die neue Regel. In Louisiana müssen neue Konten ab dem 1. Juli 2026 die Alterskategorie bestätigen. Entwickler können über eine Schnittstelle die Altersangaben für Apps abrufen. Bestehende Konten werden zunächst nicht automatisch eingestuft. So reagiert Apple auf die unterschiedlichen gesetzlichen Anforderungen in den Bundesstaaten.
Discord überprüft ab sofort das Alter der Nutzer
Pornhub will zentrale Altersprüfung
Technische Grundlage ohne Geburtsdaten
Die Altersprüfung basiert auf der „Declared Age Range API“. Diese Programmierschnittstelle übermittelt Apps nur die Zugehörigkeit zu einer Altersgruppe – Kind, jugendlich oder erwachsen – und nicht das genaue Geburtsdatum. Dadurch lassen sich Inhalte oder Funktionen altersgerecht steuern, ohne detaillierte persönliche Daten weiterzugeben. Das System ist flexibel und erlaubt Apple, regionale Unterschiede in der Regulierung digital abzubilden. Altersangaben werden damit zu einem zentralen Steuerungsinstrument für den App-Vertrieb.
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Blick auf Europa: Digitale Altersnachweise geplant
Ob Apple die Alterskontrollen auch in anderen Regionen einführt, ist bislang nicht geklärt. Die Europäische Union plant jedoch die Einführung der EU Digital Identity Wallet (EUid) bis Ende 2026. Mit dieser digitalen Lösung sollen Nutzer ihr Alter datensparsam nachweisen können. Geplant ist dies für Online-Dienste mit Altersbeschränkung, zum Beispiel soziale Netzwerke, Streaming-Dienste oder digitale Glücksspielangebote. App Stores sind bisher nicht ausdrücklich einbezogen.