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Jugendschutz im Netz

Pornhub will zentrale Altersprüfung

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Pornhub-Betreiber Aylo fordert eine neuartige Altersverifikation fürs Netz Foto: Getty Images
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Przemyslaw Szymanski

4. Dezember 2025, 18:53 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wie lässt sich Jugendschutz im Netz neu denken – und zwar so, dass weder Nutzer noch Plattformen an den ständig wachsenden Hürden verzweifeln? Der Erotik-Riese Aylo wagt jetzt einen Vorstoß, der das gesamte Ökosystem aus Geräten, Apps und Webseiten auf den Kopf stellen könnte: eine Altersverifikation direkt auf dem Smartphone oder Computer, anonym, einmalig und unabhängig von der besuchten Plattform.

Aylo, bekannt als Betreiber zahlreicher Erotik-Webseiten, drängt auf eine grundlegende Änderung beim Jugendschutz im Internet. Das Unternehmen hat sich an große Technologiekonzerne wie Apple, Google und Microsoft gewandt, um eine zentrale Altersverifikation für zum Beispiel Pornhub auf Endgeräten durchzusetzen. Diese soll eine einmalige Prüfung auf dem Gerät ermöglichen und Plattformen einen anonymisierten Nachweis der Volljährigkeit bereitstellen.

Auswirkungen strenger Gesetze

Der Vorstoß von Aylo wurde durch neue gesetzliche Regelungen in verschiedenen Ländern ausgelöst, wie „Wired“ berichtet. In Louisiana führten strengere Alterskontrollen zu einem drastischen Rückgang der Zugriffe auf Pornhub. Aylo sieht darin einen Hinweis, dass die aktuellen Verfahren die Nutzer zu weniger regulierten Plattformen treiben und technische Barrieren schaffen. Mittlerweile haben 25 US-Bundesstaaten ähnliche Regelungen eingeführt, die sich jedoch stark unterscheiden.

Auch die EU plant ab Juli 2026 die Einführung einer Alters-Check-App, um Bürgern eine einmalige Verifikation ihrer Volljährigkeit zu ermöglichen. Diese App soll einheitliche Standards für den Zugang zu Erwachsenenangeboten schaffen und ist Teil der Vorbereitungen auf die EUid-Brieftasche.

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Vorschläge für eine einheitliche Lösung

Aylo schlägt vor, die Altersverifikation über ein amtliches Dokument oder eine digitale Identität durchzuführen. Das Gerät speichert dann ein Altersmerkmal, das bei Bedarf abgerufen werden kann. Diese Lösung soll den Datenschutz und Jugendschutz vereinen und den Plattformen die Entwicklung eigener Prüfmechanismen ersparen. Die Verantwortung würde stärker bei den Betriebssystemen und Geräteherstellern liegen.

Damit betont der Konzern einmal mehr seinen Standpunkt, den bereits Alexzandra Kekesi, Vizepräsidentin für Brand und Community von Pornhub, im großen TECHBOOK-Interview vertrat:

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Reaktionen der Technologiekonzerne

Die Reaktionen der Tech-Konzerne sind unterschiedlich. Google arbeitet an neuen Altersprüfmethoden wie dem Credential Manager API, das Websites nutzen können. Da der Play Store keine Inhalte für Erwachsene zulässt, bleibt es für Anbieter wie Aylo notwendig, eigene Schutzmaßnahmen zu treffen. Microsoft betont, dass Altersverifikationen auf der Ebene des jeweiligen Dienstes erfolgen sollten. Apple wollte sich nicht direkt äußern, verweist jedoch auf einen Bericht zum Kinderschutz.

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