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32 bis 65 Zoll

Streaming-Riese Roku bringt erste eigene Fernseher nach Deutschland

Roku kündigt eigene TV-Geräte mit spezieller Oberfläche an.
Roku kündigt eigene TV-Geräte mit spezieller Oberfläche an.Foto: Roku

In den USA gehört Roku zu den Big Playern in der Streaming-Branche. In Deutschland sind die Streaming-Sticks und -Player des Herstellers seit 2021 zu haben. Nun möchte Roku hierzulande auch mit eigenen Fernsehern Fuß fassen.

Wer an Streaming-Sticks denkt, dem fällt als Erstes vermutlich der Fire TV-Stick von Amazon ein. Doch in den USA muss sich Amazon einem anderen Konzern geschlagen geben, denn dort hat das ebenfalls einheimische Unternehmen Roku das Sagen. Den Vorstoß nach Deutschland wagte der Hersteller im vergangenen Jahr mit diversen Streaming-Sticks. Nun kündigte Roku im Rahmen der IFA auch erste eigene TV-Geräte an.

Roku-TVs starten in Deutschland

„Eigene TV-Geräte“ ist vielleicht etwas hoch gefasst, denn eigentlich handelt es sich bei den vorgestellten Fernsehern um eine Kooperation zwischen TV-Herstellern, die die Hardware liefern, und Roku, der das System bereitstellt. Die so entstandenen Roku-TVs gibt es in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Display-Technologien. Als Partner nannte der Konzern im Gespräch mit TECHBOOK sowohl den in Deutschland ansässigen Hersteller Metz als auch TCL.

Die kleinsten und günstigsten Fernseher gibt es bereits für wenige Hundert Euro – einen genauen Preis konnte Roku uns auf Nachfrage noch nicht nennen. Diese werden aber pünktlich zum Start im Oktober bekannt gegeben. Zum Vergleich: In Großbritannien sind die Smart TVs bereits zu haben und kosten hier ab 149 Pfund, umgerechnet also knapp 175 Euro.

Roku bietet seine TV-Geräte in Größen zwischen 32 Zoll und 65 Zoll an. Die meisten Modelle kommen mit einem LCD-Screen, es gibt aber auch eine Version mit QLED-Display. Alle Fernseher verfügen über einen Triple-Tuner und lassen sich so an verschiedenen TV-Anschlüssen betreiben. Außerdem unterstützen sie die Sprachassistenten Amazon Alexa, Google Assistant und Siri. Die drahtlosen Übertragungsmethoden Airplay 2 und Miracast sind ebenfalls an Bord.

Das günstigste Modell der Roku-TVs kommt jedoch ohne Bluetooth aus und bietet auch nur HD-Auflösung. Dafür verfügt er über immerhin drei HDMI-Ports, Dualband-WLAN sowie einen USB-Anschluss und kostet vermutlich um die 200 Euro. Die meisten Modelle unterstützen jedoch 4K, sind dann allerdings auch etwas teurer – dennoch, im Gespräch mit TECHBOOK deutete Roku an, dass die TV-Geräte sich allesamt in einer sehr bezahlbaren Preisklasse bewegen werden.

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Universelle Suche und neue Roku-TV-App

Das Besondere an den Roku-TVs ist ihre Oberfläche, die der Anbieter zur Verfügung stellt. Optisch erinnert sie stark an die Oberfläche der Streaming-Sticks, kommt also sehr aufgeräumt daher. Hintergründe und Bildschirmschoner lassen sich individuell festlegen, sodass der Look jederzeit geändert werden kann. Die verschiedenen Programme und Sender sind in Form von Kacheln angeordnet und lassen sich nach Priorität verschieben. Apps für Netflix, Disney+, Amazon Prime Video, Apple TV+ etc. sind bereits vorinstalliert, weitere Streaming-Apps lassen sich jedoch kostenfrei herunterladen. In Deutschland sind alle gängigen Streaming-Anbieter vertreten.

Roku bringt eigene TVs nach Deutschland
Die Oberfläche der neuen Roku-TVs kommt sehr aufgeräumt daher.Foto: Roku

Anders als beispielsweise Amazon stellt Roku auf seiner Oberfläche keine Inhalte in den Fokus, da der Hersteller selbst keinen Streaming-Dienst betreibt. Nutzer bekommen bei einer Suche nach einer Serie oder einem Film somit die Suchergebnisse durch alle Apps hinweg angezeigt und können selbst entscheiden, wo sie den Inhalt abrufen möchten. Praktisch dabei ist, dass kostenfrei Angebote zu oberst angezeigt werden. Ebenfalls ist es möglich, nach Genres wie „Komödien“, „Action-Filmen“ oder „Horror“ zu suchen. Dann zeigt der Roku-TV passende Inhalte an – ebenfalls über alle Dienste hinweg. So bekommen Nutzer einen deutlich besseren Überblick über das gebotene Programm der Streaming-Anbieter als bei denjenigen, die vor allem ihre eigenen Inhalte bewerben.

Suchbegriffe lassen sich zum einen eintippen, Nutzer können aber auch die Spracheingabe nutzen. Dafür bietet Roku eine spezielle Smartphone-App an. Sie bietet Features wie „Private Listening“, die es erlaubt, den Ton vom Fernseher über Kopfhörer zu hören, die am Smartphone angeschlossen sind. So müssen diese nicht erst mit dem TV verbunden werden – positiver Nebeneffekt, der fehlende Bluetooth-Support bei einigen Modellen fällt dadurch kaum mehr ins Gewicht.

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Vorbild Amazon?

Auch Amazon kooperiert bereits seit einiger Zeit mit TV-Herstellern und stellt deren Oberfläche im Stil der Fire TVs bereit, die speziell auf die eigenen Inhalte ausgelegt ist. Amazon war aber nicht zwingend Vorreiter, denn Roku selbst vermarktet seine TV-Geräte bereits seit Jahren – nur eben nicht in Deutschland. Hier hat das Unternehmen mit Metz und TCL Partner gefunden, die vor allem für ihre günstigen Fernseher bekannt sind. Abzuwarten bleibt, wie Nutzer die sehr aufgeräumte Oberfläche der Roku-TVs annehmen werden. Sie ist bei weitem nämlich nicht so verspielt wie bei Tizen, webOS oder Fire TV. Auch ist sie stark auf Inhalte ausgelegt, also Streaming-Apps und Internet-Channels der TV-Sender. Immerhin verspricht Roku aber regelmäßige Software-Updates, um neue Funktionen und Verbesserungen zu liefern.

Arthur van Rest, VP International bei Roku sagt dazu: „Nutzer:innen verwenden immer mehr ihrer Entertainment-Zeit auf Streaming, während sie weiterhin einen signifikanten Anteil linear fernsehen. Wir freuen uns also, Roku-TV nach Deutschland zu bringen und ein großartiges Erlebnis für alle zu bieten. Verbraucher:innen in Deutschland wollen das bestmögliche TV-Erlebnis, das all ihre Lieblingsunterhaltung beinhaltet, einfach zu bedienen ist und sie so schnell wie möglich zu der Sendung bringt, die sie sehen wollen.“

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