Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
Künstliche Intelligenz News Videospiele Alle Themen
Kritik aus der Community

Nvidia verärgert Gamer mit neuer KI-Technologie DLSS 5

Vorher Nachher DLSS 5 Resident Evil: Requiem
Resident Evil Requiem zeigt Unterschiede durch DLSS 5 deutlich Foto: INVIDIA_DLSS
Artikel teilen
Bild konnte nicht geladen werden
Adrian Mühlroth
Mats Pache,

20. März 2026, 15:42 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Nach der Vorstellung von DLSS 5 steht Nvidia zunehmend in der Kritik. Besonders Entwickler äußern Bedenken, dass die neue KI-Technik Einfluss auf die Darstellung und Gestaltung ihrer Spiele nehmen könnte.

Kritik an KI-Technologie wächst

Nvidia treibt die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz weiter voran. Mit DLSS 5 stellt das Unternehmen eine neue Version seiner Upscaling-Technologie vor, die stark auf KI setzt. Doch genau dieser Fokus sorgt für Unmut. Während frühere DLSS-Versionen vor allem dazu dienten, mehr Bildqualität aus der Hardware herauszuholen, rückt nun generative KI in den Mittelpunkt.

Besonders kritisch sehen Entwickler die Auswirkungen auf das visuelle Erscheinungsbild von Spielen. Laut einem Bericht von „Notebookcheck“ befürchten sie, dass die KI originale Designs verändert. Erste Beispiele zeigen unter anderem veränderte Gesichtszüge. Vor allem bei weiblichen Figuren fallen überzeichnete Darstellungen auf, die sich an westlichen Schönheitsidealen orientieren. Im Gespräch mit dem YouTuber „Moore’s Law is Dead“ warnt Entwickler Bryan Heemskerk davor, dass Spiele durch solche Technologien zunehmend gleich aussehen könnten. Zusätzlich steht Nvidia in der Kritik, für Demonstrationen Screenshots in niedriger Auflösung genutzt zu haben, um den Effekt so dramatisch wie möglich zu präsentieren.

Gegenüber „Tom’s Hardware“ hat sich Nvidia-CEO Jensen Huang höchstpersönlich an die Gaming-Community gewandt und ihr vorgeworfen, dass sie „komplett falsch“ liege, was DLSS 5 angehe. Die Technologie verändere das Spieldesign nicht selbst, sondern gebe Entwicklern die volle künstlerische Kontrolle über die generative KI. DLSS 5 verändere das Bild nicht nach der Berechnung im Post-Processing, sondern direkt auf der geometrischen Ebene – also bevor es überhaupt entstehe. Die Entwickler könnten damit selbst entscheiden, welchen Look sie den Charakteren und der Umgebung geben wollen.

Mehr zum Thema

Hohe Kosten für neue Technik

Auch die Kosten sorgen für Diskussionen. Um DLSS 5 nutzen zu können, wird derzeit die Leistung von zwei GeForce-RTX-5090-Grafikkarten benötigt. Der Preis liegt aktuell bei rund 3500 Euro pro GPU. Damit ergibt sich ein Gesamtpreis von etwa 7000 Euro allein für die Hardware, die nötig ist, um den maximalen Effekt in 8K-Auflösung zu erzeugen.

Auch interessant: So haben berühmte Tech-Marken ihren Namen bekommen

Allerdings ist davon auszugehen, dass DLSS 5 bis zum geplanten Release im Herbst 2026 auch auf weiteren Karten der 50er-Serie läuft. Wie bei früheren DLSS-Versionen richtet sich der Umfang des Upscaling-Effekts nach der Stärke der Hardware. Während schwächere Modelle wie RTX 5050 und RTX 5060 in geringerem Umfang von den Fähigkeiten von DLSS 5 Gebrauch machen dürften, ist zu erwarten, dass die teureren Modelle die generative KI in höheren Auflösungen wie 1440p und 4K unterstützen.

Zweifel an KI-Fokus nehmen zu

Da die großen Tech-Unternehmen sich immer stärker auf Künstliche Intelligenz fokussieren, wächst der Bedarf an Rechenleistung und Energie enorm. Überall werden neue Serverfarmen gebaut, die so viel Strom wie eine Kleinstadt benötigen – und entsprechend Abwärme erzeugen, die alle Klimaziele durchbricht.

Für die Server werden zudem Unmengen von Arbeitsspeicher und SSD-Speicher benötigt. Die daraus resultierende Knappheit sorgt dafür, dass sich die Preise vervielfacht haben. Verbraucher zahlen mittlerweile viermal so viel für RAM wie vor einem halben Jahr. Auch für Hersteller steigen die Preise, sodass Smartphones, Laptops, PCs – praktisch alles, was RAM und SSD hat – dieses Jahr teurer werden.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.