PlayStation, Xbox, Switch

Welche Konsole die richtige für Sie ist!

Xbox One X
Welche Konsole ist die richtige für welchen Typ? Die Xbox One X etwa richtet sich ausschließlich an Profi-Zocker.
Foto: Getty Images

Spielekonsolen sind beliebte Weihnachtsgeschenke – und mit der Nintendo Switch und der Xbox One X ist der Markt in diesem Jahr noch größer und unübersichtlicher geworden. TECHBOOK zeigt, für wen sich welche Konsole lohnt.

Spätestens im September geht es los: Spieleentwickler und Hardware-Hersteller rüsten sich für das Weihnachtsgeschäft, fast im Wochentakt erscheinen neue Spiele, Zubehörteile und Konsolen. Da verliert man schnell den Überblick, was man am besten verschenken kann. TECHBOOK macht den großen Vergleich und schaut, für wen sich welche Konsole am meisten lohnt.

Zocken mit Kindern

Anfang des Jahres veröffentlichte Nintendo mit der Switch erst sein neues Flaggschiff: Eine Tablet-ähnliche Konsole, die der Spieler überall mit hinnehmen kann – quasi ein Game Boy anno 2017. Der Clou: Steckt man das Tablet in eine mit dem TV verbundene Station, kann man das Lieblingsspiel auch auf dem großen Bildschirm weiterzocken. Wie das genau aussieht, sehen Sie im Video unten.

Die Spieleauswahl ist natürlich noch nicht so groß wie bei den Konkurrenz-Konsolen, die es schon seit einigen Jahren gibt – qualitativ ist sie aber durchaus hochwertig. Der Knackpunkt ist der Preis: Die Switch ist mit derzeit knapp 330 Euro kein Schnäppchen, soll noch ein zweiter Controller (überteuerte 70 Euro) und ein Spiel (um die 50 Euro) unter dem Weihnachtsbaum liegen, summiert sich das Paket schnell auf 450 Euro.

Fazit Nintendo Switch: Tolle Konsole mit rosiger Zukunft – ideal für gewaltfreie Spiele, die trotzdem fordernd sind. Knackpunkt: Der hohe Preis.

Nintendo Switch

Die Steuereinheiten der Nintendo Switch lassen sich links und rechts abnehmen und zu einem Controller umbauen – damit die Tablet-Einheit an den Fernseher angeschlossen werden kann.
Foto: Nintendo

Die Top-Spiele für die Nintendo Switch: The Legend of Zelda: Breath of the Wild“, „Super Mario Odyssey“, „Splatoon 2“, „Lego City Undercover“, „Mario Kart 8 Deluxe“

Günstiger ist da Nintendos zweite Konsole im Portfolio: Der Nintendo 3DS. Dieser ist ein ebenfalls ein tragbares Gerät für unterwegs, an den TV kann man ihn aber nicht anschließen. Er hat zwei Bildschirme, der untere ist ein Touchscreen, auf dem man etwa mit einem Stift zeichnen kann. Die Besonderheit am 3DS: Das obere Display erzeugt einen 3D-Effekt, der ohne 3D-Brille funktioniert. Nett – aber nicht mehr als eine optischer Spielerei. Unser Tipp: Der neue Nintendo New 2DS XL verzichtet zugunsten eines günstigeren Preises auf den 3D-Effekt, kann aber trotzdem fast alle Spiele abspielen und kostet nur 150 Euro. Die Spieleauswahl ist über die Jahre (den 3DS gibt es seit 2011) enorm gewachsen, trotz des fortgeschrittenen Alters kommen noch immer neue dazu.

Fazit Nintendo 3DS: Lieber zur günstigen 2DS-Version greifen. Fairer Preis, viele Spiele – der Lebenszyklus der Konsole neigt sich aber dem Ende. Unklar, wie lange Nintendo das Gerät noch mit neuen Spielen füttert.

Die Top-Spiele für den Nintendo 3DS: „Mario Kart 7“, „Super Mario 3D Land“, „Pokémon Ultrasonne / Ultramond“, „Ever Oasis“

Nintendo News 2DS XL

Nintendos New 2DS XL kommt mit zwei Bildschirmen und lässt sich zusammenklappen. So kann man ihn überall mit hinnehmen.
Foto: Nintendo

Auch interessant: Darum spielen Millionen Menschen „PlayerUnknown’s Battleground“

Der Gelegenheits-Zocker

Wer nicht täglich zockt und nicht jeden Gaming-Hype mitmachen will, ist mit den aktuellen Slim- bzw. S-Geräten von Sony und Microsoft am besten bedient.

Die PlayStation 4 ist hier in Deutschland unangefochtener Marktführer unter den Konsolen, was an der riesigen Auswahl an Spielen, einem attraktiven Angebot für Online-Spieler und dem immer weiter sinkenden Preis liegt: Derzeit bekommt man die Konsole in der Slim-Version mit 500 Gigabyte Speicher (sollte für den Gelegenheitszocker ausreichen) bei guten Angeboten schon ab 200 Euro, was sie zu einem bezahlbaren Weihnachtsgeschenk macht. Mit einem zweiten Controller (um die 60 Euro) und einem Spiel (um die 50 Euro) liegt das Gesamtpaket bei rund 300 Euro. Technisch ist die 2013er-Konsole zwar nicht auf dem Stand aktueller Gaming-PCs, holt aber bei vielen Spielen immer noch eine beachtliche Leistung heraus.

Fazit PlayStation 4 Slim: Unser Kauf-Tipp! Die PlayStation 4 Slim punktet mit riesiger Auswahl exklusiver Spiele für alle Genres, hat einen etablierten und stabilen Online-Service für Partien mit anderen Spielern und ist preislich moderat.

Die Top-Spiele für die PlayStation 4 Slim: Horizon: Zero Dawn“, „Uncharted 4“, „Bloodborne“, „The Last of Us Remastered“, „Persona 5“

Sony PlayStation 4 Slim

Gegenüber der Ur-PS4 ist die PlayStation 4 Slim um knapp 30 Prozent geschrumpft.
Foto: Sony

Der zweite Große im Rennen um die Gunst der Zocker ist Microsoft mit der Xbox One, die es in der S-Version ebenfalls bereits um die 200 Euro (mit 500 Gigabyte Speicher) gibt. Technisch ist sie vergleichbar mit der PlayStation 4 Slim, grafisch erkennt man bei den Spielen nur selten echte Unterschiede. Der große Pluspunkt: Die Xbox One S hat im Gegensatz zum Sony-Pendant ein Ultra-HD-Blu-ray-Laufwerk. Das heißt: Ultra HD Blu-rays mit Filmen in vierfacher HD-Auflösung (4K) werden unterstützt. Ein einzelner Player liegt normalerweise schon bei fast 200 Euro, bei der Xbox One ist er ab Werk verbaut – sehr gut! Warum die PlayStation 4 Slim trotzdem die bessere Konsole ist, liegt in erster Linie an den Spielen: Zwar gibt es die großen Kracher wie „FIFA 18“, „Assassin‘s Creed: Origins“ oder „Battlefield 1“ auch für Microsofts Konsole, die Auswahl an Exklusivtiteln ist aber deutlich kleiner als bei der PlayStation 4.

Fazit Xbox One S: Technisch top, spielerisch im Vergleich zur PlayStation 4 aber mau. Einsteiger sollten zur PlayStation greifen, sie bietet für das Geld einfach das größere Gesamtpaket.

Die Top-Spiele für die Xbox One S: „Quantum Break“, „Forza Horizon 3“, „Gears of War 4“, „Halo 5: Guardians“

Xbox One S

Klein und kompakt: Die Xbox One S in Weiß setzt nicht mehr auf das klobige Design der ersten Xbox-One-Version.
Foto: Microsoft

Auch die Nintendo Switch (s. oben) sollte als Start-Konsole nicht ganz außer Acht gelassen werden. Denn: Neben den kindgerechten Spielen aus dem Mario-Universum bietet die Switch auch Titel für ältere Zocker – etwa die Umsetzungen von „Skyrim“, „Doom“, „L.A. Noire“ oder komplexere Rollenspiele wie „Xenoblade Chronicles 2“.

Der Profi-Zocker

Zocker, die nur die schärfsten Bilder, die meisten Frames und beste Grafik wollen, haben seit Kurzem die Auswahl zwischen zwei technisch aufgebohrten Konsolen: Der Xbox One X und der PlayStation 4 Pro.

Die Xbox One X brüstet sich damit, die stärkste Konsole aller Zeiten zu sein – was auf technischer Seite auch stimmt. Wer einen 4K-Fernseher im Wohnzimmer hat, bekommt seine Spiele in superscharfer Auflösung und einer hohen Bildwiederholungsrate, die für flüssige Bilder sorgt. Außerdem ist die Xbox One X gerüstet für Virtual-Reality-Brillen, um Spiele in einer kompletten 3D-Umgebung mit Rundumblick darzustellen und hat eine große Festplatte (1 Terabyte bzw. 1000 Gigabyte) . Die tolle Technik hat natürlich ihren Preis: 500 Euro kostet allein die Konsole, mit zweitem Controller und Spiel ist man schnell bei knapp 600 Euro.

Eigene Spiele hat die Xbox One X übrigens nicht, sie spielt alle bereits erhältlichen Xbox-One-Games ab. Viele von ihnen bekommen nach und nach Updates, um die 4K-Fähigkeiten der Xbox One X auch nutzen zu können – derzeit sind es 67 Spiele an der Zahl.

Fazit Xbox One X: Wer auch das letzte Quäntchen Spielegrafik aus den Spielen quetschen will und einen 4K-Fernseher daheim hat, ist mit der Xbox One X zumindest auf technischer Seite sehr gut bedient. Alle anderen können getrost auch zur günstigeren Xbox One S oder der PlayStation 4 Slim greifen. Das überschaubare Angebot an echten Knaller-Titel ist auch bei der Xbox One X der große Haken.

Xbox One X

Die Xbox One X ist erstaunlich kompakt für eine Konsole mit so starker Hardware.
Foto: Microsoft

Bereits 2016 erschien die PlayStation 4 Pro, die sich ebenfalls an Dauerzocker richtet: Auch Sonys Konsole kann Inhalte in 4K darstellen, allerdings nicht in „echtem“ 4K wie die Xbox One X, sondern nur mit hochskalierten Bildern. Auch hier gilt: Eigens für die PlayStation 4 Pro produzierte Spiele gibt es nicht, einige PlayStation-4-Spiele sind aber speziell auf die Fähigkeiten der Konsole angepasst. Wer die Virtual-Reality-Brille PlayStation VR hat, bekommt mit der Pro-Version ebenfalls flüssigere und schärfere Bilder.

Preislich liegt die PlayStation 4 Pro bei knapp 400 Euro, mit Spiel und zweitem Controller bei rund 500 Euro.

Fazit PlayStation 4 Pro: Wer keinen 4K-Fernseher daheim hat, für den lohnt sich der doppelte Preis im Vergleich zur PlayStation 4 Slim nicht. Technisch ist die Sony-Konsole der Xbox One X unterlegen, was am Ende aber nur Profi-Zockern im Detail auffallen wird. Insgesamt gilt hier wie bei der Xbox One X: Die meisten Zocker werden auch mit dem günstigeren Modell glücklich.

PlayStation 4 Pro

Eine Schönheit ist die PlayStation 4 Pro nicht, schwarzes Plastik dominiert das Gehäuse.
Foto: Sony