Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Facebook, Quoka, Shpock...

5 Alternativen zu Ebay Kleinanzeigen im Check

Ebay Kleinanzeigen Alternativen: Junge Frau packt Kartons vor dem Computer
Ebay Kleinanzeigen ist der unangefochtene Marktführer der Kleinanzeigen-Portale. Doch es gibt auch AlternativenFoto: Getty Images

Ebay Kleinanzeigen ist der größte Online-Marktplatz für Kleinanzeigen in Deutschland. Doch auch zahlreiche Mitbewerber möchten ein Stückchen vom Kuchen haben. TECHBOOK checkt, ob sie bei der Konkurrenz vielleicht besser handeln.

Kleinanzeigen-Portale funktionieren wie einst Inserate in Tageszeitungen. Private und geschäftliche Verkäufer bieten ihre Waren zum Verkauf und zur Abholung an. Sie richten sich dabei in der Regel an Menschen aus Ihrer Nähe, da sie eben nicht versenden wollen oder das bei größeren Gegenständen wie Möbeln auch gar nicht können. Je größer das Portal, umso mehr Angebote und potentielle Käufer gibt es. Das hat aber nicht nur Vorteile, denn es bedeutet für beide Seiten auch mehr Konkurrenz. TECHBOOK stellt Ihnen ein paar Alternativen zum Marktführer Ebay Kleinanzeigen vor.

Vor- und Nachteile von Ebay Kleinanzeigen

Das Kleinanzeigen-Portal von Ebay ging bereits 2009 aus dem vorherigen Anbieter Kijiji hervor. Mit über 40 Millionen Anzeigen ist es das größte Portal seiner Art in Deutschland und für viele die erste Anlaufstelle, um ihre Sachen weiterzuverkaufen. Im Gegensatz zu Ebay selbst können Verkäufer hier agieren, ohne Gebühren zu bezahlen. Diese werden erst fällig, wenn, wenn innerhalb von 30 Tagen mehr als 50 Anzeigen online gestellt werden; ab dann kostet jede weitere Anzeige 95 Cent. Auf diese weise möchte Ebay Kleinanzeigen garantieren, dass das Geschäftsmodell nicht ausgenutzt wird. Die Auswahl auf dem Portal ist riesig: Von kaum genutzter Technik bis zu abgelutschten Nüssen bekommen Käufer hier alles, was das Herz begehrt (oder auch nicht). Aufgrund seiner Größer und der Anzahl an Nutzern kann man Ebay Kleinanzeigen auch in vielen Regionen Deutschlands gut nutzen und findet das meiste auch in der unmittelbaren Umgebung.

Allerdings berichten Nutzer auch immer wieder von diversen Betrugsmaschen. Unter anderem die individuellen Zahlungsmethoden machen das Portal mitunter anfällig für Betrüger, die entweder über Fake-Profile Ware anbieten, die dann nie ankommt oder als imaginäre Käufer niemals Geld überweisen. Außerdem führt die Bekanntheit der Seite natürlich auch dazu, dass nicht jedes Angebot seriös ist. Deshalb oder auch, weil Sie mal eine andere Plattform ausprobieren möchten, stellt Ihnen TECHBOOK 5 Alternativen zu Ebay Kleinanzeigen vor.

Quoka

Quoka zählt zu den größten Mitbewerbern von Ebay Kleinanzeigen. Wie beim Branchenprimus finden Sie hier alles: Von der Bierzeltgarnitur bis zu Disney-VHS-Kasetten. Die Aufmachung der Webseite erinnert dabei auch durchaus an Ebay, wobei Kategorien wie „Partnerschaft & Kontakte“ oder „Erotik“ dort fehlen. Generell hat Quoka einige Kategorien mehr und ermöglicht so sehr gezieltes suchen.

Die stichprobenartige Überprüfung einiger beliebter Technik-Artikel zeigt jedoch ein klares Defizit in der Anzahl der Angebote. So ergibt die Suche nach einer PlayStation 4 Pro in den letzten drei Monaten auf Quoka rund 149 Treffer. Auf Ebay Kleinanzeigen wählen Sie alleine in den letzten vier Wochen bereits aus gut 6.000 Inseraten. Bei 149 Treffern ist es durchaus möglich, ein interessantes Angebot aus der Umgebung zu finden, Ebay Kleinanzeigen hat aber trotzdem deutlich die Nase vorne. Unter die Suchergebnisse bei Quoka mischen sich zusätzlich sogenannte Partner-Anzeigen. Dabei handelt es sich nicht um Inserate sondern Werbung, die Sie auf eine externe Seite leitet. Quoka kommt in Sachen Technik bei Weitem nicht an Ebay Kleinanzeigen heran, ist dafür aber in anderen Bereichen wie Babykleidung stark aufgestellt.

TECHBOOK meint


Viele Produktarten, großes Angebot
Wenig Technik, unpassende Werbung

Facebook Marktplatz

Der Facebook Marktplatz hat aufgrund der riesigen Mitgliederzahl des sozialen Netzwerks die potenziell größte Nutzerschaft. Die Vielzahl ist jedoch nicht als Käufer oder Verkäufer aktiv. Trotzdem gibt es vor allem in den Bereichen Technik und Mode ein sehr großes Angebot. Die Aufmachung ist sehr übersichtlich – sowohl vom Desktop als auch vom Smartphone. Aufgrund der hinterlegten Facebookprofile können sich die Handelspartner darüber hinaus ein gutes Bild vom jeweiligen Gegenüber machen. Definitiv eine ebenbürtige Alternative zu Ebay Kleinanzeigen.

Kurioserweise macht sich Facebook mit dem Marktplatz aber auch selbst Konkurrenz. Obwohl das Tool bereits 2017 nach Deutschland kam, nutzen immer noch sehr viele stattdessen privat erstellte Gruppen, um untereinander und vor allem regional zu handeln.

TECHBOOK meint


Riesige Auswahl, übersichtliches Design
Betrugsrisiko durch Fake-Profile höher, kein Bewertungssystem

Shpock

Der Online-Flohmarkt Shpock ist vor allem für seine App bekannt, über die sich leicht Dinge aus allen möglichen Bereichen anbieten und kaufen lassen. Shpock setzt dabei noch mehr auf die örtliche Nähe der Handelspartner und markiert neue eingestellte Artikel übersichtlich. Shpock erinnert von der Aufmachung, genau wie die Desktop-Variante, an den Facebook Marktplatz. Beide setzen nicht auf Listen, sondern auf Bilder. Die Anmeldung funktioniert wahlweise über ein Facebookprofil, was die gleichen Sicherheitsbedenken wie beim eigenen Marktplatz des sozialen Netzwerks mit sich bringt.

Die App ist komplett kostenlos nutzbar. Bestimmte VIP-Features können als In-App-Kauf zusätzlich erworben werden, sind aber nicht nötig. Außerdem können Nutzer sich gegenseitig bewerten, was die Sicherheit generell erhöht.

TECHBOOK meint


Große Auswahl, tolles Design und hohe Übersichtlichkeit, Bewertung mögich
Betrugsrisiko durch Fake-Profile

Markt.de

Markt.de zählt mit 2,4 Millionen Anzeigen zu den kleineren Portalen. Das zeigt sich auch beim stichprobenartigen Test. So wenig Technik wie hier gibt es auf keinem der anderen gecheckten Portale. Das größte Problem ist jedoch die ungenaue Suche. Wer ein iPhone 7 möchte, bekommt nicht nur Smartphones, sondern auch Tablets und sogar Autos angezeigt. Die Aufmachung orientiert sich an Ebay Kleinanzeigen und Quoka und ist somit vor allem im Vergleich zu den neueren Anbietern wie Shpock etwas altbacken.

TECHBOOK meint


Viele Filtermöglichkeiten
Sehr wenige Technikangebote, Ungenaue Suchergebnisse

ANZEIGE

DRUCK Schinkenkocher


✔︎ Edelstahl Schinkenkocher im einmaligen geschützten Design
✔︎ Mit Thermometer und Einlegebeutel

Kalaydo

Kalaydo ähnelt sehr stark Markt.de. Die Auswahl ist ebenfalls kleiner, was vor allem daran liegt, dass es einen regionalen Fokus auf Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz liegt. Gerade für jene, die dort ansässig sind, kann sich ein Blick trotzdem lohnen, da aufgrund der geringeren Nutzerzahl auch das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern ist.

Die Aufmachung ist übersichtlich und die Suche intuitiv nutzbar. Über Kalaydo können außerdem auch Jobs gesucht und geschaltet werden. Das Portal bietet dafür regionale Filtermöglichkeiten an, auch nach Arbeitgebern kann gesucht werden. Für die breite Masse ist Kalaydo allerdings nicht geeignet.

TECHBOOK meint


In einzelnen Regionen stark, Jobs
Extrem wenige Technikangebote, ungenaue Suchergebnisse