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Neue Voraussetzungen

Smartphones, auf denen WhatsApp jetzt nicht mehr funktioniert

WhatsApp stellt Support für ältere WhatsApp-Smartphones ein
Ab 1. November 2021 stellt WhatsApp den Support für einige Android-Smartphones einFoto: Getty Images

WhatsApp passt seine Systemvoraussetzungen immer wieder an. TECHBOOK verrät, auf welchen Smartphones der Messenger nicht mehr funktioniert.

Aktuelle Apps für ältere Smartphones bereitzustellen, ist für das Entwickler-Team immer eine große Herausforderung. Nicht nur haben diese Geräte oft nur sehr begrenzte Rechenressourcen zur Verfügung, auch die Sicherheit ist aufgrund fehlender Patches nicht gegeben. Auch WhatsApp fordert deshalb eine Mindestversion sowohl für iOS- als auch Android-Geräte. Auf Smartphones, die diese Anforderungen nicht mehr erfüllen, bekommt WhatsApp keine neuen Funktionen und Sicherheitspatches. Über kurz oder lang kann das dazu führen, das WhatsApp gar nicht mehr läuft.

Diese Betriebssysteme unterstützt WhatsApp nicht mehr

  • Android-Version 4.0.4 (Ice Cream Sandwich) und älter ab 1. November 2021
  • iPhone iOS 9.X und älter seit dem 15. März 2021
  • Nokia Symbian S60 seit dem 30. Juni 2017
  • BlackBerry OS und BlackBerry 10 seit dem 31. Dezember 2017
  • Nokia S40 seit dem 31. Dezember 2018
  • Alle Windows Phone-Betriebssysteme (auch Windows 10 Mobile) seit dem 31. Dezember 2019

Besitzern der betroffenen Smartphones ist es nicht mehr möglich, neue WhatsApp-Accounts zu erstellen oder einen bestehenden Account neu zu verifizieren. WhatsApp teilte mit, dass weitere Funktionen jederzeit abgeschaltet werden können, da man nicht mehr aktiv an diesen Systemen entwickele.

Auf diesen Smartphones läuft WhatsApp jetzt nicht mehr

Alte Smartphones lassen sich in der Regel irgendwann nicht mehr updaten. Ändern Messenger wie WhatsApp also ihre Systemvoraussetzungen, dann fliegen immer auch Geräte komplett raus. Mit der geplanten Änderung am 1. November 2021 verbannt den Messenger von Android-Smartphones, die noch mit Version 4.0.4 laufen. Dazu zählen etwa das Sony Xperia Neo L und das Sony Ericsson Xperia Arc S.

Auch interessant: Kontosperrung droht: Was Sie bei WhatsApp beachten müssen

Das können Nutzer jetzt tun

Als erstes sollten betroffene Nutzer auf ihrem Smartphone prüfen, ob eventuell ein Systemupdate zur Verfügung steht, das auf eine neuere Betriebssystemversion aktualisiert. Unter Umständen müssen dann auch diejenigen, die sich gegen neue Updates gewehrt haben, in den sauren Apfel beißen. Das betrifft etwa iPhone-4s-Besitzer, die zu einem großen Teil nicht auf iOS 9 geupdatet haben, das aber tun müssen, um WhatsApp weiterhin zu verwenden.

Besitzer eines Windows-10-Mobile-Smartphones gehen leider leer aus, da das Betriebssystem auch von Microsoft nicht mehr unterstützt wird. Windows Phone erhält bereits seit Ende 2017 keine Funktionsupdates mehr und seit 10. Dezember 2019 nicht mehr mit Sicherheitspatches versorgt.

All diejenigen, die WhatsApp nicht mehr mit ihrem alten Smartphone nutzen können, haben viele günstige Alternativen zur Auswahl. Empfehlenswerte und vor allem WhatsApp-fähige Smartphones in verschiedenen Preisklassen finden Sie in unseren großen Vergleichstests:

Diese Systemvoraussetzungen empfiehlt WhatsApp

  • Android mit der OS-Version 4.1 (Jellybean) und neuer
  • iPhone mit iOS 10 und neuer
  • Ausgewählte Telefone mit KaiOS 2.5.1 und neuer, einschließlich JioPhone und JioPhone 2

Besitzen Nutzer ein Smartphones mit einem der aufgeführten Betriebssystem-Versionen, können sie WhatsApp installieren und ihre Rufnummer zur Nutzung verifizieren.

Lesen Sie bei unseren Kollegen von FITBOOK: Sind Smartphones gefährlich für unsere Gesundheit?

WhatsApp-Support für andere Systeme schon lange gestrichen

WhatsApp ließ erstmals 2016 in einem Blogpost verlauten, dass man sich künftig „auf die mobilen Plattformen, die von der überwiegenden Mehrheit verwendet werden, fokussieren“ wolle. Die Weiterentwicklung des Messengers auf auslaufenden Plattformen wie Windows Mobile und BlackBerry 10 lohne sich einfach nicht, da die Nutzerzahlen sowieso sinken. Die Abschaltung der Dienste zwingt zudem diejenige, die einfach nicht loslassen wollen, dazu, auf ein neues Betriebssystem zu wechseln, das noch Sicherheitsupdates bekommt. Die Liste der nicht mehr unterstützten Geräte wird von WhatsApp immer wieder aktualisiert.