12. Juni 2026, 9:55 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten
Die Fußball-WM 2026 läuft über mehr als einen Monat hinweg und begleitet Fans rund um den Globus. Doch wer während des Turniers verreist, merkt oft schnell, dass sich nicht jeder Livestream wie gewohnt öffnen lässt. Statt des Spiels erscheint mitunter nur ein Hinweis, dass das Angebot im aktuellen Land nicht verfügbar ist. Besonders bei deutschen Sendern kommt das regelmäßig vor.
Wann und wo die WM 2026 übertragen wird
Die Weltmeisterschaft wird zwischen dem 11. Juni und dem 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen. Insgesamt stehen 104 Spiele auf dem Programm.
Ein großer Teil davon läuft in Deutschland kostenlos. ARD und ZDF übertragen zusammen 60 Begegnungen im Fernsehen und online. Darunter befinden sich auch sämtliche Spiele der deutschen Nationalmannschaft.
Wer jede einzelne Partie sehen möchte, muss auf MagentaTV ausweichen. Dort werden alle 104 Begegnungen gezeigt. Die Telekom besitzt für Deutschland die Rechte am kompletten Turnier.
Kostenlose WM-Übertragungen außerhalb Deutschlands
Nicht nur deutsche Sender berichten von der WM. Auch in Österreich und der Schweiz laufen zahlreiche Spiele frei empfangbar.
In Österreich teilen sich ORF und ServusTV die Übertragungen. Beide Sender zeigen jeweils 52 Spiele. Das Angebot verteilt sich wie folgt:
- ORF zeigt 52 Partien über die Plattform ORF On
- ServusTV überträgt die übrigen 52 Begegnungen über ServusTV On
Noch umfangreicher fällt das Programm beim Schweizer Rundfunk aus. SRF zeigt sämtliche 104 WM-Spiele. Abrufbar sind die Übertragungen sowohl über die SRF-Sport-App als auch über Play SRF.
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Wer allerdings versucht, diese Streams außerhalb der jeweiligen Länder aufzurufen, stößt häufig auf dieselbe Hürde wie bei deutschen Angeboten: Die Inhalte sind meist nur für bestimmte Regionen freigeschaltet.
Weshalb Sender den Zugriff beschränken
Die Ursache liegt in den Übertragungsrechten. Fernsehsender und Streaming-Plattformen erwerben diese in der Regel nur für einzelne Länder oder Regionen.
Um diese Vorgaben einzuhalten, wird die Herkunft einer Internetverbindung überprüft. Grundlage dafür ist die IP-Adresse des Nutzers. Anhand dieser Information lässt sich erkennen, aus welchem Land ein Zugriff erfolgt.
Liegt der Standort außerhalb des vorgesehenen Sendegebiets, wird der Stream häufig nicht freigegeben. Deshalb kann derselbe Livestream in Deutschland funktionieren, während er in Spanien, Italien oder Thailand nicht verfügbar ist.
Wie ein VPN die Verbindung verändert
Ein VPN verändert nicht den Stream selbst, sondern den Weg dorthin. Die Internetverbindung wird zunächst über einen zusätzlichen Server geführt.
Wählt ein Nutzer einen Standort in Deutschland, erscheint die Verbindung gegenüber dem Streaming-Anbieter so, als käme sie ebenfalls von dort. Dadurch lassen sich geografische Sperren häufig umgehen.
Der gesamte Vorgang dauert meist nur wenige Minuten und erfordert keine aufwendige technische Einrichtung.
So gelingt die Einrichtung
Vor dem ersten Einsatz muss lediglich die passende Anwendung installiert werden. Anschließend erfolgt die Verbindung über den gewünschten Standort.
Der Ablauf sieht meist so aus:
- VPN-App auf Smartphone, Tablet oder Notebook installieren
- Serverstandort auswählen
- Verbindung herstellen
- Stream aufrufen
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Nach demselben Prinzip funktionieren viele Lösungen auch auf Smart-TVs und Streaming-Sticks wie dem Amazon Fire TV.
Diese VPN-Dienste werden empfohlen
Beim Streaming machen sich Unterschiede zwischen den Anbietern besonders bemerkbar. Geschwindigkeit, Stabilität und die Zahl verfügbarer Server können entscheidend sein. Aktuell werden vor allem drei Dienste empfohlen.
NordVPN
NordVPN gehört seit Jahren zu den bekanntesten Vertretern seiner Kategorie. Der Anbieter verfügt mittlerweile über 129 VPN-Destinationen. Neben Streaming-Funktionen bietet der Dienst zusätzliche Werkzeuge wie Meshnet. Besonders beim Umgehen von Sperren auf Streaming-Plattformen gilt der Anbieter als zuverlässig.
Proton VPN
Auch Proton VPN betreibt Server in 129 Ländern. Damit lassen sich zahlreiche internationale TV-Angebote erreichen. Dazu gehören deutsche Sender ebenso wie Angebote aus Österreich oder der Schweiz. Zusätzlich hebt der Anbieter seine Sicherheitsfunktionen und seine Datenschutzpolitik hervor.
Surfshark
Surfshark richtet sich an Nutzer, die Wert auf Streaming legen und gleichzeitig mehrere Geräte absichern möchten. Der Dienst besitzt kein Gerätelimit. Dadurch können Smartphones, Tablets und Computer parallel genutzt werden. Das Netzwerk umfasst Standorte in 100 Ländern.
Darf man einen VPN nutzen?
Der Einsatz eines VPN ist in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie in vielen weiteren Ländern grundsätzlich erlaubt.
Diskutiert wird jedoch die Frage, wie das Umgehen geografischer Sperren rechtlich zu bewerten ist. Da Sender ihre Inhalte nur für bestimmte Märkte lizenzieren, bewegt sich die Nutzung in diesem Zusammenhang in einer rechtlichen Grauzone.
Eine Straftat stellt dies nicht dar. Möglich ist jedoch, dass einzelne Anbieter entsprechende Nutzungsbedingungen festlegen. Für ARD, ZDF, ORF, ServusTV und SRF finden sich laut den Angaben im Ausgangstext allerdings keine Hinweise, die den Einsatz von VPN- oder Proxy-Diensten ausdrücklich ausschließen.
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Vorsicht bei fragwürdigen Gratis-Streams
Nicht jedes kostenlose Streaming-Angebot im Internet stammt von einem offiziellen Anbieter. Zahlreiche Websites werben mit kostenlosem Zugang zu Sportereignissen, Filmen oder Serien.
Bei solchen Angeboten handelt es sich häufig um illegale Plattformen. Wer sie nutzt, riskiert nicht nur rechtliche Folgen. Hinzu kommt die Gefahr von Schadsoftware, die über solche Seiten verbreitet werden kann.
Die wichtigsten Fragen zur WM 2026 im Ausland
- Kann man die WM kostenlos verfolgen? Ja. ARD und ZDF zeigen zahlreiche Begegnungen kostenlos. Weitere kostenlose Übertragungen gibt es bei SRF, ORF und ServusTV.
- Lassen sich die Spiele im Ausland ansehen? Ja. Da viele Streams außerhalb ihres Zielgebiets gesperrt werden, ist dafür häufig ein VPN erforderlich.
- Ist die Nutzung eines VPN bei WM-Streams möglich? Viele VPN-Dienste ermöglichen den Zugriff auf Livestreams aus anderen Ländern. Eine Garantie gibt es jedoch nicht, da Anbieter ihre Sperrmechanismen jederzeit anpassen können.
- Welcher VPN-Dienst wird empfohlen? Zu den empfohlenen Anbietern zählen NordVPN, Proton VPN und Surfshark.
- Funktioniert die WM auch auf dem Smartphone? Ja. Die Sender stellen Apps für Android-Geräte, iPhones, Tablets und Smart-TVs bereit. Zusätzlich können viele Streams direkt über die jeweiligen Websites abgerufen werden.