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Im Oktober

Netflix-Skandalserie geht mit diesem berüchtigten Mörder weiter

Charlie Hunnam auf einem Promo-Artwork zu „Monster: Die Geschichte von Ed Gein“
„Monster: Die Geschichte von Ed Gein“ startet im Oktober bei Netflix Foto: COURTESY OF NETFLIX
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Woon-Mo Sung
, Louisa Stoeffler

26. September 2025, 11:33 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

2022 landeten Ryan Murphy und Ian Brennan mit der ersten Staffel von „Monster“ bei Netflix einen absoluten Überraschungshit. Darin beleuchtet man auf fiktionalisierte Weise das Leben und vor allem das brutale Wirken des wahren Serienmörders Jeffrey Dahmer. Der Titel entwickelte sich rasch zu einem der größten Erfolge für den Streaming-Dienst, weitere Staffeln waren die logische Konsequenz. Nun geht die dritte Staffel von „Monster“ bei Netflix im Oktober an den Start – mit einer zweifelhaften Ikone im Fokus.

Neue Staffel „Monster“ dreht sich bei Netflix um Ed Gein

Die „Monster“-Serie bei Netflix ist eine sogenannte Anthologieserie. Das bedeutet, dass die Macher auf eine fortlaufende Geschichte verzichten. Stattdessen ist jede neue Season in sich abgeschlossen und erzählt eine eigene Handlung mit gänzlich anderen Figuren. Nach Dahmer folgte in der zweiten Runde das Schicksal der Brüder Lyle und Erik Menendez. Und in der bald erscheinenden dritten Staffel dreht sich alles um Ed Gein.

In die Hauptrolle schlüpfte dieses Mal Charlie Hunnam („Sons of Anarchy“, „Pacific Rim“), der dieses Mal nicht den strahlenden Helden mimt oder seine beachtlichen Muskeln spielen lässt. Auf dem Land im US-Bundesstaat Wisconsin der 50er-Jahre führt Eddie Gein ein eigentlich ruhiges Leben. Er selbst wirkt freundlich, aber auch zurückhaltend. Doch was viele nicht wissen: Auf seiner verfallenden Farm trugen sich unvorstellbar grausame Ereignisse zu.

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Ohne Ed Gein kein „Das Schweigen der Lämmer“

Für die dritte Staffel „Monster“ bei Netflix suchten sich die Macher eine regelrechte Ikone der US-Kriminalgeschichte aus. Denn Gein ist bis heute bekannt und seine Taten dienten als Vorlage für zahlreiche Filme und Serien. Er selbst war zweifacher Mörder, Grab- und Leichenschänder und Leichendieb.

Zu Hause sammelte er etliche Körperteile und fertigte aus menschlicher Haut Kleidungsstücke und Masken. Dabei soll er sogar den Wunsch gehabt haben, sich in die Haut seiner Mutter hineinversetzen zu können, weshalb er sogar einen ganzen Anzug aus Menschenhaut erschaffen wollte. Gein wurde für zwei Morde verurteilt, dann aber als psychisch krank eingestuft, weshalb er bis zu seinem Tod 1984 in der Psychiatrie verblieb.

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Seine Taten und seine Person selbst sind jedoch in die Popkultur eingegangen. Bereits 1960 ließ sich Alfred Hitchcock für seinen Klassiker „Psycho“ von Gein und seiner krankhaften Beziehung zu seiner Mutter inspirieren. Für den Serienmörder Jame Gumb aus „Das Schweigen der Lämmer“ diente Gein ebenso als Vorlage wie auch für den Film „The Texas Chainsaw Massacre“.

„Monster“ sorgte bereits für Kontroversen

Besonders die erste „Monster“-Staffel wurde zum massiven Hit. Aktuell ist sie auf Platz 4 der erfolgreichsten Serien aller Zeiten bei Netflix. Doch das Format zieht auch kritische Stimmen an. Schließlich geht es um wahre Ereignisse, die aber wie ein Spielfilm in Szene gesetzt werden.

Nach der Season um Jeffrey Dahmer etwa meldeten sich Angehörige der Opfer zu Wort. Sie warfen Netflix vor, nicht vorher konsultiert worden zu sein. Zudem würden die Darstellungen das Risiko beherbergen, retraumatisierend wirken zu können. Serienmacher Murphy stritt die Vorwürfe seinerzeit ab und betonte, man habe sehr wohl den Kontakt zu den Familien gesucht. Man habe aber nie eine Antwort erhalten.

„Monster: Die Geschichte von Ed Gein“ erscheint am 3. Oktober bei Netflix.

Louisa Stoeffler Redakteurin

Skandalserie wird fortgesetzt – und ich bin auf jeden Fall dabei!

„Netflix setzt seine umstrittene True-Crime-Reihe Monster fort. Nach Jeffrey Dahmer und den Menéndez-Brüdern rückt nun Ed Gein in den Mittelpunkt. Der ‚Butcher of Plainfield‘ schockierte in den 1950er-Jahren mit Morden, Grabschändungen und makabren ‚Trophäen‘ aus Leichenteilen – und inspirierte damit bis heute Horrorfiguren wie Norman Bates, Leatherface und Buffalo Bill.

Natürlich ist die Wahl dieses Falls skandalträchtig: Geins Geschichte ist extrem verstörend und birgt die Gefahr, dass die morbide Faszination überwiegt. Doch wenn Netflix erneut den Weg der ersten Staffel geht und – wie bei Dahmer – die Perspektive der Opfer ins Zentrum rückt, könnte auch diese Staffel mehr bieten als bloße Schauergeschichten.
Als True-Crime-Fan werde ich sie mir jedenfalls nicht entgehen lassen – auch wenn ich weiß, dass es diesmal besonders heftig wird.

Meine Wunschliste: Wer als Nächstes spannend wäre

Ted Bundy – der charismatische Serienmörder mit mehr als 30 Opfern.

John Wayne Gacy – der ‚Killer-Clown‘, der 33 junge Männer missbrauchte und ermordete.

Dennis Rader (‚BTK-Killer‘) – über Jahrzehnte aktiv, berüchtigt für seine verhöhnenden Botschaften an die Polizei. Seine Story wurde bei dem True-Crime-Classic „Mindhunter“ von David Fincher leider nicht zu Ende erzählt.

Jack Unterweger – österreichischer Serienmörder, der sich gleichzeitig als Literat inszenierte.

Jack the Ripper – historischer Fall aus dem viktorianischen London. Eine Staffel nach dem Ansatz von Halley Rubenholds ‚The Five‘ wäre besonders spannend: Der Täter würde nicht zum Mythos erhoben, sondern die Biografien der fünf ermordeten Frauen stünden im Vordergrund.“

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