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Bis zu 50 Prozent teurer

Paramount+ erhöht die Preise in den USA – ist auch Deutschland betroffen?

Seit August 2025 gehören Skydance und Paramount zusammen und betreiben Paramount+ als gemeinsames Unternehmen
Seit August 2025 gehören Skydance und Paramount zusammen und betreiben Paramount+ als gemeinsames Unternehmen Foto: Getty Images
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Adrian Mühlroth
Redakteur

12. November 2025, 10:38 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Gerade erst hat Skydance Media die Übernahme von Paramount Global für 8 Milliarden US-Dollar vollzogen, schon kündigt der CEO von Paramount Skydance die nächste Preiserhöhung für Streaming-Abonnenten an. Ist auch Deutschland davon betroffen?

Preiserhöhungen für Paramount+ ab Anfang 2026

Für Kanada und Australien hatte das Unternehmen die neuen Preise bereits bestätigt. In einem Schreiben an Anteilseigner zum aktuellen Quartalsbericht kündigte CEO David Ellison höhere Abokosten auch für die USA an. Grund dafür seien die umfangreichen Investitionen in Paramount+, mit denen man den Kunden mehr bieten möchte. „Um diese anhaltenden Investitionen zu unterstützen, planen wir für Anfang des ersten Quartals 2026 Preiserhöhungen in den USA“, steht in dem Schreiben.

Variety“ zufolge sollen die Preise für Paramount+ Essential und Premium um jeweils einen USD steigen. Damit kostet das werbefinanzierte Essential-Abo künftig 8,99 USD statt 7,99 USD im Monat. Die werbefreie Premium-Variante verteuert sich von 12,99 USD auf 13,99 USD. Auch bei den Jahresabos steigen die Kosten – vor allem für die Essential-Option. Hier zahlen Abonnenten künftig 89,99 USD und damit ganze 30 USD mehr als bisher. Das entspricht einem Anstieg von wuchtigen 50 Prozent. Beim Premium-Abo kommen 20 USD obendrauf, für einen Gesamtpreis von 139,99 USD. Hier noch einmal die Übersicht der neuen Preise:

OptionAlter PreisNeuer Preis ab Q1 2026Preisanstieg
Essential (monatlich)7,99 USD8,99 USD+12,5 Prozent
Premium (monatlich)12,99 USD13,99 USD+7,7 Prozent
Essential (jährlich)59,99 USD89,99 USD+50 Prozent
Premium (jährlich)119,99 USD139,99 USD+17,7 Prozent

Kostenloses Probeabo entfällt

Zusammen mit der Preiserhöhung hat Paramount auch ein Ende der kostenlosen Probezeit angekündigt. Derzeit bietet der Streaming-Dienst in vielen Märkten noch eine einwöchige Testphase an. Zur Erhöhung der Gewinnmarge sollen jedoch mehrere Möglichkeiten zur Vergünstigung des Abos entfallen. Das Schreiben an Investoren enthält eine Passage, die über die „Einstellung der kostenlosen Testphase“ informiert. Auch Streaming-Bundles und andere Rabattpraktiken sind auf dem Prüfstand.

Beginnend mit dem vierten Quartal 2025 gibt das Unternehmen nur noch die Zahlen für zahlende Paramount+-Abonnenten an. Bislang tauchen auch Nutzer der kostenlosen Testphase in den Zahlen auf. Im dritten Quartal 2025 hatten 1,2 Millionen Nutzer ein kostenloses Probeabo – in etwa 1,5 Prozent der insgesamt 79,1 Millionen Nutzer.

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Erhöht Paramount die Preise auch in Deutschland?

Zuletzt hatte Paramount die US-Preise im August 2024 angehoben. Damals stieg das Premium-Abo um einen US-Dollar auf 12,99 USD und das Essential-Abo um 2 USD auf 7,99 USD. In Deutschland kostet das Standard-Abo seit Juni 2025 9,99 Euro statt vormals 7,99 Euro. Zeitgleich führte der Streaming-Dienst sein werbefinanziertes Abo für 5,99 Euro auch hier ein. Zuvor war diese Option nur in den USA und anderen Märkten verfügbar.

Auf Anfrage gab eine Pressesprecherin gegenüber TECHBOOK an, dass die „Preiserhöhungen nur in den genannten Märkten USA, Kanada und Australien geplant“ sind. Für Europa und Deutschland seien „zum aktuellen Zeitpunkt keine Preiserhöhungen vorgesehen“.

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Paramount Skydance investiert massiv in Inhalte

Insgesamt fällt die Preiserhöhung für Paramount+ mit durchschnittlich 22 Prozent Mehrkosten ziemlich massiv aus. Trotzdem sieht das Unternehmen seine Abo-Preise im Vergleich zur US-Konkurrenz noch als günstig an, wie „Variety“ schreibt.

Paramount hat in der jüngeren Vergangenheit schwer in Inhalte für seine Streaming-Plattform investiert. Für exklusive MMA-Übertragungsrechte hat das Unternehmen 7,7 Milliarden USD gezahlt. Mit einem 1,5-Milliarden-USD-Deal wurden zudem die „South Park“-Macher Matt Stone und Trey Parker samt Exklusivrechten an der Kultserie an Bord geholt. Laut Ellison war „South Park“ im dritten Quartal der wichtigste Treiber für neue Paramount+-Abos.

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Auch weitere Deals sind im Gespräch, darunter ein Vertrag mit den Duffer-Brüdern, die für die Netflix-Hitserie „Stranger Things“ verantwortlich waren. Zudem ist Paramount Skydance an einer Übernahme von Warner Bros. Discovery interessiert, um auf dem Streaming-Markt ein stärkeres Gegengewicht zu den Branchenführern Netflix und Disney zu bilden.

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