12. August 2025, 16:55 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Nachdem 2024 die Verhandlungsphase bereits abgeschlossen wurde, ist es nun ganz offiziell: Paramount geht in Skydance über und der neue Name lautet Paramount, a Skydance Corporation.
Damit geht eine zweijährige Gesprächsphase zu Ende, bei der auch andere Parteien ein Wörtchen mitzureden hatten, die aber ultimativ leer ausgingen. So hatte sich zwischenzeitlich Sony als möglicher Käufer in Position gebracht, was den globalen Streaming-Markt erheblich verändert hätte – TECHBOOK berichtete. Doch am Ende blieb es doch bei der Übernahme Paramounts durch Skydance. Beide Unternehmen verhandelten seit 2023 und haben zuvor schon mehrere Jahre zusammengearbeitet, unter anderem bei den „Mission: Impossible“-Filmen.
8 Milliarden Dollar für Paramount-Skydance-Deal
Das Geschäft soll einen Wert in Höhe von acht Milliarden US-Dollar haben. Allerdings plane man laut CEO David Ellison eine Kostenersparnis von zwei Milliarden allein durch effizientere Synergien nach der Zusammenführung beider Unternehmen. Mehr noch glaubt er, dass man dieses Ziel nicht nur erreichen, sondern auch bedeutend übertreffen werde.
Das wolle man unter anderem dadurch bewerkstelligen, dass man Paramount und Skydance in Zukunft über eine einzige technische Plattform betreiben wolle. Was das genau heißt, ist nicht bekannt. Im Fokus der Unternehmung sollen aber modernste Technologien stehen, „um das enorme Potenzial des Konzerns freizusetzen.“
Auch hierzu fehlen weiterführende Details. Es ist aber sicher nicht abwegig, darauf zu spekulieren, dass man auch bei Paramount und Skydance sehr auf die voranschreitende Entwicklung von KI setzen wird.
Sport-Knüller direkt nach Paramount-Übernahme
Während vieles weiterhin vage bleibt und sich noch nicht abzeichnet, wie der Deal Kunden beider Unternehmen betrifft, gibt es doch einen regelrechten Coup zu vermelden. Wie „Variety“ berichtet, haben Paramount Skydance und die TKO Gruppe einen neuen siebenjährigen Deal abgeschlossen. Dieser überträgt die exklusiven Rechte für alle kommenden Events der Ultimate Fighting Championship (UFC) auf Paramount+. Im gleichen Zuge verlieren ESPN und damit auch Disney die Übertragungsrechte.
Das Geschäft tritt 2026 in Kraft und hat einen Gesamtwert von 7,7 Milliarden US-Dollar. Paramount wird ab dem kommenden Jahr das komplette UFC-Programm bei Paramount+ vertreiben – 13 große Events sowie 30 sogenannte Fight Nights. Ausgewählte Termine sollen zusätzlich auch bei CBS zu sehen sein. Für US-Kunden des Streaming-Dienstes kommt das Angebot ohne zusätzlichen Aufpreis, was eine Abkehr des bisherigen Pay-per-View-Modells der UFC darstellt.
Bislang werden lediglich US-Kunden in den Genuss der amerikanischen UFC-Kämpfe bei Paramount+ kommen. TECHBOOK hat beim Unternehmen angefragt und eine entsprechende Bestätigung erhalten – außerhalb der USA wird es die Kämpfe vorerst nicht zu sehen geben. Allerdings überlege man bereits, UFC-Rechte auch außerhalb der USA zu akquirieren, sollten sie in Zukunft zur Verfügung stehen. ESPN derweil verliert zwar die UFC, bekommt dafür jedoch die ganz großen Wrestling-Events der WWE.