Kompatible Systeme

Wie viel Smart Home bieten die beliebten Fritzbox-Router?

AVM Fritzbox mit Zubehör
Mit diversen Zubehör-Adaptern ermöglicht auch die Fritzbox den Einstieg in ein Smart-Home-System
Foto: AVM

Wer in die Smart-Home-Welt einsteigen möchte, muss sich nicht auf teure Lösungen beschränken. Oft kann der heimische Router mehr, als Sie denken. TECHBOOK erklärt die Möglichkeiten.

Die Fritzbox verbindet in Deutschland zahlreiche Geräte mit dem Internet. Sowohl für Kabel-, DSL- als auch Glasfaseranschlüsse bietet der Hersteller AVM einen passenden Router mit integriertem Modem. Doch die Topmodelle können noch mehr. Als Smart-Home-Zentrale muss sich die Fritzbox in vielerlei Hinsicht nicht gegenüber der Konkurrenz verstecken.

Die Fritzbox als Smart-Home-Zentrale

Diese Wellen liegen auf einer anderen Frequenz als WLAN oder Bluetooth. Aktuell bietet AVM jedoch nur zwei hauseigene Komponenten:

  • smarte Heizungsthermostate
  • smarte Steckdosen

Der größte Vorteil einer Fritzbox als Smart-Home-Zentrale liegt in der Kostenersparnis. Da sich der Router bereits bei vielen im Haushalt befindet, entfällt die Neuanschaffung. Allerdings funktioniert die Nutzung nur mit der eigenen Box. Gemietete Router können nicht als Smart-Home-Zentrale eingesetzt werden. Folgende Fritzboxen eignen sich besonders als Smart-Home-Zentrale:

  • Fritzbox 7590
  • Fritzbox 6590 Cable
  • Fritzbox 7580

Alle Modelle haben DECT-Funk und schnelles WLAN-Netz integriert. Außerdem fungieren Sie auf Wunsch als Multimedia-Server.

Diese Geräte können Sie über die Fritzbox steuern

Mit der Steckdose „DECT 200“ von AVM und der „MyFRITZ!“-App können Sie die angeschlossenen Geräte über den Router steuern – die Stromzufuhr wird über den Schalter geregelt. Zusätzlich misst die „Fritz DECT 200“ den Stromverbrauch des angeschlossenen Gerätes. Auch per Klatschen können Sie die Schalter aktivieren.

Der „Fritz!DECT 200“ fungiert als smarter Schalter | Foto: AVM

Im Vergleich zu anderen Anbietern bietet AVM nicht gerade viel Zubehör. Doch seit der Einführung des Han-Fun-Protokolls lassen sich alle Geräte ansteuern, die den Funkstandard „DECT ULE“ verwenden. So sind etwa der „Telekom Magenta SmartHome“ Tür- und Fensterkontakt oder der Bewegungsmelder nutzbar.

https://www.techbook.de/easylife/router-fritzbox-24-5-ghz-gigahertz-abschalten-deaktivieren

Welche Smart-Home-Alternativen gibt es?

Insbesondere Thermostate und smarte Steckdosen gibt es auch von zahlreichen anderen Herstellern. Eine Koppelung mit der „MyFritz“-App ist dabei jedoch nicht möglich, da diese entweder mit WLAN oder dem Funkstandard Zigbee arbeiten. Smarte Schalter gibt es etwa von Osram mit Zigbee-Funk für 14 Euro. Dazu benötigen Sie jedoch eine Basisstation. WLAN-Steckdosen, etwa von TP-Link, starten bei 26 Euro. Heizungsthermostate starten bei etwa 10 Euro für Lösungen mit Bluetooth (Hersteller: eQ3) und gehen bis 80 Euro für WLAN-Thermostate (Hersteller Tado). Die AVM-Thermostate liegen mit rund 40 Euro im preislichen Mittelfeld.

Ist eine Spracherkennung möglich?

Eine Spracherkennung ermöglicht zusätzlichen Komfort – Apples Homekit bietet hier Siri, Google Home den Google Assistent, Amazon hat Alexa und Microsoft Cortana. AVM hat jedoch keine Sprachsteuerung im Angebot. Andere Anbieter nutzen Ortungsdienste, damit sich zum Beispiel die Heizung automatisch ausstellt, sobald das letzte Familienmitglied das Haus verlässt. Auch das kann die Fritzbox nicht – schützt so jedoch unser privates Umfeld vor unnötigen Datensammlern.

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