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Neue Paketsteuer macht Online-Shopping teurer

Aufgrund einer neuen Paketsteuer sind Sendungen in Österreich jetzt deutlich teurer
Aufgrund einer neuen Paketsteuer sind Sendungen in Österreich jetzt deutlich teurer Foto: Getty Images

5. Oktober 2026, 7:56 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Wer in Österreich bei Amazon, Zalando, Temu oder anderen großen Online-Händlern einkauft, muss seit dem 1. Oktober einen Aufpreis zahlen. Die neue Paketsteuer sorgt für Kritik, lässt sich in einigen Fällen aber vermeiden.

Zusätzliche Kosten bei vielen Online-Bestellungen

Österreich hat eine neue Abgabe für den Versandhandel eingeführt. Seit dem 1. Oktober berechnen große Online-Händler wie Amazon, Zalando, Temu, Ikea, Otto, Apple, MediaMarkt, Shein oder AliExpress pro Bestellung 2,40 Euro zusätzlich. Die Regelung betrifft Unternehmen, die im österreichischen Versandhandel mehr als 100 Millionen Euro Jahresumsatz erzielen.

Für Verbraucher ist dabei eine Besonderheit wichtig: Die Steuer fällt pro Bestellung an, nicht pro Paket. Wer mehrere Produkte gleichzeitig ordert, zahlt den Aufschlag nur einmal, selbst wenn die Lieferung später in mehreren Sendungen erfolgt. Das Finanzministerium erwartet dadurch Einnahmen von rund 280 Millionen Euro pro Jahr. Mit dem Geld soll unter anderem eine bereits umgesetzte Entlastung bei bestimmten Lebensmitteln finanziert werden.

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Diese Ausnahmen sollten Käufer kennen

Nicht jede Online-Bestellung wird automatisch teurer. Von der neuen Abgabe ausgenommen sind Privatverkäufe über Plattformen wie Vinted oder Willhaben. Auch Lieferungen von Lebensmitteln sowie Zeitungen und Zeitschriften bleiben steuerfrei.

Ebenfalls keine Paketsteuer fällt an, wenn Kunden Waren online bestellen und im Geschäft abholen. Dieses sogenannte Click-and-Collect-Modell könnte deshalb an Bedeutung gewinnen. Auch Möbel, die im Laden gekauft und anschließend nach Hause geliefert werden, sowie Bestellungen von vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen bleiben von der Regelung verschont.

Händler kritisieren die neue Regelung deutlich

Die Paketsteuer sorgt bereits kurz nach ihrer Einführung für heftige Diskussionen. Zahlreiche Händler sehen zusätzliche Belastungen für den Online-Handel und befürchten sinkende Umsätze. Otto Österreich und Zalando haben angekündigt, die Abgabe bei vollständigen und rechtzeitigen Retouren an ihre Kunden zurückzuzahlen.

Zudem könnte die Steuer noch die Gerichte beschäftigen. Zalando hat bereits rechtliche Schritte gegen die Regelung eingeleitet, weitere Unternehmen könnten nachziehen. Während Befürworter auf Vorteile für den stationären Handel hoffen, warnen Kritiker vor negativen Folgen für Händler und Beschäftigte. Für viele Verbraucher bleibt vor allem eine Erkenntnis: Online-Shopping in Österreich wird bei zahlreichen Anbietern künftig ein Stück teurer.

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